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Freitag, 11. April 2025

Hammarby Talang – Athletic Eskilstuna 1:1 (1:1)

Schweden, Ettan Norra, Omgång 3, 11.4.2025
Hammarby IP, ca. 200

Freitagabendspiel in Stockholm in Schwedens dritter Liga, auch wenn diese mit Ettan („eins“) als erste Liga nummeriert ist. Jedenfalls rittern beide Mannschaften um Platz eins, da sie in den ersten beiden Runden seit Beginn der Meisterschaft jeweils gewonnen hatten. Man trennte sich remis.
Im Publikum fanden sich rund fünfzig Rapidlerinnen und Rapidler ein, die noch nach dem Spiel am Vortag in Stockholm waren.
Der Hammarby Talang Fotbollförening (HTFF) wurde 2002 als formal eigenständiges Farmteam des Hammarby IF gegründet, indem der Fünftligist Pröpa SK mit Talenten von HIF versorgt wurde und so in die damals viertklassige Division 4 Stockholm Mellersta aufstieg. Dort trat man ab 2003 in vierter und dritter Lga unter dem Namen Hammarby TFF an, bis das Projekt 2011 wieder aufgelöst wurde. 2016 wurde Hammarby TFF in Kooperation mit HIF erneut mit Nachwuchsmannschaften gegründet und 2018 bis 2020 eine Kampfmannschaft in der Division 5 gestellt, 2020 aber erneut eingestellt. Stattdessen übernahm der Kooperationsklub IK Frej aus Täby den Ligaplatz. Dieser Verein verlegte 2021 seinen Sitz von Täby nach Stockholm und den Spielort hierher auf den Hammarby IP. Dazu wollte man auch den Namen in Stockholms Talangfotbollsförening (STFF) ändern. Dagegen erhob allerdings der Stockholmer Fußballverband Stockholms Fotbollförbund (STFF) aufgrund der Gleichheit der Abkürzung Einspruch, weswegen der Namen in Hammarby Talang Fotbollförening geändert wurde.
Der Hammarby idrottsplats wurde 1915 mit einem Spiel der frischgegründeten Fußballsektion von HIF gegen den Johanneshofs IF vor tausend Zuschauerinnen und Zuschauern offiziell eröffnet, auch wenn dies nicht das erste Fußballspiel am Platz war. 1915 bis 1939 spielte Hammarby IF hier seine Fußballspiele. Bis in die 1950er Jahre tat man dies auch mit den Heimspielen in Bandy und Eishockey. Der Rekordbesuch stammt so auch aus dem Eishockey: 1950 sahen hier 6.700 Zuschauerinnen und Zuschauer Hammarby gegen Södertälje spielen. Der Rekord im Fußball waren 4.025 Leute bei einem Freundschaftsspiel 1933. Heute spielen hier am 2016 bis 2018 renovierten Sportplatz neben dem Hammarby TFF auch die Hammarby-Frauen Fußball.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

St. Pölten Frauen – Hammarby Damer 1:2 (0:2)

UEFA Women's Champions League, Gruppe D, 6. Runde, 18.12.2024
Horr-Platz, 1.117

„Heja Hammarby“ schallten die Gesänge der Auswärtsfans über den Horrplatz. Mit einem Heimspiel gegen Hammarby IF endete für den SKN St. Pölten die Women's Champions League punktlos. Nach der Rekordzahl von 8.832 im Spiel gegen den FC Barcelona begrüßten die St. Pöltnerinnen diesmal 1.117 Zuschauerinnen und Zuschauer in der durch Hochwasserschäden am St. Pöltner Stadion erzwungenen Ausweichspielstätte am schiachsten Ort des Landes. Für die ersatzgeschwächten Niederösterreicherinnen war auch an diesem Abend nichts zu holen. Immerhin erzielte Kamila Dubcová in der 83. Minute den 1:2-Ehrentreffer. Mit einem Doppelschlag hatte Hammarby nach zwanzig Minuten zweimal getroffen.
Mit „Cathinka!“-Gesängen zur Kalinka-Melodie wurde im Auswärtsblock die Torschützin zum 1:0 für die Gäste gefeiert. Rund 150 bis 200 Leute standen im Block. Darunter eine zweistellige Anzahl von Rapid. Einige weitere Grüne waren auf der Längsseite. Rhythmisch und laut erklangen die Hammarby-Gesänge. Bemerkenswert ist dabei, dass der Support der Frauen eigenständig und nicht von den Gruppen der aktiven Fanszene organisiert ist. Zu deren Geschichte kann man in der ersten Ausgabe des Strawanza nachlesen. Die Heimspielkulissen in den Spielen der Women's Champions League waren in Stockholm mit 7.562 gegen St. Pölten, 20.428 gegen Manchester City und 18.746 gegen den FC Barcelona mehr als beachtlich. Das seit 1970 bestehende Frauenteam von HIF hat 1985 und 2023 die schwedische erste Liga Damallsvenskan zweimal gewonnen und war mit 1994, 1995 und 2022/23 dreimal Cupsieger.
Die SKN St. Pölten Frauen sind österreichische Serienmeisterinnen. Der Meistertitel 2023/24 war ihr neunter in Folge. In der Gruppenphase der UEFA Women's Champions League waren sie nun zum dritten Mal in Folge, nach der ersten Teilnahme 2022/23.