Samstag, 6. Dezember 2014

11 Freunde, 157


Rezension


11 Freunde
Magazin für Fußballkultur
Nr. 157, Dezember 2014
130 S.






Mit dem Fitnesstrainer Raymond Verheijen und seinen pointierten Ansichten beschäftigt sich erneut Christoph Biermann. „Die meisten Fußballtrainer verstehen Fitness nicht, und die meisten Fitnesstrainer verstehen Fußball nicht.“ sagt Verheijen . Er nennt Beispiele von Trainern und Mannschaften mit hoher Anzahl an Muskelverletzungen, die er mehr oder weniger deutlich auf falsches Training zurückführt (Louis van Gaal und Borussia Dortmund). Er kritisiert auch Kollegen, „die Fitness als etwas betrachten, was isoliert vom Fußball existiert.“ Raymond Verheijen meint auch, dass im Profifußball generell von einem falschen Ansatz her trainiert wird und plädiert für ein intensives Training pro Tag, das dafür mit 100%, anstelle von Vormittags- und Nachmittagstraining, bei denen die Wettkampfintensität nicht erreicht wird: „90 Minuten Fußballtraining mit höchster Intensität sind genug.“

Als Stadionposter gibt es ein, leider pixeliges, Bild des Ludwigsparkstadion in Saarbücken aus dem Jahr 1985. Maja Branković beschreibt im Text dazu den Besuch hier als „Reise in die Vergangenheit“, wo es im Oval immer noch nicht wesentlich anders als in den 1950er Jahren ausschaue. Es soll nun in ein kleineres reines Fuballstadion umgebaut werden. Ein 91-Jähriger wird mit den Worten zitiert, dann nicht mehr ins Stadion zu kommen, „dafür sei ihm der alte Ludwigspark letztlich zu sehr ans Herz gewachsen.“ Ähnliche Bekundungen habe ich aus jüngerem Mund auch schon über den Neubau in Hütteldorf vernommen.

Sonst gibt es noch etwas über die aufgesetzte Globetrotters-Fußballiga in Indien, ein reines Showprodukt, das gewiss keine Nachhaltigkeit entfalten wird, sowie einen schön bebilderten Artikel über Torino-Legende Gigi Meroni.

Keine Kommentare:

Kommentar posten