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Dienstag, 8. September 2026
Velden – Austria Klagenfurt 2:2 (0:0)
Regionalliga Süd Kärnten, 6. Runde, 8.9.2026
Waldarena Velden, 902
Remis nach ereignisreicher zweiter Hälfte. Nachdem die erste Halbzeit noch ein durchwachsenes Match mit Veldner Vorteil war, brachte nach der Pause ein Eigentor die Austria Klagenfurt in Führung. Nachdem ein vermeintlicher Ausgleich bereits mit Tormusik aus den Lautsprechern gefeiert worden war, allerdings Abseits gegeben wurde, brachte dann ein Elfmeter doch das 1:1. Schon wenige Minuten später gelang den Gästen aus Klagenfurt aber erneut die Führung. Die Mannschaft des ATUS Velden drückte aber, erzielte in den Schlussminuten den Ausgleich zum 2:2 und hätte fast auch noch das Siegestor gemacht. So blieb es aber beim Unentschieden.
„Wir sind euer 12. Mann“ sang die Fanszene der Austria Klagenfurt Wir.Austrianer zu Spielbeginn und unterstützte mit ihren Gesängen und Chants wie „Auf, auf, Waidmannsdorf“ ihre Mannschaft. Impulsiv erschallte nach ihren Toren jeweils „Die Rose vom Wörthersee“ über den Sportplatz. Das hat hier auch einen genius loci, da der Film mit diesem Schlager als Titelmelodie aus dem Jahr 1952 in Velden am Wörthersee spielt.
Es war die zweite Begegnung der beiden Vereine hier in dieser Saison, da man schon in der ersten Runde des ÖFB-Cup aufeinandergetroffen war. Die Klagenfurter Fanszene war dazu mit dem Schiff quer über den Wörthersee angereist gewesen. Vor sehr gutem Besuch von 850 Zuschauerinnen und Zuschauern hatte damals die Klagenfurter Austria nach Veldener Führung doch noch gewonnen, was ihnen das Spiel gegen Rapid am Wochenende brachte. Dieses war der Grund, warum das Meisterschaftsmatch verschoben und nun an einem Dienstagabend nachgetragen wurde. Mit 902 Leuten füllten insgesamt noch einmal ein wenig mehr als damals in die Veldner Waldarena.
Der ATUS Velden wurde 1923 gegründet. Tiefpunkt der Vereinsgeschichte war die Saison in der 2. Klasse 2008/09 in der untersten Spielklasse. Die Höhepunkte waren der mit dem Meistertitel der 1. Klasse B 2021/22 erreichte Aufstieg in die fünftklassige Unterliga West, der Durchmarsch darin 2022/23 in die Kärntner Liga und als deren Meister 2024/25 der Aufstieg in die Regionalliga als dritthöchste Spielklasse Österreichs. Die Saison 2025/26 beendete man dabei am guten siebten Platz der Regionalliga Mitte. Aufgrund der Regionalligareform spielt man 2026/27 nunmehr in der neuen Regionalliga Süd und in deren im Herbst ausschließlich in Kärnten ausgetragener Staffel. 2024/25 konnte der ATUS Velden erstmals im ÖFB-Cup spielen und unterlag gegen den GAK im Villacher Stadion Lind erst im Elfmeterschießen. 2025/26 konnten die Veldener im zweiten ÖFB-Cup-Spiel ihrer Vereinsgeschichte erstmals mit dem Neusiedler SC einen Gegner schlagen und eine Runde überstehen und unterlagen in der zweiten Runde dem TSV Hartberg. 2026/27 war wie erwähnt im Cup wieder in der ersten Runde gegen den heutigen Gegner Endstation.
Die Waldarena genannte Sportanlage von Velden wurde 2023 und 2024 umgebaut und dabei um 2,2 Mio. € auf Basis des alten Klubhauses das moderne neue Gebäude mit Verkleidung in hellem Holz errichtet.
Vor dem Spiel habe ich Velden besichtigt.
Samstag, 5. September 2026
Austria Klagenfurt – Rapid 2:5 (1:2)
ÖFB-Cup, 2. Runde, 5.9.2026
Wörthersee-Stadion, 3.350
Rapid machte es etwas dramatischer, als notwendig war, indem die Gastgeber zweimal ausgleichen konnten, gewann aber dennoch und stieg in die nächste Cuprunde auf. Eine frühe Führung glich der Regionalligist Austria Klagenfurt nahezug ebenso schnell aus, der erneute Führungstreffer gelang aber noch vor der Pause. Der Stadionsprecher hatte danach der Austria-Mannschaft noch extra „Es ist nicht der FC Barcelona oder Real Madrid“ als Hilfestellung zur Information über die Gastmannschaft mitgegeben, woraufhin die Klagenfurter Austria auch prompt den Ausgleichstreffer zum 2:2 erzielte. Am Ende siegte Rapid.
„Von Spiel zu Spiel, bis zum Ziel“ gab die Choreographie der Gladiatori die Devise aus. Das Ziel wurde mit einer großen Abbildung des ÖFB-Cup-Pokals auch gleich definiert, klar aufgezeigt und pyrotechnisch untermalt. Gut aufgelegt supportete der Block die Rapid, mit reichlich Pyro, die immer wieder gezündet wurde. Zur zweiten Halbzeit erinnerten die Ultras Rapid mit Spruchband und Fackeln an ihren verstorbenen Luksus. Zur Mannschaftsverabschiedung zeigte die Rapidmannschaft das Bandl nochmal vom Spielfeld aus dem Block. Noch lange nach Schlusspfiff hallten die Rapid-Gesänge durch das sich leerende Stadion. Als Erinnerung an den Abend blieb ein Graffiti zurück.
Mit einem von oben herab ausgerollten Barrakudas-Überzieher mit „Austria“-Beschriftung, violett-weißen Fahnen und ordentlich Pyro startete die Fanszene der Austria Klagenfurt Wir.Austrianer in das Spiel. Mit dabei war mehr als ein Dutzend der Freunde von Admira Wacker. „Klagenfurt und Südstadt“ und „Admira Wacker!“-Chants waren so auch in der zweiten Halbzeit zu hören. Während der Fanblock im Regionalligaalltag im Stadion wieder auf der angestammten Nordseite stehen kann, ist dies wie zu Profifußballzeiten und im ÖFB-Cup aufgrund des dann genutzten Auswärtssektors auf dieser Seite nicht möglich und so war er wieder auf der Südtribüne des Wörtherseestadions. „Stadionkonzept neu denken / für eine Heimkurve auf der Nord!“ forderte ein Spruchband.
Seit dem letzten Rapid-Spiel hier gegen Austria Klagenfurt vor zwei Jahren ist hier viel passiert. Am Ende der Saison 2024/25 stiegen sie aus der Bundesliga nach vier Jahren wieder ab und es offenbarte sich die verbrannte Erde, die Investoren in Fußballvereinen anrichten. Sie bekamen eine Transfersperre wegen nicht bezahlter Ausbildungsentschädigung, gingen pleite und mussten aufgrund Konkursverfahren aus der zweiten Liga absteigen. So spielen sie jetzt hier in der (neuen) Regionalliga Süd.
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