Dienstag, 28. Juli 2026

Sigharting – Altheim 6:5 i.E. (2:2, 1:1)

Innviertler Cup, Semifinale, 28.7.2026
Sportplatz Sigharting, 400

Sensationssieg im Semifinale des Innviertler Cup. Die DSG Union Sigharting, die in der Meisterschaft der siebtklassigen oberösterreichischen 1. Klasse Nordwest seit 2022/23 in Spielgemeinschaft mit dem FC Andorf als SPG Sigharting/Andorf 1b antritt, konnte im Elfmeterschießen den Favoriten SK Altheim aus der fünftklassigen Landesliga West besiegen. In einem spannenden Cupmatch gingen die Sighartinger zweimal in Führung, die Altheimer konnten aber zweimal am Ende beider Spielhälften ausgleichen. Die Heimmannschaft rettete sich gegen Powerplay der Gäste über die Zeit und erreichte die Entscheidung im Elfmeterschießen, in dem sie die glücklicheren waren.
Die DSG Union Sigharting wurde 1965 gegründet. Die Fußballsektion begann 1966/67 in der damaligen 4. Klasse A im Meisterschaftsbetrieb des Oberösterreichischen Fußballverbands. Die größten Erfolge waren nach dem ersten Aufstieg in die 1. Klasse als Meister der 2. Klasse West/Nord 1984/85 der Meistertitel der 1. Klasse Nordwest 1990/91 und Aufstieg in die Bezirksliga West. Darin spielte man 1991/92 und 1992/93 sechstklassig. Zuletzt stieg der Verein als Meister der 2. Klasse Westnord 2014/15 wieder in die 1. Klasse Nordwest auf, in der man seither spielt. Im Innviertler Cup erreichte Sigharting 2026 erstmals das Semifinale und das Finale.
Der Sportplatz nahe dem Ortszentrum bietet eine Tribüne. Das Klubhaus mit Veranda steht am Eingang und bietet mit davor aufgestellten Tischen und Bänken ebenfalls sichtlich beliebte Plätze.
Vor dem Spiel habe ich mitsamt dem am Vereinswappen abgebildeten Schloss Sigharting besichtigt.

Sonntag, 26. Juli 2026

Wienerberg – Rapid 0:3 (0:1)

ÖFB-Cup, 1. Runde, 26.7.2026
Wienerberg-Platz Kunstrasen, 1.500

Rapidsieg auch im zweiten Kunstrasenspiel dieser Woche. Allerdings trat eine gegenüber dem Match unter der Woche praktisch komplett veränderte Mannschaft an. Dennoch zeigte sich erneut eine zähe erste Hälfte. Chancen wurden nicht verwertet bzw. wurde ein Tor abseits gegeben bis dann doch kurz vor Pausenpfiff das Führungstor erzielt werden konnte. In der zweiten Hälfte wurde letztlich souverän der Sieg und damit Aufstieg in die zweite Runde erspielt.
Der Rapid-Anhang stellte auch hier den Großteil des Publikums. Man stand auf der Wiese, die mit Böschung aber taugliche Sichtverhältnisse bot. Der Block West motivierte und supportete die Mannschaft und erleuchtete den Abendhimmel schön feurig.
Der SV Wienerberg hatte 2025/26 das Wiener Double aus dem Meistertitel der Wiener Stadtliga, womit sie wieder in die Regionalliga Ost aufgestiegen sind, und dem Wiener Landescupsieg erreicht. Aufgrund des Fernsehübertragungstermins am Sonntagabend um 20:30 Uhr war ein Platz mit Flutlicht notwendig. Das von mir im November 2009 gegen den Wiener Sportklub besuchte Hauptfeld wird gerade saniert. Ausweichen und Platztausch kamen nicht zustande, sodass als beeindruckendes Kuriosum der Rapid-Cupgeschichte diese Begegnung am mit Flutlicht ausgestattete Kunstrasen-Nebenplatz ausgetragen wurde. Hier hatte ich einmal im Februar 2009 ein Testspiel besucht und mir auch nie gedacht, hier einmal Rapid in einem Pflichtspiel zu sehen.
Der SV Wienerberg wurde 1921 als ASV Wienerberg als Arbeitersportverein von Arbeitern der Ziegelfabriken am Wienerberg gegründet. 1969 wurde man nach der gleichnamigen Baufirma zum SV Wienerberger umbenannt, 1992 fusionierte man zu Wienerberger/Inzersdorf, hieß in den 2000ern nach dem Konzern des unsäglichen Herrn Stronach und heißt heute wieder SV Wienerberg. Die größten Erfolge waren die Saisonen in der zweitklassigen Regionalliga Ost 1961/62 bis 1967/68 und 1969/70 bis 1973/74 sowie in der drittklassigen Regionalliga Ost 1976/77 bis 1978/79, 2007/08 bis 2009/10 und nunmehr 2026/27. Als Stadtliga-Meister 2015/16 hätte man auch schon vor zehn Jahren aufsteigen können, verzichtete darauf aber aus finanziellen Gründen.1969/70 und 1971/72 war Wienerberg nur knapp am Aufstieg in die Nationalliga und damit höchste österreichische Spielklasse gescheitert.
Neun Spiele der Rapid-Kampfmannschaft, allesamt Freundschaftsspiele, gegen Wienerberg waren bislang im Rapidarchiv verzeichnet. „Eröffnung Flutlichtanlage“ ist dort bei der ersten Begegnung hier, einem 1:1 vor laut Medienberichten 400 Zuschauerinnen und Zuschauern am 10.2.1971, dazu im Datensatz vermerkt. Auch das Spiel Nummer 10 und erste Pflichtspiel war nunmehr ein Flutlichtspiel.