Donnerstag, 5. September 2013

Bengalen, Bier & Bosna, 2



Rezension


Bengalen, Bier & Bosna
Fanzine der Südtribüne Steyr
Ausgabe 2, Herbst 2013
72 S.






Nach der Erstlingsausgabe im Vorjahr erschien nun ein Jahr später die zweite Ausgabe des Steyrer Fanzines Bengalen, Bier & Bosna. Die inhaltliche Ausrichtung und Gewichtung wurde beibehalten − und das ist gut so, denn es ist so wiederum ein interessantes Heft geworden.

Den Hauptteil machen die Match-, Support- und Erlebnisberichte der Spiele von Vorwärts Steyr in der Saison 2012/13 aus, die in der Meisterschaft vom Wiederaufstieg in die Regionalliga Mitte gekrönt waren. Dem Rückschritt in die vierte Liga konnte auch Positives abgewonnen werden, „endlich wieder mal ein Sportplatz ohne Zaun oder Bande, Unterhaus pur!“ heißt es zum Auftakt. Überhaupt gibt es gerade in einem Verein, der schon einmal tot war und dann wiederbelebt wurde, eine andere Priorität neben dem sportlichen Lage: „Eigentlich mir persönlich ja egal, in welcher Spielklasse wir antreten, Hauptsache der Verein lebt und man hat eine gute Zeit.“

Zum möglichen Herausnehmen in der Heftmitte gibt es eine Foto-Doppelseite von einer schönen Choreo aus dem Herbst 2012, die vier Vereinslegenden (Daniel Madlener, Amarildo Zela, Rudi Strittich und Oleg Blochin) als Mount Rushmore zeigte. Auf der Rückseite gibt es Bilder von der größten Fanaktion des Frühjahrs, bei der die Innenwand der Fantribüne am Vorwärtsplatz in zweitägiger Arbeit in den Vereinsfarben ausgemalt und mit Südtribünen-Schriftzug versehen wurde.

Ein Highlight sind die historischen Beiträge. Hier gibt es einerseits einen Bericht (samt Farbfoto!) über die Reise einer mit Spielern der Amateure Steyr verstärkten Vorwärts-Mannschaft zu den kommunistischen Weltjugendfestspielen in Moskau 1957, mit Spielen gegen den Sudan in Kalinin (Twer), gegen eine UdSSR-Auswahl in Leningrad, gegen Metallurg in Dnipropetrovsk und Dynamo Kiew in Kiew. Reisen war damals ein Abenteuer.
Ebenfalls eine schöne Lektüre sind die alten Reiseberichte aus Fanzines der Jahre 1998 und 1999 von Auswärtsfahrten auf die Hohe Warte und nach Lustenau.

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