Fußball, Soccer, Calcio & Co.
Montag, 6. April 2026
Wolfau – Parndorf 4:3 i.E. (2:2, 1:1)
Burgenland, BFV-Cup, Viertelfinale, 6.4.2026
Fetzenberg-Platz, 500
Sensationeller Cup-Viertelfinalsieg des SV Wolfau im Burgenland. Der SV Wolfau ist aktuell Tabellenzweiter der siebtklassigen 2. Klasse Süd A, unterste Spielklasse im Burgenland. In das Viertelfinale des Cupbewerbs des Burgenländischen Fußballverbands waren sie mit Siegen über den SV Kukmirn zuhause, SV ASKÖ Jabing auswärts und zuletzt im aufgrund Abendtermins unter der Woche notgedrungen in Kemeten ausgetragenen Achtelfinalheimspiel über den ASV Gemeinde Tobaj gekommen. Als klarer Favorit trat der Drittligist SC/ESV Parndorf an und auch ihr aus Spielern der viertklassigen zweiten Mannschaft zusammengesetztes Team ging hier gleich nach fünf Minuten in Führung. Die Parndorfer sind ehemaliger Zweitligist der Saisonen 2006/07, 2007/08 und 2013/14, waren aber zuletzt 2019/20 bis 2024/25 auch nur mehr in der Burgenlandliga, aus der sie erst vorige Saison als Meister wieder aufstiegen. Derzeit sind sie als Tabellendritter der Regionalliga Ost der höchstplatzierte burgenländische Fußballverein. Für den Wolfauer Siebtligisten also ein harter Brocken. Dennoch schafften sie es auszugleichen und mit offenem 1:1 in die Pause zu gehen. Die stärkeren Parndorfer gingen auch in der zweiten Hälfte bald nach Anpiff wieder in Führung. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher-Tor der Marke Tor des Monats. Spielentscheidend war der Treffer aber nicht, da Wolfau durch einen Elfmeter erneut ausgleichen konnte und das Elfmeterschießen erreichte. Mit sichtlich dafür kurz vor Ablauf der 90 Minuten eingewechseltem neuen Goalie als Elferkiller entschied der SV Wolfau dieses für sich.
Jubelnd stürmten die Fans das Spielfeld und feierten mit der Mannschaft. Schon vor dem Spiel war der Anhang mit dem Banner der Fetzenberg Ultras über die Hauptstraße zum Sportplatz gezogen und machte auch dort mit Support und Feuerwerk Stimmung. Mit dieser Atmosphäre und über 500 Leuten am Sportplatz kein Tag wie andere in Wolfau.
Der SV Wolfau wurde 1967 gegründet. Im Burgenländischen Fußballverband begann man 1967/68 in der 2. Klasse Süd A mit dem Meisterschaftsbetrieb. Erster großer Erfolg war der erste Meistertitel dieser Liga 1989/90 und damit der Aufstieg in die 1. Klasse Süd A. Diese gewann man schon drei Jahre später 1992/93 und stieg damit in die II. Liga Süd auf. In dieser zweithöchsten burgenländischen Spielklasse spielte Wolfau 1993/94 bis 2000/01 acht Saisonen lang. Die beste Platzierung in jener höchstklassigen Zeit der Vereinsgeschichte war dabei zweimal der vierte Tabellenplatz dieser II. Liga Süd 1996/97 und 1997/98. Danach spielte der Verein bis 2013/14 in der 1. Klasse Süd und ist nunmehr seit 2014/15 in der 2. Klasse.
Der Sportplatzname Fetzenberg-Platz kommt laut Vereinsangabe „von einer nicht nachvollziehbaren Benennung des Hügels auf der Westseite (Fetzenberg)“. Der Name entstand Mitte der 2000er Jahre in Anlehnung an den Betzenberg in Kaiserslautern, da am Sportplatz in Wolfau immer die Fetzen geflogen seien. 2007 wurde der Begriff zum 40-jährigen Vereinsjubiläum erstmals auf einen Schal geschrieben und wird seither von den Fans kultiviert. Damals standen um den Platz noch auf drei Seiten hohe Bäume, so auch am Fetzenberg. Auf dieser Hügel-Seite gibt es Sitzbänke und eine Ausschank-Hütte. Auf der dem Ort zugewandten Seite steht das Klubhaus aus dem Jahr 1982.
Vor dem Spiel habe ich auch den Ort Wolfau besichtigt.
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