Donnerstag, 1. April 2021

Der tödliche Pass, 99



Rezension


Der tödliche Pass
Magazin zur näheren Betrachtung des Fußballspiels
Heft 99, Februar 2021
132 S.









Mit Heft 99 stellt die Zeitschrift von Johannes John, Stefan Erhardt und Claus Melchior aus München wie angekündigt ihr Erscheinen ein. Seit Heft 50 im Jahr 2008 habe ich die Zeitschrift gelesen. Manchmal habe ich mich über für mich nicht nachvollziehbar unverständige Haltungen v.a. gegenüber aktiven Fußballfans geärgert. Öfters hingegen habe ich aus der Lektüre Interessantes erfahren und intellektuell Neues gelernt.

Zum Abschied gibt es teils persönliche Beiträge langjähriger Autoren. Vor allem aber gibt es Texte jener Sorte, welche die Stärke der Zeitschrift ausmachten. Kundig analysiert Claus Melchior die Lage von 1860 München und stellt fest: „Natürlich ist der TSV 1860 immer noch ein Investorenverein, immer noch stehen sich Verehrer und Gegner des Investors ziemlich unversöhnlich gegenüber. Weiterhin wünschen sie die Ismaik-Kritiker nichts mehr als dessen Ausstieg. Aber es geht friedlicher zu, kooperativer, zum Nutzen des Vereins.“ Jan Tilman Schwab schreibt über Fußballfilme, u.a. über Paolo Rossi. Fabian Brändle schreibt über Demut als einem seltenen Gefühl im Stadion. Der Aufruf zum Boykott der mit Tod und Blut tausender Arbeiter erkauften Weltmeisterschaften in Katar von Bernd Beyer und Dietrich Schulze-Marmeling wird abgedruckt und mit ihnen ein Interview dazu geführt. Albrecht Sonntag berichtet vom Buch des Lilian Thuram. Stefan Erhardt beschäftigt sich mit mir fernen Sphären. Die Rezensionen sind interessant.

Danke für die Lektüre.

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