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Donnerstag, 18. August 2022

Vaduz – Rapid 1:1 (1:0)

Europa Conference League, Play-off (4. Qualifikationsrunde), Hinspiel, 18.8.2022
Rheinpark-Stadion, 3.497

Rapid hätte beim FC Vaduz verdient hoch verlieren können, schaffte aber ein 1:1. Das Match begann mit einem Vaduzer Abseitstor in Minute 1. Von Beginn weg führte der Liechtensteiner Cupsieger und Vorletzte der zweiten Schweizer Liga Rapid 45 Minuten regelrecht vor. Nach neun Minuten fiel das zu diesem Zeitpunkt bereits dem Spielverlauf entsprechende 0:1. Wir waren sehr gut bedient damit, dass dies auch der Pausenstand war. Ein Lattenpendler in Minute 45 sah torverdächtig aus und wäre wohl auch eines gewesen. In der zweiten Hälfte schien es zunächst etwas besser. Das 1:1 war eine Demir-Vorlage auf Torschütze Druijf. Eine Aktion von zwei von drei in der Pause eingewechselten Spielern. Das war es dann aber auch schon wieder. Erneut wurde ein Vaduzer Tor wegen Abseitsstellung nicht gegeben und am Schluss hatte Demir zur Rapidviertelstunde die zweite Rapid-Torchance des Spiels. Das nackte Ergebnis verdeckt, wie blamabel es war.
„Wir wollen Rapid sehen!“ rief der Auswärtsblock auf der mit tausend mitgereisten Fans gefüllten Hintertortribüne der Mannschaft zur Verabschiedung zu. 90 Minuten war hier laut Rapid supportet worden. Die Verärgerung war aber danach zu spüren. Ein Sonderzug unter dem bewährten Titel „Block-West-Bahn“ hatte einen Großteil von Wien-Hütteldorf nach Liechtenstein gebracht.
Im Vaduzer Anhang der „Sektion Nord“ konnte man sich freuen.
Der 1932 gegründete FC Vaduz (gesprochen „Vadoz“) tritt als Liechtensteiner Cupsieger im Europacup an. Der Liechtensteiner Cup ist der einzige Bewerb des Liechtensteiner Fußballverbands, Meisterschaft spielen die sieben Liechtensteiner Fußballvereine in der Schweiz. Seit meinem Besuch beim FC Vaduz in der Schweizer Super League 2016 ist der FC Vaduz 2017 wieder in die zweite Liga abstiegen, spielte 2020/21 nocheinmal eine Saison im Schweizer Oberhaus und ist seither wieder in der zweitklassigen Schweizer Challenge League. Den Liechtensteiner Cup hat der FC Vaduz 2021/22 zum 48. Mal gewonnen (Rekordsieger). Mit Siegen über den slowenischen Vertreter NK Koper und Konyaspor aus der Türkei steht der FC Vaduz sensationellerweise erstmals an der Schwelle zum Einzug in die Gruppenphase.
Rapid spielte 2005 im spanischen Wintertrainingslager gegen Vaduz (3:3). Ex-Rapidler beim FC Vaduz waren bzw. sind Florian Sturm (2010 bis 2011), Mario Sara (2010 bis 2015), Christopher Drazan (2018 bis 2020), Boris Prokopič (2019 bis 2021) und aktuell Kristijan Dobras (seit 2021).
Das 1998 eröffnete Rheinpark-Stadion (gesprochen „Rhiipark-Stadion“) bietet im UEFA-Bewerb als Sitzplatzstadion 6.127 Plätze (mit Stehplätzen auf den Hintertortribünen sonst 7.838 Plätze). Das ist mehr an Stadionkapazität als die Hauptstadt Vaduz Einwohnerinnen und Einwohner hat (5.700) und entspricht einem Sechstel der gesamten Bevölkerung des Fürstentums Liechtenstein (39.000).
Vor dem Spiel wurde ein weiteres Mal in Vaduz spaziert.

Sonntag, 31. Juli 2016

Vaduz - Basel 1:5 (1:3)

Schweiz, Super League, 2. Runde, 31.7.2016
Rheinpark-Stadion, 5.680

Von Anfang an bestimmte Basel das Spiel, beginnend mit dem frühen Führungstreffer nach wenigen Minuten durch einen Ex-Dosen-Marketingmitarbeiter. Eine starke Vorstellung. Zu mehr als einem Ehrentor kam Vaduz nicht.
Der Fankurvenvergleich fiel hier angesichts unterschiedlicher Voraussetzungen ebenso wie der sportliche Vergleich aus. Das dutzend Vaduzer Ultras um die Sektion Nord hatte gegen den Support des tausendköpfigen Basler Anhangs gegenüber akustisch keine Chance.
Der FC Vaduz wurde 1932 in der Liechtensteiner Hauptstadt Vaduz gegründet. In Liechtenstein gibt es zwar einen Cup-Bewerb, aber keinen Meisterschaftsbetrieb, sodass die sieben Liechtensteiner Fußballvereine am Schweizer Ligenbetrieb teilnehmen. 2001 stieg der FC Vaduz erstmals in die zweite Schweizer Liga auf und spielte bislang 2008/09 und gegenwärtig seit 2014 drei Saisonen in der ersten Liga. Im Europacup darf der FC Vaduz als ausländischer Verein zwar keinen Schweizer Ligaplatz einnehmen, ist aber als Seriensieger im Liechtensteiner Cup (44 Cupsiege) ohnehin immer dabei.
Rapid spielte 2005 im spanischen Wintertrainingslager gegen Vaduz (3:3). Zuletzt spielten hier die Ex-Rapidler Florian Sturm 2010 bis 2011 und Mario Sara von 2010 bis 2015. Der Vorarlberger Alfons Dobler trainierte Vaduz als Schweizer Drittligist 1997 bis 1999, der Steirer Walter Hörmann 2002 bis 2003 als Zweitligist.
Das Rheinpark-Stadion (gesprochen „Rhiipark-Stadion“) wurde 1998 eröffnet. 2006 wurde es mit den zwei Hintertortribünen erweitert, sodass es nun 7.838 Plätze mit Stehplätzen oder 6.127 Plätze als Sitzplatzstadion bietet. Es ist das Heimstadion des Hauptstadtvereins FC Vaduz und der Liechtensteiner Nationalmannschaft.
Vor dem Spiel wurde die Liechtensteiner Hauptstadt Vaduz besichtigt.