Montag, 4. Mai 2026

LASK – Rapid 3:1 (0:1)

Bundesliga, Oberes Play-off, 8. Runde, 4.5.2026
Stadion auf der Gugl, 16.289

Gute erste Hälfte, aber nach der Pause klar verloren. Nachdem eines jener Millimeter-Abseits, über deren Wert man diskutieren kann, noch nicht zum Torerfolg geführt hatte, brachte Minute 12 die Führung für Rapid. Der LASK schien aber jetzt eine zweite Luft zu bekommen. Nach einer zunächst offen begonnenen zweiten Hälfte mit Chancen hüben wie drüben machten sie ihre Tore und waren deutlich stärker als Rapid. Am Ende ging Seidl nach Frust-Aktion mit Rot vom Platz.
Der LASK kennt sich mit dem Umdrehen von Rückständen aus, schließlich hat er das auch im Cupfinale zweimal gemacht.
„Rapid regiert!“ schrieben die Ultras Rapid in ihrer Choreographie, umrahmt von den bekannten eng grün-weiß gestreiften Fahnen und begleitet von Pyro und Wurfrollen. Das gilt immer, unabhängig von aktuellen sportlichen Resultaten. Die SAF hatte eine Botschaft an das Gegenüber zum Thema Polizei und die UR noch eine Gratulation zum Gründungstag des am 4.5.1900 gegründeten 1. FC Nürnberg.
„Cupsieger, Cupsieger, Linzer ASK“ sangen sie in der LASK-Kurve zu Beginn. „Cupsieger 26!“ stand auf einem Banner der Landstrassler zu Spielbeginn, im Stadionpublikum waren Cupsieger-Leiberl zu sehen, auf der Anzeigetafel gab es ein Cupsieger-Sujet und der Stadionsprecher redete davon. Sonst war der größte Vereinserfolg seit sechs Jahrzehnten im nicht vollen Stadion nicht viel Thema oder wurde eigens etwas dazu inszeniert und gefeiert. Offensichtlich strebt man nach mehr. Die Ansage „Wir werden Meister!“ aus der Kurve am Ende war eindeutig. Statistisch wird der LASK in einem Jahr, in dem er Cupsieger ist, auch Meister. Zwar ist n = 1 (1964/65) eine recht geringes Sample für diese Aussage, sie scheint sich aber dieses Jahr zu bestätigen.
Es war das erste Montags-Pflichtspiel Rapids. Da sich die Bundesliga im Zuge der Einführung ihres der Unterhaltung durch rechnerisch komplexe Modelle und nicht dem sportlich fairen Wettbewerb dienenden Ligamodus das ÖFB-Cup-Finale vom Saisonhöhepunkt am Ende nach mittendrin herabstufen ließ, um für das Play-off nach dem Play-off zur Ermittlung eines Europacup-Startplatzes Raum zu gewinnen, wurde das Spiel hierher an einen Montagabend verschoben.
Rapid konnte auch im siebten Spiel im im Februar 2023 eröffneten neuen Gugl-Stadion nicht gewinnen. Es gilt weiter, im nächsten Spiel den vierten Platz zu halten. Am besten und schönsten mit einem Derbysieg.