Samstag, 28. September 2019

Wiener Neustadt – Rapid II 0:1 (0:0)

Regionalliga Ost, 9. Runde, 28.9.2019
Wiener Neustadt Arena, 1.945

Im Eröffnungsspiel des neuen Wiener Neustädter Stadions gewannen die Rapid-Amas dank eines Tors von Daniel Markl. Die Amas hatten sich gegen die motivierte Heimmannschaft schwer getan. In der zweiten Hälfte klappte es besser, auch eigene Akzente im Spiel zu setzen.
Als Vorspiel hatte hier am Nachmittag bereits das Meisterschaftsspiel der SC Wiener Neustadt Amateure gegen den SC Felixdorf in der Gebietsliga Süd-Südost sowie Showprogramm gegeben.
Die neue Wiener Neustadt Arena wurde seit 2018 neben dem Veranstaltungszentrum Arena Nova für 12 Mio. € errichtet. Als Erweiterungsbau für die dortigen Eventmöglichkeiten sollen hier Konzerte und andere Freiluftveranstaltungen stattfinden. Eine Hintertorseite ist daher für den Bühnenaufbau freigehalten. Ein Teil der Finanzierung des Neubaus erfolgt durch den Verkauf des 1955 eröffneten alten Wiener Neustädter Stadions, das abgerissen werden wird. Dort werden ab 2021 Wohnbauten entstehen. Hätte der SC Wiener Neustadt 2018 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft, wäre das neue Stadion bundesligatauglich gebaut worden. So hat man sich mit zwei Tribünenseiten begnügt und hinter einem Tor nur eine Böschung aufgeschüttet, die bei Bedarf zu einer dritten Tribüne umgebaut werden kann. Sie ist nun mit Werbeplanen überdeckt, was an die Südstadt erinnert. Aktuell bietet das Stadion 4.000 Plätze. Die nicht überdachte Gegentribüne wurde am Eröffnungstag nicht aufgesperrt.
Nach Auffliegen eines Lizenzbetrugs zur Zweitligazulassung und dem Zwangsabstieg in die Ostliga ist die Bundesliga aber derzeit ohnehin in weite Ferne gerückt. Der SC Wiener Neustadt wurde 2008 durch Lizenzkauf des SC Schwanenstadt als eines der ihn kurzzeitig interessierenden Funprojekte gegründet, mit denen Frank Stronach sein Geld verbrannte und Strukturen nachhaltig zerstörte. Der 1908 gegründete, traditionsreiche 1. Wiener Neustädter SC musste dafür seine Existenz nach hundert Jahren beenden und wurde 2010 auch formal aufgelöst. An ihn erinnern auch im neuen Stadion die alten Flutlichtmasten, die man in der Giltschwertgasse abgebaut und hier neu installiert hat. Die Statue aus dem alten Stadion hat man zwischen Fahrradständern am Parkplatz neu aufgestellt.

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