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Samstag, 6. November 2021

Bravo – Maribor 0:2 (0:1)

Slowenien, 1. SNL, 16. krog, 6.11.2021
Športni park Šiška Ljubljana, 1.100

Mit zwei Toren – wobei das letzte erst in der Nachspielzeit fiel und ein Eigentor war – gewann der NK Maribor bei Bravo und bleibt damit im engen Spitzenfeld der ersten slowenischen Liga erster Verfolger des Tabellenführers NK Koper. Bravo blieb am vierten Tabellenplatz.
Die Fanszene um die Viole Maribor war zunächst draußen vor den Toren und ging dann gegen Ende der ersten Hälfte herein. Nach der Pause wurde der Support vollständig aufgenommen. In den letzten Minuten war er von Wechselgesängen zwischen dem an den Tribünenrand mit Blickkontakt hinaus gewanderten Auswärtsanhang im Stadion und jenen, die draußen verblieben waren, geprägt.
Der NK Bravo wurde erst 2006 gegründet. Man begann in den regionalen Liga in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, spielte 2015/16 und 2016/17 erstmals überregional drittklassig und dann 2017/18 und 2018/19 zweitklassig. Seit dem Aufstieg in die erste slowenische Liga 1. SNL 2019 hält man sich dort sehr gut auf den oberen Tabellenplätzen. Anfang der 2010er Jahre hatte man eine Kooperation mit dem ehemaligen Erstligiusten NK Interblock und spielte 2011/12 als Bravo 1 Interblock, die Verbindung wurde danach aber wieder gelöst.
Das Stadion Športni park Ljubljana wurde 1930 eröffnet. Da es früher der Eisenbahnersportvereinigung Železničarsko športno društvo Ljubljana (ŽŠD Ljubljana) gehörte, hieß es damals Stadion ŽŠD. Es war das Stadion des 2005 aufgelösten NK Železničar Ljubljana. Der Verein ging auf den 1909 gegründeten SK Hermes zurück, der 1925 unter Beifügung des Worts Železničarski zum ZSK Hermes wurde. 1945 wurde der Klub unter dem Namen NK Železničar Ljubljana wiedergegründet. Während der Eisenbahnerverein Železničar der Arbeiterverein der Stadt war, hatte der erfolgreichere Stadtrivale NK Olimpija Ljubljana seine historische Basis eher im slowenischen Bürgertum von Laibach. Viele Jahrzehnte trafen die beiden Vereine nicht aufeinander, da sie in verschiedenen Ligen spielten. Von 1955 bis 1958 spielten beide in der zweiten jugoslawischen Liga und schließlich ab 1991 in der neuen slowenischen ersten Liga. So kam es bis 2004/05 wieder regelmäßig zu Laibacher Stadtderbys. Doch 2005 wurden beide Vereine aufgelöst. Im Unterschied zu Železničar konnte sich Olimpija derappeln und spielt wieder in der ersten Liga. In der jüngeren Vergangenheit diente die Anlage als städtisches Stadion zuvor auch schon NK Ljubljana, NK Interblock und NK Olimpija Ljubljana als Austragungsort für Heimspiele. Im allgemeinen Sprachgebrauch heißt es heute nach dem hiesigen Leichtathletikverein Stadion ŽAK oder nach dem Stadtviertel Šiška. In den Böschungen der Kurven ist noch der alte Stadionbau erkennbar. Auf der offenen Gegenseite gibt es Stufen mit Sitzplätzen und auch einen alten, mit Zäunen abgeschirmten Auswärtssektor. In Verwendung ist hier aber stets nur die überdachte Haupttribüne. 2012 hatte ich das Stadion schon einmal leer besichtigt.

Dienstag, 4. Februar 2020

Maribor – Rapid 0:2 (0:1)

Testspiel, 4.2.2020
Susesi Sport Center, ca. 40

Im letzten Spiel des Wintertrainingslagers gewann Rapid – „auswärts“ und nicht auf der „heimischen“ Hotelanlage – gegen den slowenischen Meister NK Maribor. Es war ein gutes Spiel mit auffällig schönen Toren. Der schönste Treffer wäre jener von Murg gewesen, wenn der Schiedsrichter nicht unverständlicherweise auf Abseits entschieden hätte. Das brachte das Rapid-Trainerteam auf und Didi Kühbauer nach unmissverständlich direkter persönlicher Beschimpfung des Referees die rote Karte ein.
Im Februar 2002 waren die beiden Vereine im Rahmen des 1974 bis 1989 sowie dann noch einmal 2002 und 2003 von Hajduk Split ausgerichteten Turniers Trofej Marjana aufeinandergetroffen. Kaum Zuschauerinnen und Zuschauer, aber immerhin eine kleine Busladung des Block West (siehe ultrasrapid.at und tornadosrapid.at), sahen im großen Stadion Poljud einen 3:4-Sieg Rapid im Elfmeterschießen nach 1:1 nach regulärer Spielzeit.
Das Susesi Sport Center liegt auf dem Gebiet der Stadt Serik in der Provinz Antalya und ist die außerhalb liegende Sportanlage des Susesi Luxury Resort in Belek zur Abwicklung von Fußball-Trainingslagern.
Aufmerksam beobachtete die Mannschaft des SC Retz samt Ex-Rapidler Ferdinand Weinwurm (immer noch ein hervorragender Nachname für einen Weinviertler) das Spiel.
Vor dem Spiel wurden die antiken Ruinen von Lyrboton Kome besichtigt und zuvor das Testspiel von KF Shkëndija und Randers FC besucht.