Fußball, Soccer, Calcio & Co.
Sonntag, 22. März 2026
Rapid – LASK 4:2 (2:1)
Bundesliga, Oberes Play-off, 2. Runde, 22.3.2026
Weststadion, 13.591
Es ist verrückt. Rapid spielte Fußball. Das war gut anzuschauen. Das Gegentor nach einer halben Minute wurde weggesteckt und von Schöller per Kopf nach Corner schnell ausgeglichen. Vor nicht allzu langer Zeit hätte das 0:1 schon das Ende bedeutet gehabt. An diesem Tag ließ sich Rapid durch nichts ins Wanken bringen und erspielte sich einen verdienten Sieg. Man reibt sich die Augen und kratzt sich verwundert am Kopf, ob das denn wirklich dieselbe Mannschaft ist.
Es war das zweite von drei Spielen, bei denen der Block West und die gegenüberliegenden Sektoren der Nord gesperrt und ein aktiver Heimfansektor von der Bundesliga verboten ist. So kam wieder nur hie und da die eine oder andere Anfeuerung auf und sonst schallten die Gesänge aus dem Auswärtssektor durch das Weststadion.
Hinten im Sektor hatten die Landstrassler oben dazu ein großes Banner „Gegen Kollektivstrafen“ aufgehängt. Zum Thema zeigten sie auch ein Spruchband, in dem sie sich vom Anlass distanzierten, aber dennoch die grundsätzliche Ablehnung von Kollektivstrafen artikulierten. Unten hatten sie die beim Umbau des Auswärtssektors in der Winterpause angebrachte Aufschrift Hier regiert der SCR mit schwarzem Stoff abgedeckt. Am Ende sangen sie mit der unter der Woche im Semifinale siegreichen Mannschaft „Cupsieger, Cupsieger, Linzer ASK“ und zeigten so, wo hier wohl der Fokus nunmehr liegt.
Eine Saison, in welcher Rapid über weite Strecken beachtlich schlecht und zeitweise nachgerade konzept- und scheinbar ahnungslos spielte und sich nach unten orientierte. Nun steht man aufgrund des Ligamodus, der nicht auf einen sportlichen Wettbewerb sondern Unterhaltung abzielt und daher Punkte streicht und Tabelle teilt, als Tabellenzweiter vor einem Spitzenspiel gegen Meister und Tabellenführer Sturm Graz. Es ist verrückt.
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