Freitag, 24. August 2012

Stadio Kleanthis Vikelidis, Aris

Thessaloniki, 23.8.2012

Der Verein Aris wurde 1914 gegründet. Namenspatron ist der antike Kriegsgott Ares (Άρης) und es waren auch kriegerische Zeiten, als der Verein im soeben von Griechenland eroberten und verteidigten Stadt Thessaloniki gegründet wurde: Die beiden blutigen Balkankriege 1912/13 waren gerade vorbei und der Erste Weltkrieg stand vor der Tür. Dazu kam, daß Ares mythologisch ein Gegenspieler von Herakles war, nach dem sich Iraklis benannt hatte.
Dreimal gewann Aris die griechische Meisterschaft (1928, 1932, 1946) und einmal den Cup (1970). Der Cupsieg 1970 wurde im Finale gegen den nunmehrigen großen Stadtrivalen PAOK errungen. Zuletzt stand man 2010 im Cupfinale, begleitet von 25.000 Aris-Fans im Athener Olympiastadion.
1974 traf Aris in der ersten Runde des UEFA-Cups auf Rapid. Rapid stieg mit 3:2 (3:1 im Praterstadion) und 1:0-Niederlage in Saloniki auf.
Mit Thomas Kössler wirkte bereits von 1927 bis 1929 ein Österreicher bei Aris als Trainer. Ihm folgten 1955 Ernst Netuka (später 1967 dänischer Teamchef für acht Spiele), 1958 Carl Panagl (spielte einst beim Wiener Sportclub und bei bei Red Star) und 2002 der Ex-Rapidler Bernd Krauss.
Das heutige Stadio Kleanthis Vikelidis (Στάδιο Κλεάνθης Βικελίδης) wurde 1951 eröffnet. 1972 erfolgte eine Überdachung der Haupttribüne und 1975 kam die Fantribüne hinter dem Tor im Norden hinzu. Die unterschiedlichen Tribünen stehen eng und steil zwischen den angrenzenden Straßen und dem Spielfeld. Im Zuge der Baumaßnahmen für die Olympischen Spiele von 2004, bei denen hier trainiert wurde, wurde die Haupttribüne neu errichtet und das Stadion mit 23.220 gelb-schwarzen Plastiksitzen in den Vereinsfarben versehen.
2004 wurde das Stadion nach Kleanthis Vikelidis umbenannt, legendärer Aris-Spieler und griechischen Meister von 1932 und 1946. Vorher wurde das Stadion Gipedo Areos (Γήπεδο Άρεως) oder Gipedo Charilaou (Γήπεδο Χαριλάου) genannt. Charilaou oder Harilaou ist der Name des Stadtteils und als Stadionname immer noch gebräuchlicher.


























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