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Donnerstag, 17. März 2022

Salzburg – Udine, XX Years 2000 – 2020




Rezension


Salzburg – Udine
XX years
2000 – 2020
Kleine Episoden einer großen Freundschaft – Piccoli episodi di una grande amicizia
2021
86 S.







Ein zweisprachiges Buch mit vielen Fotos sowie in jeweils deutscher und italienischer Sprache abgedruckten Beiträgen feiert das zwanzigjährige Jubiläum der Fanfreundschaft von Austria Salzburg und Udinese. In lebendigen Erinnerungen schildern Beteiligte die ersten Kontaktaufnahmen und Episoden der Freundschaft. Illustriert von Gruppenfotos und Tifo-Bildern aus zwei Jahrzehnten.

Erzählt wird u.a. von gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Reisen wie dem Trip zum Freundschaftsspiel bei FC United of Manchester, von Fanturnieren, dem Länderspiel Österreich-Italien 2008, der 15-Jahres-Feier 2015 beim Salzburger Auswärtsspiel in Klagenfurt und natürlich auch dem Aufeinandertreffen der beiden Vereine im UEFA-Cup 2003.

„Die Pandemie hat uns die Möglichkeit genommen, die 20 Jahre gemeinsam und pünktlich zu feiern, also haben wir beschlossen, uns selbst dieses Buch zu schenken, mit einigen Episoden dieser kleinen, großen, internationalen Geschichte. Ohne behaupten zu wollen, dass unser ‚gemellaggio‘ schöner ist, oder länger dauert als andere, ohne zu behaupten, wir wären besser als andere, oder mehr Ultras als der Rest … Nichts von alledem. Es ist nur ein Tribut an unsere Freundschaft, die Welt der Ultras und den Lebensstil, der sauber, ehrlich und vor allem unverständlich ist.“

A5 / Limitierte Auflage / nicht frei erhältlich

Sonntag, 15. Januar 2017

Udinese - Roma 0:1 (0:1)

Italien, Serie A, 20a giornata, 15.1.2017
Stadio Friuli, 16.825

Nach etwas mehr zehn Minuten ging Tabellenzweiter AS Roma gegen Mittelständler Udinese in Führung. Doch da war das Match noch nicht aus, denn ihre beste Torchance sollten die Gäste kaum fünf Minuten später bekommen. Doch diesen Elfmeter vergab Edin Džeko. Udinese war in der zweiten Halbzeit dann gar nicht schlechter als die Roma, aber brachte nichts zusammen. Es blieb beim klassischen italienischen Spielergebnis. Francesco Totti war bei der Roma zunächst auf der Bank. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit wurde er eingewechselt und spielte die letzte halbe Stunde als großer alter Mann am Feld (er wird heuer 41).
Hinsichtlich der Stimmung war es wie erwartet kein Reißer. Die italienischen Gesänge zu hören ist zwar immer wieder ein Genuss, aber es supporteten halt beiderseits nur wenige. In der Curva Nord gab es zu Spielbeginn eine Spruchband-Choreographie, die sich beim Klubeigentümer Giampaolo Pozzo (il paron) für den Weg von der Serie B, wo er den Verein 1986 kaufte, bis in den Europacup bedankte. Diverse europäische Stationen der letzten drei Jahrzehnte wurden aufgelistet. Der Roma-Anhang füllte auch den Nebensektor neben dem Auswärtssektor und hatte am Schluss mehr zu feiern. Nur die Gästetribünenseite erlaubt durch eine höhere Plexiglasscheibenwand das sichtbare Aufhängen (ankleben) von Fetzen. Auf heimischer Seite kann man sich hier nur mit über eine Plexiglasbrüstung gehängten kleinen Fahnen, die dennoch in die Werbebande hineinreichen, bzw. weiter oben aufgehängten Sachen behelfen. Der stehende Fanblock wird von sitzendem Tribünenpublikum durch Ordnerreihen an den Stiegenaufgängen getrennt.
Das 1976 eröffnete Oval des alten Stadio Friuli in der norditalienischen Stadt Udine wurde 2013 bis 2015 zum reinen Fußballstadion umgebaut. Im Sommer 2013 wurde die Laufbahn abgebaut und das Spielfeld hin zur Haupttribüne verlegt. 2014 wurden die übrigen Tribünenseiten abgerissen und eng am Spielfeld neu errichtet. Das umgebaute Stadion hat nun 25.144 Sitzplätze, wobei man bei den Sitzen der neuen Tribünen die buntgescheckte Hässlichkeit gewählt hat, wie man sie aus Lissabon oder Düsseldorf kennt. Außen hat man sich für eine Blechdosen-Optik entschieden. Insgesamt wirkt der Neubau des Stadio Friuli noch recht unwirklich für italienische Verhältnisse, wo abseits vom Juve-Neubau Patina und bröckelnder Beton zum Stadionerlebnis dazu gehört. Nur die Haupttibünenseite hat außen noch 70er-Jahre-Optik. Auch hier soll aber eine neue Fassade geschaffen werden.