Fußball, Soccer, Calcio & Co.
Mittwoch, 13. Mai 2026
Wacker Innsbruck – St. Johann 7:0 (3:0)
Tirol, TFV-Cup, Semifinale, 13.5.2026
Tivoli Neu, 3.579
Mit einem klaren 7:0-Semifinalsieg zog Wacker Innsbruck ins Tiroler Cupfinale ein. Der Tabellenführer der drittklassigen Regionalliga West gewann gegen den Tabellenführer der viertklassigen Regionalliga Tirol SK St. Johann, die im Kalenderjahr 2026 noch kein Spiel verloren und nur eines unentschieden beendet hatten, letztlich doch überraschend klar.
Die Tivoli Nord zeigte zu Spielbeginn ein großes Wacker-Trikot als Überzieher. Man supportete lautstark und konnte am Ende mit der Mannschaft das Erreichen eines „Finale dahoam“ feiern. Ein Spruchband von wacker unser. ging an das befreundete Ternana, wo der Fußballverein kürzlich bankrott ging und die Zukunft ungewiss ist: „Eterna la Ternana!“ („Ternana besteht ewig“).
Vorige Saison hatte Wacker Innsbruck ein großes Finale in Tarrenz gegen Reichenau verloren. Das Cupfinale dieser Saison findet hier im Tivoli-Stadion statt. Da gleichzeitig an diesem Abend auch die Wacker Innsbruck Damen ihr Tiroler Cup-Semifinale gewonnen hatten, werden beide am Tiroler Cupfinaltag am 25. Mai hier zu sehen sein.
Die Frauen sind am Samstag bei den Rapid-Frauen in Hütteldorf in der 2. Bundesliga zu Gast. Die Männer stehen in der Meisterschaft kurz vor Vollendung der Saison mit Aufstiegsplatz und Meistertitel.
Nach den 4.259 Zuschauerinnen und Zuschauern in Meisterschaftsspiel gegen den SC Imst kamen nun am Mittwoch zum Cupspiel mit 3.579 nocheinmal viele Leute ins Tivoli-Stadion.
Dienstag, 12. Mai 2026
Athleticker 11

Rezension
Athleticker
So tickt die Kurve
Ausgabe 11 – Frühjahr 2026
172 S.
„Während des Heimboykotts sahen viele nur das Schlechte, jetzt wird plötzlich alles perfekt geredet.“ Der LASK wandelte sich im Lauf der Saison 2025/26 vom Abstiegskandidat zum Titelgewinner. Kurvenboykott und Konflikt mit der Vereinsführung, die der Fanszene ein breit getragenes Grundsatzpapier (dokumentiert im letzten Heft) zurückwarf und ihr „mafiöse Strukturen“ unterstellte, stehen als Themen am Anfang des Halbjahresrückblicks auf den LASK im Herbst 2025. Ohne besuchte Heimspiele gibt hier zunächst nur die Auswärtsspiele, beginnend mit dem Cupspiel gegen den Wiener Sport-Club auf der Hohen Warte. Mit der Klärung der Vereinsfarben-Frage, womit der LASK nun wieder in eigenen schwarz-weißen Farben oder roter Farbe der Stadt Linz antritt und nicht mehr in Sponsorfarben, wurde der Heimsupport nach einer Länderspielpause wieder aufgenommen.
Cupsieger sind sie heuer bereits. Meister werden sie vielleicht auch noch. Da das nicht der Normalfall ist, und es über die Jahre und Jahrzehnte Hinauf und Hinunter ging, widmet sich eine neue Rubrik dem Thema „Warum gehst du eigentlich noch zum LASK?“. In der ersten Folge beschreibt jemand (wie alle Texte anonym) hier dazu seine Motivlage. Weitere Themen im Heft sind karitative Spendensammlung, Feste und Feiern, eine Fanklubvorstellung von Semper Fidelis oder ein Interview mit Erika, die den LASK als Fan seit den 1960er Jahren begleitet. Zu Kosten und Arbeitsaufwand ausgewählter Choreographien gibt es wieder Zahlen und Daten im Heft. Neben klassischen Fotos ist hier auch erneut eine Analogkamera-Bilderstrecke dabei, die aktuellem Geschehen die Optik der 1990er Jahre verleiht. Etwas aus dem Rahmen des Hefts fällt eine Abhandlung in wissenschaftlicher Sprache, die mit empirischer Datenanalyse ergibt, dass im Gegensatz zum LASK Blau-Weiß Linz kein Traditionsverein wäre und näher an einem „temporären Projektverein“ wie Pasching, das in der Studie als „Referenzpunkt für strukturelle Marginalität“ dient. Ah ja.
Protest und Unzufriedenheit waren in den letzten Jahren große Themen im LASK. Ein Text im Heft beschäftigt sich mit Fanprotesten in Deutschland, Ägypten und Frankreich. Über das Thema „Sudern“ philosophiert ein Kommentar. Reiselust machende Groundhoppingberichte liest man von einer Tour auf Zypern und Fanzine-Rezensionen bietet das Heft auch wiederum.
Einen Einblick in seine Arbeit an einem Vereinsgeschichtsbuch bietet LASK-Chronist Günther Waldhör mit einem Auszug über die Europacupbegegnung mit Dundee United 1984/85. In jüngere Geschichte der Regionalligazeit blickt ein anderer Text „mit einer Mischung aus Nostalgie, Freude und Scham“ auf das „vermutlich asozialste Auswärtsspiel, das die LASK-Fanszene im 21. Jahrhundert – oder jemals – erleben durfte“, dem Meisterschaftsspiel in Vöcklamarkt im Jahr 2012. Diese historische Ausnahmestellung war mir bei meinem Besuch dieses Spiels vor bald eineinhalb Jahrzehnten nicht bewusst. Höflich zurückhaltend schrieb ich in meinem obengenannten Bericht davon nur, dass die LASK-Fanszene „am schlechten Ruf gearbeitet“ habe. A5 / gegen Spende / erhältlich bei den Landstrasslern
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