Mittwoch, 1. Mai 2019

Donau Klagenfurt – Lendorf 0:2 (0:1)

Kärnten, KFV-Cup, Semifinale, 1.5.2019
Donau-Arena, 257

Vor dem Cupfinale fand in Klagenfurt ein Cup-Semifinale statt, allerdings nicht im ÖFB-Cup sondern im Cup des Kärntner Fußballverbands. Der Unterligist Donau spielte ein starkes Match gegen den (noch?) Regionalligisten Lendorf, musste aber schließlich mit erhobenem Haupt die Semifinalniederlage hinnehmen. Für Donau war es „das größte Match seit Bestehen des Vereins,“ wie im Newsletter kundgetan wurde.
Der SV Donau Klagenfurt wurde 1952 gegründet. 1953 trat man dem Kärntner Fußballverband KFV bei und begann den Meisterschaftsspielbetrieb. Der für Klagenfurt auf den ersten Blick geographisch ungewöhnliche Name „Donau“ kommt von der Gründung durch Donauschwaben, die als Vertriebene und Flüchtlinge nach der Zurückdrängung der deutschen Wehrmacht von ihrem Vernichtungskrieg am Balkan 1944/45 sich u.a. in Klagenfurt niederlassen konnten. Ab dem späten 17.Jh. hatten die Herrscher des Habsburgerreichs zur Sicherung ihrer Herrschaft die schwäbische Migration aus der südwestdeutschen Raum in deren neueroberte Gebiete in Südosteuropa durch Zuteilung von landwirtschaftlichen Flächen und Erlaubnis von Religionsfreiheit gefördert. Die eigene Fluchtgeschichte nimmt man heute zum Antrieb für Integrationsarbeit, was 2018 vom ÖFB mit einem Preis prämiert wurde. Der erste Donau-Sportplatz befand sich in Klagenfurt zunächst neben dem damaligen Barackenlager, wo sie in Holzbaracken wohnten, an der Ecke Waidmannsdorfer Straße / Siebenhügelstraße. Donau konnte sich bald etablieren und stieg bereits 1959 erstmals in die Unterliga auf, wo man bis 1968 spielte. Nach 1968 dauerte es genau ein halbes Jahrhundert, das man weitgehend in der 2. Klasse verbrachte, bis zur aktuellen Saison 2018 der zweite Aufstieg in die fünftklassige Unterliga geschafft wurde.
Der Donau-Arena genannte Sportplatz in der Seegasse im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht wurde 1973 eröffnet. Den alten Sportplatz hatte man 1970 verloren, da die Waidmannsdorfer Straße verbreitert wurde. 2012 wurde von der Stadt das neue Gebäude errichtet, welches das Klublokal im Inneren beherbergt und am Flachdach eine Aussichtsterrasse bietet.

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