Freitag, 24. Mai 2019

Wallern – Junge Wikinger Ried 1:3 (1:2)

Oberösterreich, Oberösterreich-Liga, 28. Runde, 24.5.2019
Sportplatz Wallern, 200

Die 2017 begründete Amateurmannschaft der SV Ried mit dem ungewöhnlichen Namen Junge Wikinger – eine Hommage an die von Rieder Fans in den 1990er Jahren erfundene Selbststilisierung als Wikinger – gewann beim SV Wallern mit zwei Toren in der ersten und einem in der zweiten Hälfte. Dazwischen konnte Wallern den Rückstand auf 1:2 verkürzen, aber nicht ausgleichen.
Der SV Wallern wurde 1972 in Wallern an der Trattnach gegründet. Nach dem Einstieg einens Finanziers in Form des heutigen Namenssponsors 1992. Nach dem Aufstieg aus der 2. Klasse Mitte 1994/95 begann man einen stetigen Aufstieg bis zur höchsten oberösterreichischen Spielklasse, der Oberösterreich-Liga, in der man von 2002/03 bis 2006/07 spielte. Auf den Abstieg 2007 folgte ein kompletter Neustart in der untersten Spielklasse, der 2. Klasse Mitte Ost, denn Wallern war mit dem FC Pasching eine Spielgemeinschaft eingegangen, damit Pasching, die gerade ihre Bundesligalizenz an das Jörg-Haider-Steuergeld-Millionengrab Kärnten verkauft hatten, den Platz in der 2. Landesliga übernehmen konnte und nicht selbst in der 2. Klasse starten musste. Die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft Pasching/Wallern – in der Folgesaison wieder FC Pasching – wurde mit 21 Punkten Vorsprung Meister und stieg in die OÖ-Liga auf. Die zweite Mannschaft – in der Folgesaison wieder SV Wallern – gewann die 2. Klasse Mitte Ost ohne Punkteverlust. Per Saisonende wurde die Spielgemeinschaft wie vereinbart aufgelöst und Wallern marschierte im schnellstmöglichen Tempo durch bis man 2012/13 die Regionalliga Mitte erreicht hatte. In der dritthöchsten Spielklasse spielte Wallern bis 2015/16, seither ist man in der Oberösterreich-Liga. Zur nächsten Saison 2019/20 wird Wallern mit dem ASV St. Marienkirchen/Polsenz eine Spielgemeinschaft bilden.
Im ÖFB-Cup spielte Wallern 2014 in der zweiten Runde im Paschinger Waldstadion gegen Rapid (0:1).
Das Spielfeld des Sportplatzes von Wallern wurde 2003 mit einem Kunstrasen versehen, da man besonders im Frühjahr immer mit den Folgen schlechter Witterungsbedingungen zu kämpfen gehabt hatte.

Tornados spezial, 43



Rezension


Tornados spezial
Ausgabe 43
100 S.










Anlässlich der Polizeischikane des Rapidkessels nach dem Marsch zum Dezember-Auswärtsderby wurden Fanmärsche medial skandalisiert. Die Tornados beschäftigen sich in den schon traditionell hervorragenden historischen Betrachtungen ihres Fanzines mit der Geschichte von Fanmärschen (seit Aufkommen der Ultràbewegung Corteo genannt) bei Rapid und ihrem Wandel von den siebziger Jahren bis in die Gegenwart. In einem weiteren interessanten historischen Artikel geht es um die Geschichte der gesperrten Rückennummern bei Rapid. Laurin Rosenberg vom Rapideum erzählt in seinem mittlerweile ebenso schon traditionellem Beitrag im Heft über seinen persönlichen Zugang zum Rapid-Museum sowie dem Sinn und Zweck dieser Arbeit.

In den Besuchsberichten bei den Freunden von Ferencváros ist der Abenteuerbericht von David herauszustreichen, der nach dem Nachtdienst volley zu eim Cupspiel in einem ostungarischen Dorf werktags 12:00 Uhr vor erwartungsgemäß sonst schütterem Besuch fuhr. „Ein absolut sinnloses Spiel in der tiefsten ostungarischen Pampa – genau meins!“ freute er sich und kam schließlich mit neuem Wissen zurück: „Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es tatsächlich unattraktivere Bewerbe als den österreichischen Cup gibt.“ Den Informationsmehrwert, den nur Fanzines liefern, bietet das TR spezial mit einem Hintergrund zum Fankurvenboykott nach Sponsorumbenennung von Videoton in Székesfehérvár. Weiters im Heft gibt es Berichte von diversen Aktivitäten und der Hauptversammlung des SK Rapid sowie die wieder in epischer Breite in je einem Foto abgebildeten „Nebendarsteller“ der Rapidspiele: Gegnerische Fankurven.

Auf die Rapid-Pflichtspiele in der Herbstsaison 2018 wird in gewohnter Manier mit einigen Bilder aus dem großen Fotoschatz der Gruppe und Texten zum jeweiligen Spiel und dem Drumherum eingegangen. Im Moment strudelt sich Rapid ab, um über hinterfragenswerte Play-off-Spiele einen Platz für die hochsommerlichen Qualifikationsrunden der Europa League zu ergattern. Europacupspiele sind immer Höhepunkte im Fanleben und das wird auch beim Lesen dieses Hefts wieder klar. Vor allem die Auswärtsfahrten sind etwas Besonderes. Neben den Spielen werden die Reisen selbst und die jeweiligen Zielorte hier einer ausführlichen Betrachtung gewürdigt. Die Städte, zu denen die Europacupreisen hinführten, werden im Heft näher vorgestellt. „Es ist uns einfach wichtig, uns mit den Reisedestinationen auseinanderzusetzen und wir möchten dieses Wissen auch mit euch teilen.“ heißt es im Vorwort. Genauso halte ich es ja auch und daher ehrt und freut es mich, wenn ich dafür Anlass gab: „Inspiriert hat uns hierbei natürlich das Sammelsurium unseres Freundes Brucki, welcher in seinem Blog noch ausführlicher über die einzelnen Städte berichtet. Brucki hat uns in dieser Ausgabe auch wieder mit einigen Fotos ausgeholfen – danke hierfür!“ Sehr gerne geschehen!

Mittwoch, 22. Mai 2019

Vienna – Elektra 1:2 (0:2)

Wien, Toto-Cup, Finale, 22.5.2019
Ernst-Happel-Stadion, 1.100

Im Finale des Wiener Toto-Cups unterlag die Vienna dem eine Klasse höher spielenden Stadtligisten Elektra. Zwei schnell hintereinander folgende Tore binnen Minuten in der ersten Hälfte entschieden das Match. In der Schlussphase setzte die Vienna einige Akzente, aber der Anschlusstreffer fiel erst in der 90. Minuten und damit zu spät.
Der Vienna-Anhang machte gute Stimmung und supportete seine Mannschaft. Zur Melodie von „Dschinghis Khan“ wurde „I-I-Ibiza“ gesungen. Ein Spruchband „We're going to Ibiza“ wurde ihnen vom Ordnerdienst am Eingang abgenommen, weil es laut Wiener Fußballverband „politisch-rassistisch“ wäre. Die Vienna-Fans waren über die Prater-Hauptallee gemeinsam zum Stadion marschiert.
Zuletzt hatte die Vienna hier im Prater vor 22 Jahren ein Finale gespielt, im ÖFB-Cup-Finale verlor sie ebenfalls 2:1 gegen Sturm Graz. Die Vienna ist aber auch schon Titelträger im Wiener Toto-Cup, allerdings hatte ihn nicht die Kampfmannschaft des damaligen Regionalligisten, sondern die U23 der Vienna 2007 gewonnen. Die Elektra hatte den Cup 2017 gewonnen.
In den Semifinalspielen hatten die Vienna gegen den FavAC gewonnen und die Elektra gegen Donaufeld.
Vor dem Toto-Cup-Finale gab es als Vorspiel traditionell das DSG-Cup-Finale in dem die SG Südtirol 07 trotz Fanunterstützung („Forza Ragazzi!“) gegen einen Verein mit Sponsornamen verlor.