Dienstag, 1. November 2016

Eintracht Trier - Stuttgarter Kickers 1:4 (0:1)

Deutschland, Regionalliga Südwest, 18. Runde, 1.11.2016
Moselstadion, 2.235

Ein wenig zu hoch, aber nicht unverdient war der Sieg der Stuttgarter Kickers, seit Saisonbeginn mit Ex-Rapidler Lukas Königshofer im Tor. Die Eintracht Trier spielte zwar engagiert, aber fruchtlos. Ihrem Ausgleichstreffer zum 1:1 folgte fast unmittelbar darauf die erneute Stuttgarter Führung, sodass sie auch hier keim Momentum entwickeln konnten.
Im Heimfanbereich um die Insane Ultra war der Umstand ein großes Thema, dass das Spiel erneut im Fernsehen übertragen wurde. Die ursprünglich abendliche Anstoßzeit wurde für das Fernsehen auch auf den Nachmittag vorverlegt. Es gab mehrere Spruchbänder gegen das Fernsehen und einen „Scheiß Sport1!“-Wechselgesang mit dem Auswärtsblock. Dort zeigten die Stuttgarter Blauen nach der Pause auch eine Pyroshow.
Der SV Eintracht Trier 05 führt seine Geschichte auf den 1905 gegründeten Trierer Fußball-Club 1905 zurück, aus dem nach Umbenennung und Fusionen 1930 der SV Westmark Trier 05 geworden war. 1948 fusionierte Westmark mit SV Eintracht Trier 06, der über Fusionen aus dem 1906 gegründeten FC Moselland 06 entstanden war, zum heutigen Verein. Von 1976 bis 1981 spielte Eintracht Trier in der 2. Bundesliga Süd und 2002 bis 2005 in der 2. Bundesliga. 1997/98 erreichte der Regionalligist u.a. mit Siegen über Schalke und Borussia Dortmund im DFB-Pokal sensationell das Semifinale, wo man erst im Elfmeterschießen am MSV Duisburg scheiterte. Nachdem man zwischenzeitlich 2006 bis 2008 in der Oberliga gelandet war, spielt man seit 2008 bis heute in der Regionalliga.
Das Moselstadion wurde 1930 als Sportanlage „Auf der D'ham“ als Heimstätte des Vorgängervereins SV Westmark 05 eröffnet. Nachdem das Stadion in der Nazizeit nach dem Nazi Hermann Göring benannt worden war, wurde es nach Kriegsende nach dem nahegelegenen Fluss Mosel in Moselstadion umbenannt. Die Flutlichtanlage wurde 1998 extra anlässlich des DFB-Pokal-Semifinalspiels gegen den MSV Duisburg errichtet. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundeslifga 2002 wurde renoviert, die Haupttribüne an den Seiten mit Stahlrohrtribünen angestückelt und die Gegentribüne überdacht. Heute hat das Stadion eine Kapazität von 10.256 Plätzen. Beim Rekordbesuch, einem Oberligaspiel gegen Kaiserslautern 1953, drängten sich 23.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Oval.
Es wurde auch die Stadt Trier besichtigt.

Kommentare:

  1. Franz Altenberger5. November 2016 um 12:28

    Hallo Brucki! Toller Bericht, jetzt habe ich auch die Stadionuhr entdeckt die mir beim Spiel verborgen blieb :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke! Ja, die Uhr ist nicht von überall gleich zu sehen. :-)

      Löschen
  2. Stuuuuttgart, Linz und Regensbuuuurg

    AntwortenLöschen