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Freitag, 22. August 2014

HJK - Rapid 2:1 (0:0)

Europa League, Play Off (4. Qualifikationsrunde), 21.8.2014
Töölön jalkapallostadion, 6.153

Mit großem Bangen ging man ins Spiel, da weder die gegenwärtige Verfassung noch der letzte Auftritt auf Teppichbelag Mut machten. Das Spiel hielt zunächst auch, was es versprach. Ein wunderschönes Tor von Schaub führte zu vier Minuten Jubel und Hoffnung bis es mit dem Ausgleich den ersten Dämpfer gab. Das zweite Tor der Finnen besiegelte die Niederlage. Ob das noch was wird beim Rückspiel? Man kann es nach dem, was man hier gesehen hat, eigentlich fast nicht mehr erwarten.
Das Spiel hatte eine besondere Note, da es ein Wiedersehen mit Markus Heikkinen brachte, der von 2007 bis 2013 für uns gespielt hatte und nach einer Zwischenstation in Norwegen seit Jänner 2014 hier spielt. Er wurde anständig begrüßt und verabschiedete sich auch dankbar applaudierend bei uns.
Der Helsingin Jalkapalloklubi (HJK, „Helsinkier Fußballklub“) wurde 1907 gegründet und etablierte sich bald danach als finnischer Spitzenklub. Mit 26 Meistertiteln ist HJK finnischer Rekordmeister, elfmal wurde auch der Cup gewonnen. Seit 2009 ist HJK Serienmeister. Im Europacup erreichte man 1974 und 1982 das Achtelfinale des Meistercups, 1985 das Achtelfinale des Cups der Cupsieger und 1998 die Gruppenphase der Champions League.
Das Töölön jalkapallostadion („Töölö Fußballstadion“) im Stadtteil Töölö, direkt neben dem großen Olympiastadion, wurde im Jahr 2000 eröffnet und hat seither bereits den zweiten Namenssponsor, den man sich nicht merken muss. Die Heimstätte von HJK hat eine Kapazität von 10.766 Sitzplätzen. Blickfang ist die von den restlichen drei Seiten freistehende und zweirangige Haupttribüne mit ausladendem Dach. Am Spielfeld liegt ein beheizter Kunstrasenteppich.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Helsinki besichtigt.

















































Olympiastadion Helsinki

21.8.2014

Das Helsingin olympiastadion ist mit heute 39.784 Plätzen größte Stadion Finnlands. Es wurde zwischen 1934 und 1938 in funktionalistischer Architektur errichtet. Es sollte der Hauptaustragungsort der Olympischen Sommerspiele von 1940 werden, die aber aufgrund des Zweiten Weltkriegs abgesagt wurden. Die Olympische Spielen wurden in Helsinki schließlich 1952 nachgeholt. Im Olympiastadion spielt auch die finnische Nationalmannschaft.
Das Stadion wurde mehrmals renoviert und umgebaut. Sein heutiges Aussehen erhielt es im wesentlichen 1955. Von 1994 bis 1999 wurde das Stadion renoviert und die Kapazität von damals 70.000 auf die heutige Sitzplatzzahl reduziert. Rund 14.000 der 40.000 Plätze sind überdacht. Bemerkenswert ist, dass es weiterhin Holzbänke sind.
Charakteristisches Wahrzeichen des Stadionbaus ist der 72,71 Meter hohe Turm, dessen Höhe genau der Siegweite des finnischen Speerwurf-Olympiasiegers von 1932, Matti Järvinen, entspricht. Der Turm bietet eine Aussichtsplattform, die aber leider an diesem Tag ebenso wie das Stadioninnere aufgrund der laufenden Aufbauten für ein Konzert gesperrt war. Hundert Meter entfernt steht das 2000 nebenan eröffnete Töölön jalkapallostadion, in dem am Abend Rapid gegen HJK spielte.
Vor dem Olympiastadion steht eine Statue des berühmtesten finnischen Sportlers, des Leichtathleten und neunfachen Goldmedaillengewinners bei den Olympischen Spielen von 1920, 1924 und 1928 Paavo Nurmi.
Am Stadion ist auch das finnische Sportmuseum (Urheilumuseo) untergebracht, das aber wenig bis nichts über Fußball zeigt, weswegen ein Besuch ausgelassen wurde.