Fußball, Soccer, Calcio & Co.
Sonntag, 1. November 2026
Austria – Rapid 0:2 (0:0)
Bundesliga, 11. Runde, 1.11.2026
Horr-Platz, 13.461
Rapid siegte am Horrplatz und Hütteldorf brannte. In einem Derby zählt, dass man es gewinnt. So ging die Rapid zwar mit zwanzig Punkten Vorsprung auf den Abstiegsfavoriten aus Wien-Favoriten in das Match, erwischte aber keinen guten Tag. Der FAK kam im Lauf der ersten Hälfte immer besser ins Spiel und Rapid ging eher glücklich mit 0:0 in die Pause. Ein Elfmetertor von Demir brachte die Umschwung. Mbuyi hätte fast das 2:0 für Rapid erzielt, das machte sich die Wiener Austria aber dann schließlich selbst. Rapid triumphiert im 351. großen Wiener Derby.
Wie gehabt finden Derbys am Horrplatz für die nächsten Jahre (ohne Enddatum, aber mindestens für drei Jahre) ohne Rapidfans statt, da der SK Rapid nach den letzten Ausschreitungen und ihren finanziellen Folgen einen Schlussstrich zog, keine Gästesektorkarten mehr anfordert und der FAK keine Rapidfans außerhalb von diesem duldet. Gut hundert Leute inkognito werden es dann aber gewesen sein, die das 1:0 für Rapid per Elfmeter von Demir auf der West kurz bejubelten und nach dem zweiten Tor „Hier regiert der SCR!“ riefen. Nach Schlusspfiff jubelte die Mannschaft mit ihnen. Zur Rapidviertelstunde krachte außen ein Feuerwerk. Ein sehr kleiner Vorgeschmack, was im späteren Verlauf des Abends noch folgen sollte.
Am Horrplatz hatte mit Saisonbeginn die lila Fanszene ihren Versuch, ihre Mannschaft aus dem unteren Rang zu supporten, wieder beendet und ist aus dem Blickfeld weg in den oberen Rang zurückgegangen. Dort hatten sie sich ja zuvor schon nach Bau der neuen Osttribüne ihren Standort unter dem Dach ausgesucht gehabt, um aufgrund eigener Unzulänglichkeit dort ihre Gesänge besser erscheinen zu lassen als sie sind. Das müssen sie jetzt offenbar wieder so handhaben. Die Gruppen, die sich nach oben zurückgezogen haben, hängen seither bei Heimspielen auch keine eigenen Fetzen mehr auf. Die Selbsterkenntnis, dass man sie besser nicht sieht, ist richtig. Vor Spielbeginn gab es eine Gedenkminute für einen verstorbenen Fan und für ihn während des Spiels auch ein Spruchband und Unterbrechung der Gesänge. Neben Spruchbändern aufgrund ihrer Stadionverbote und einem tschechischsprachigen Spruchband „Attila a Matyas stojime pri vas bratri / Svobodu ZJ!“ („Attila und Matyas, wir stehen an der Seite eurer Brüder / Freiheit für Zbrojovka Jugend“) der Konfusen aus der Hauptstadt (CC) Richtung der Hooligans von Zbrojovka Brno tat man den Protest gegen Eigentümer Jürgen Werner mit „Werner raus“-Rufen und je einem Spruchband in jeder Hälfte kund. „Du Lemmyng managst nur Werners Interessen“ galt Funktionär Christoph „Lemmy“ Lehenbauer und „Unser Zorn trifft alle, die unseren Verein spalten“ dem Sportvorstand Thomas Zorn.
In Hütteldorf versammelten sich abends hunderte Rapidlerinnen und Rapidler und die Gruppen des Block West. Als der Mannschaftsbus in die Keißlergasse Richtung Weststadion einbog, brach ein Inferno los. Die Ultras Rapid gingen dem Bus mit einem lila-weißen Sarg voran und feierten am 1. November, dem in der christlichen Religion zelebrierten Toten-Feiertag Allerheiligen, so symbolisch das Ende des FAK. Feuerwerk schoss in die Höhe, Fackeln erleuchteten unzählig ein Spalier die Straße entlang. Mannschaft, Trainer und Fans feierten miteinander den Derbysieg. Oh, wie ist das schön.
Abonnieren
Posts (Atom)










































