Samstag, 28. Juli 2018

Bayern Hof – ATSV Erlangen 3:1 (1:0)

Deutschland, Bayern, Bayernliga Nord, 4. Spieltag, 28.7.2018
Stadion Grüne Au, 638

Klar und deutlich gewann die SpVgg Bayern Hof gegen den Bayernliga-Aufsteiger ATSV Erlangen. Der Führungstreffer fiel erst kurz vor der Pause, dennoch war der Hofer Sieg ungefährdet. Auch wenn die Gäste nach dem Ehrentor nach einer Stunde Spielzeit am Schluss eine Offensive starteten.
„FC Britannia, olé olé“ sangen die Heimfans u.a., was mit der Gründungsgeschichte des Vereins zusammenhängt.
Die Spielvereinigung Bayern Hof wurde 2005 durch Fusion des ehemaligen Zweitligisten FC Bayern Hof mit der SpVgg Hof in der oberfränkischen Stadt Hof im Nordosten Bayerns gegründet. Der FC Bayern Hof wurde 1910 als Ballspielclub Hof gegründte und nannte sich ab 1911 Britannia Hof. 1914 benannte man sich aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und des nunmehrigen britischen Kriegsgegners in Bayern Hof um. Als Regionalligist spielte man 1967, 1968 und 1972 in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga, blieb aber in der zweitklassigen Regionalliga Süd. 1974 bis 1978 spielte man in der neugegründeten 2. Bundesliga Süd. Man stieg dann schnell weiter ab und spielte bis zur Fusion 2005 in der Bayernliga oder Landesliga. Mit der Fusion mit dem 1893 als Fußballabteilung im TV Hof von 1861 gegründeten kleineren Fußballverein aus Hof, dem ehemaligen Bayernligisten SpVgg Hof, wurde aus dem „kleinen FC Bayern“ FC Bayern Hof 2005 die SpVgg Bayern Hof. 2012 bis 2014 und 2016/17 spielte man zuletzt in der viertklassigen Regionalliga Bayern, seit 2017 wieder in der Bayernliga (Nord).
In der Saison 1966/67 spielte mit Hans-Georg Tutschek ein Ex-Rapidler beim FC Bayern Hof.
Das Stadion Grüne Au wurde 1913 im Stadtviertel mit dem schönen Namen Fabrikvorstadt in Hof eröffnet. Der FC Bayern Hof baute seine Spielstätte über die Jahrzehnte sukzessive zum reinen Fußballstadion aus. 1949 wurde die hölzerne überdachte Sitzplatztribüne im Norden gebaut (1.335 Sitzplätze) und 1969 die anfangs noch unüberdachte Neue Tribüne (800 Sitzplätze) im Süden. Mit den vielen Stehplätzen ergibt sich heute eine Kapazität von 8.100 Plätzen. Mehr als doppelt soviele Leute drängten sich hier 1961 in der Oberliga Süd gegen den späteren deutschen Meister 1. FC Nürnberg (18.300) und 1968 beim Bundesliga-Aufstiegsrundenspiel gegen Rot-Weiss Essen (19.100).

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