
Rezension
Am Wörthersee geboren ...
Das Kurvenheft des Fandachverbands Wir.Austrianer
Ausgabe 4 / Oktober 2026
40 S.
„Klagenfurt und Südstadt“ ist Thema im Heft des Fandachverbands der Austria Klagenfurt Wir.Austrianer aus Barrakudas 1995, Schwarze Seele Kärnten und Südfront Klagenfurt. Am Titelblatt ist auch gleich die gemeinsame Choreographie in der Südstadt zur Offiziell-Machung der Verbindung von Austria Klagenfurt und Admira Wacker vom August abgebildet. „Wie alles begann“ erläutert ein Text die Entstehung und Entwicklung der Freundschaft. Gate 2 Admira kommt im Heft ebenfalls zu Wort und beschreibt die Freundschaft aus ihrer Sicht. Von Besuchen und gemeinsamen Feiern ist auch zu lesen. Spielberichte gibt es zunächst von Spielen der Amateurmannschaft in der Kärntner Liga, welche die Fanszene im Protest gegen die Machenschaften der Vereinsführung im Frühjahr 2026 anstelle der Profis unterstützte. Nach Abschluss des Konkursverfahrens ist man in der neuen Saison in der neugebildeten Regionalliga Süd wieder bei der ersten Mannschaft, die im wesentlichen aus dem Amateurmannschaftsspielern der vorherigen Saison besteht. Man liest hier von diesen Spielen, vom Ausscheiden in der ersten Runde im Kärntner KFV-Cup im Stadtderby bei Donau Klagenfurt und dem Weiterkommen im ÖFB-Cup bei ATUS Velden. Zu diesem Spiel am anderen Ende des Wörthersees reiste die Szene von Klagenfurt aus mit einem Linienschiff quer über den See an und marschierte quer durch die Veldener High-Society-Party-People zum Sportplatz. Die Regionalliga bringt nach den vergangenen Jahren in Bundesliga und zweiter Liga mit sich, dass es keinen verpflichtenden Auswärtssektor mehr im Wörthersee-Stadion gibt. Die Szene experimentierte daher im Stadion mit Standorten auf der an das Austria-Stüberl und ihren Freddy-Hohenberger-Platz anschließenden Nord-Seite. Argumente zur Standortfrage sind in einem Artikel „Warum unsere Zukunft auf der Nord liegt!“ zu lesen, der sich für entsprechende Stadionadaptiereungen ausspricht. Nach den acht Seiten der Premierenausgabe, 28 Seiten im zweiten Heft und 24 Seiten im Nummer 3 ist es diesmal mit 40 Seiten ein deutlich umfangreicheres Heft geworden. Mit griffigerem statt glattem Papier gibt es hier auch eine Veränderung. Weiterhin spannend sind im Heft die historischen Rückblicke. So ist hier vom direkten Duell im Abstiegskampf des damaligen FC Kärnten mit Sturm Graz 2003/04 in der vorletzten Runde im mit 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gefüllten alten Wörthersee-Stadion zu lesen und der Tifo der Barrakudas zu sehen, die damals einen Doppelhalter „Salve CUCS“ (AS Roma) als Referenz auf ihr italienisches Vorbild hatten. Auch einen Blick in die Vereinsgeschichte gibt es, der Brüche in der Identität thematisiert. Zur Situation der Vereinsführung bleibt man skeptisch „Wir müssen fortwährend kritisch bleiben, nicht müde werden und vor allem keinen Konflikt scheuen.“
A5-Format / erhältlich vor Spielen am Freddy-Hohenberger-Platz










































