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Samstag, 16. Mai 2026

Blau-Weiß Linz – GAK 0:3 (0:1)

Bundesliga, Unteres Play-off, 10. Runde, 16.5.2026
Donauparkstadion, 5.595

Im direkten Duell wurde der Bundesliga-Abstieg entschieden. Spannender konnte es nicht sein. Drei Saisonen war Blau-Weiß Linz erstmals zurück in der Bundesliga und muss nun wieder hinunter in die zweite Liga. Blau-Weiß Linz musste als Tabellenletzter gegen den vorletzten GAK gewinnen, denen auch ein Remis gereicht hätte. Schon in Minute 6 fiel das 0:1 und auch nach der Pause erzielte der GAK wenige Minuten nach Wiederbeginn ein Tor. Das zuletzt heimstarke Blau-Weiß, die zuvor alle Heimspiele im Play-off gewonnen hatten, hatte zwar Chancen, doch die Nerven schienen nicht mitzuspielen. Es reichte nicht und am Ende ging das Spiel 0:3 aus.
„Heute kein Erbarmen – eure Stimme muss versagen!“ motivierte ein Spruchband am Kurveneingang den blau-weißen Anhang und auch die Mannschaft wurde nach dem Aufwärmen am Spielfeld mit Motivationsansprache adressiert. Mit Pyro-Intro über die ganze Tribünenlänge leitete man hier das Spiel ein und sang für Blau-Weiß. Gratulation ging von Pyromanen und Blauhelmen an die befreundeten Ultras Regensburg zu deren 25-jährigen Jubiläum. Doch man musste das Scheitern sehen. Kurze Aufregung gab es Mitte der zweiten Hälfte nur um einen Becherwurf von den Rängen. Die in den letzten Spielminuten am Spielfeldrand postierte Polizei hatte aber nichts zu tun. Am blau-weißen Fanblock hingen zum Schluss nicht mehr Fanklub-Transparente und Gruppenfetzen sondern über dem Stahlstadt-Kollektiv-Banner „Getragen von grenzenloser Unbeugsamkeit“ als Botschaft und Versprechen „Liebe kennt keine Liga / der SKV kommt wieder!“
Mit rot-weißem Pyro-Intro startete der GAK-Block um die Society Graz ins Spiel. Hier hatte es ja zuletzt einen Aufsehen erregenden Hinauswurf des RED FIRM Supporters Club aus der Kurve gegeben. Der volle Block konnte schon früh über die Führung jubeln. Spruchbänder sandten dem schwer erkrankten GAK-Fan Patrese Genesungswünsche, freuten sich über den Zweitligameistertitel der Freunde von Čelik Zenica („Čelik Šampion“ / „Meister Čelik“) und der Rote Westen lud den zuvor lange Jahre für Blau-Weiß Linz aktiven GAK-Sportdirektor Tino Wawra zur Feier der Erstklassigkeit zum Trinken (im regionalen Sprachgebrauch „sprühen“) ein. „Nur mehr GAK!“ und „Super Rote!“ bejubelte der GAK-Fanblock am Ende mit seiner Mannschaft den nach harter Saison geschafften Erfolg.
Von außerhalb des Stadions krachte ein Feuerwerk, das man dem Linzer Stadtrivalen LASK zutrauen kann. Im Stadion ertönte aus dem Lautsprechern die Hymne zur Wiederauferstehung 1997 Immer wieder geht die Sonne auf.

Samstag, 4. April 2026

GAK – Blau-Weiß Linz 2:1 (1:0)

Bundesliga, Unteres-Play-off, 3. Runde, 4.4.2026
Stadion Liebenau, 6.327

Wichtiges Spiel im Unteren Play-off. Vor der Länderspielpause hatte der GAK auswärts Wattens 5:1 abgeschossen und begonnen, sich in der unteren Tabelle nach oben statt Richtung Abstieg zu orientieren. Der FC Blau-Weiß Linz kam mit Moralinjektion nach dem Sieg nach Rückstand gegen Ried, der Hoffnung im Abstiegskampf gab. Aber noch ist in der Liga oben wie unten alles durch wenige Punkte getrennt eng beinander. Der GAK begann spielbestimmend, hatte Chancen und ging aus einem Elfmeter in Führung. Nach der Pause waren die blauen Linzer aber aktiver und wer sonst als der eingewechselte Ronivaldo erzielte den Ausgleich für sie. In einer danach offenen Partie hatten die roten Grazer mit einem abgefälschten Weitschuss-Tor zum 2:1 das glücklichere Ende. Der Torschütze lief sofort zum Auswärtssektor und jubelte dort mit Herz-Zeichen zu den Gästen. So eine Provokation sieht man auch selten. Blau-Weiß-Spieler drängten ihn weg und GAK-Spielern zogen ihn weg. Als im der Schiedsrichter regelkonform Gelb zeigte, lief er erst richtig heiß und konnte von Mitspielern nur allmählich beruhigt werden. Da stand eigentlich die zweite gelbe Karte und damit Gelb-Rot im Raum.
„Egal wie dunkel der Kanal, wir kämpfen uns heraus“ stand zu Spielbeginn an der GAK-Kurve. Inmitten einer nächtlichen Straßenszene war ein Kanaldeckel zu sehen, der mit Konkurs (vier Konkurse des GAK 2007 bis 2012), Abstiegskampf (die Lage seit dem Bundesligaaufstieg) und Dornbirn (2023 verpasste der GAK vor tausenden mitgereisten GAK-Fans auf der Birkenwiese den nahen Aufstieg. 2025 schied man dort in der ersten Cuprunde sang- und klanglos aus) mit Schlagworten beschriftet war, die im GAK-Gemüt mit Schrecken verbunden sind. Aus dem Kanaldeckel stieg Rauch empor. Hervor kamen hochgezogene Ninja Turtles. In einer seit 1984 erscheinenden US-amerikanischen Comicserie leben diese in der Kanalisation von New York und kommen in der Nacht hervor, um Abenteuer zu bestehen. „Keiner kann uns stoppen. GAK!“ und weitere Gesängen erschallten immer wieder von Pyro begleitet aus der Kurve.
„Drei Punkte ins Nest!“ forderte die Choreographie im blau-weißen Auswärtssektor. Jahreszeitlich passend am Osterwochenende. Ein großer Pyromanen-Osterhase, stilecht mit Fischerhut und Bauchtasche, hatte die entsprechenden drei SKV-Eier für das Osternest. Bunte Luftballons im Sektor boten den Ostereier-Hintergrund. „Schalala, VÖEST Linz!“ feierte der mit gut 700 Leuten sehr zahlreiche Gästemob den zwischenzeitlichen Ausgleich, hatte auch ordentlich Pyro und machte Stimmung.
Der GAK setzte sich vom Abstieg ab und kann auch schon an das Europacup-Playoff denken. Ein bitterer Abend für Blau-Weiß, immerhin blieb aber der Abstand von vier Punkten aufgrund der parallelen Niederlage des WAC bestehen.