Donnerstag, 23. Oktober 2025
Rapid – Fiorentina 0:3 (0:1)
UEFA Conference League, Liga, 2. Runde, 23.10.2025
Weststadion, 24.641
Forza Biancoverdi. Vorwärts, Grünweiße. Das wäre der Leitspruch des Abends gewesen. Das Voranstürmen scheiterte aber am Gegner. So unwirtlich das Wetter mit Spielbeginn wurde, so humorlos ging die Fiorentina schon nach nicht einmal zehn Minuten in Führung und gewann verdient. Rapid spielte eh bemüht. Das kann man ihnen diesmal nicht absprechen. Aber mehr war das auch nicht.
Forza Biancoverdi war die Botschaft der Ultras Rapid in ihrer mehrstufigen Choreographie. „Viola, viola, vaffanculo!“ erschallte es mehrfach in Richtung der Gäste und lautstark wurde für die Rapid-Farben supportet. Dabei waren auch Grün-Weiße aus Budapest, da der Sonderzug von Ferencváros zu deren Europacupspiel bei den Dosen in Wals an der österreichisch-ungarischen Grenze von der Polizei erst lange aufgehalten und dann, wie eine rechtzeitige Ankunft in Salzburg schon nicht mehr realistisch war, zurückgeschickt wurde. Das Spiel in Wien ging sich für manche aus. Im Tornados-Block gab es feurige Solidaritätsbekundung für sie.
Rund 1200 Leute werden es im Auswärtssektor gewesen sein, darunter eine stattlich zweistellige Abordnung von Újpest. Mit denen hat man hier schon eine historische Geschichte, da ein Freundschaftsspiel der beiden Vereine 1928 zum Farbwechsel von Rot-Weiß auf Violett 1929 führte. Auf Ultras-Ebene intensivierte man den schon einige Zeit bestehenden Kontakt in den letzten Jahren. Im Unterschied zur Begegnung im Play-off zur Europa Conference League 2023, bei dem hier von der UEFA keine Fiorentina-Fans aus der Curva Fiesole (nunmehr im Heimstadion baustellenbedingt bis zumindest 2027 in der Curva Ferrovia) zugelassen waren, gab es also diesmal ein Gegenüber. Eine nicht weltbewegende „Purple Block“-Choreographie mit purpurfarbenen Zetteln und entsprechendem Rauch zeigten sie, sangen italienische Klassiker und präsentierten lang ein Spruchband für die Diffidati. Wie schon vor zwei Jahren in Florenz wurde Rapid von ihnen auch standesgemäß beschimpft.
Damals gelang ein grandioser Heimsieg und schließlich folgte ein unglückliches Ausscheiden im Rückspiel. Seither hat sich viel getan. Rapid gibt viel mehr Geld aus, für dutzende Transfers und für viel höhere Gehälter der jedes Jahr zahlreichen neuen Spieler. Ohne dass sich an den Saisonmustern mehr oder weniger etwas verändert. Im Europacup werden wir aber wohl heuer nichts reißen. Dafür haben wir jetzt schon die fünfte Pflichtspielniederlage in Serie. Im nächsten Versuch, ein anderes Ergebnis zu erreichen, geht es in der Meisterschaft zum wohl topmotivierten Aufsteiger.
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