Posts mit dem Label Oberperfuss werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Oberperfuss werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 25. September 2022
Oberperfuss – Wacker Innsbruck 2:1 (1:1)
Tirol, Tiroler Liga, 10. Runde, 25.9.2022
Sportplatz Oberperfuss, 840
Absteiger FC Wacker Innsbruck verlor in der Tiroler Liga gegen Aufsteiger Oberperfuss. Dabei waren die Innsbrucker als Favorit früh in Führung gegangen. In der letzten Viertelstunde spielte Oberperfuss in dieser Matinée am Sonntagvormittag nach einer gelb-roten Karte nur mehr zu zehnt, konnte aber in Unterzahl das Siegestor erzielen und gewinnen.
Hinter einem Tor hatte die Tivoli Nord Aufstellung genommen und supportete am Morgen nach der (nachgeholten) 30-Jahres-Feier der Verrückten Köpfe mit Gesängen, Fahnen und Doppelhaltern. wacker unser. schickte mit dem Spruchband „Nieder mit der Repression in Ibk, Leipzig und überall!“ solidarische Grüße an die Fanszene von Chemie Leipzig, die wieder unter unglaublichen Polizeischikanen zu leiden hat, und thematisierte mit „Rebellisch bleiben, Kernmitglied aus dem Verein vertreiben!“ auch an diesem Tag erneut die Investoren-Problematik bei Wacker Innsbruck.
Etwas schwarzer und grüner Rauch stieg aus dem Wacker-Fansektor auch auf. Unerwartet kam hingegen die blau-weiß-blaue Rauchwand von Oberperfusser Seite. Zum „Oktoberfest“ hatte man am Sportplatz Tische blau-weiß gedeckt und Girlanden in den Farben Bayerns aufgehängt, die passenderweise mit den blau-weißen Oberperfusser Vereinsfarben übereinstimmen. Der Aufforderung „Dirndl & Lederhose erwünscht!“ in der Matchankündigung folgte ein geringer Teil des Publikums, darunter aber als Aushängeschild der Platzsprecher. Bemerkenswert ist auch das „Forever Blowing Bubbles“-Transparent, das vom größten (einzigen?) hiesigen Fan von West Ham United stammt.
Die Sektion Fußball des SV Oberperfuss wurde 1968 gegründet. Bereits 1933 war der Sportverein gegründet worden. Er bestand aber anfangs nur aus der Skisektion, die in der Nachkriegszeit um andere Sportarten ergänzt wurde. 2015 hat man den Fußball als eigenständigen Verein ausgegliedert. Vor der Sektionsgründung 1968 war einige Jahre in einer „wilden Liga“ auf diversen Plätzen wie am Birkeben (mitten im Wald) gespielt worden. Nach dem Einstieg in die Meisterschaft 1970/71 trug man die Spiele in Kematen und Völs aus bevor 1972 der erste richtige Fußballplatz fertiggestellt war. 2002/02 bis 2008/09 spielte man nach zwei Jahrzehnten in der Landesliga West 1982/83 bis 2001/02 als Tabellenzweiter erstmals in die Tiroler Liga auf. Als Meister der Landesliga West 2021/22 kehrte Oberperfuss diese Saison in die Tiroler Liga zurück.
Oberperfusser Trainer ist der erfolgreichste Fußballer von hier, Helmut Lorenz. Als Mittelfeldspieler hatte er 1992/93 für den FC Tirol in der Bundesliga, 1993/94 bis 1996/97 für den LASK in Liga Zwa und Bundesliga und 1997/98 nochmal für die Austria Lustenau in der Bundesliga gespielt sowie davor und danach für Wattens in der 2. Liga.
Am Sportplatz der 15 km westliche von Innsbruck liegenden Gemeinde Oberperfuss wurde 2006 das neue Kabinengebäude eröffnet. Sehenswerte historische Wimpel sind in der Kantine zu sehen. Eine sehr gut gemachte Zeitleisten-Tafel informiert im Eingangsbereich über die Geschichte des SV Oberperfuss.
Montag, 14. Juni 2021
Fritzens – Oberperfuss 1:13 (0:6)
Tirol, Landesliga West, 13. Runde, 14.6.2021
Sportplatz Fritzens, 20
„Sportlich – Verrückt – Fanatisch“ schreibt man beim SV Fritzens das Kürzel SVF aus. Im Match gegen den SV Oberperfuss setzte es eine heftige Niederlage. Das Spiel war ursprünglich für Samstag angesetzt gewesen und wurde dann auf den Montag verschoben. In Tirol wurden die noch ausständigen Spiele der Hinrunde am Wochenende ausgetragen, um eine Wertung der Meisterschaft durchführen zu können. Durch bereits beschlossene Aufstockung der Regionalliga Tirol muss aus der Landesliga West nur der Tabellenletzte absteigen, wodurch Fritzens bereits vor diesem letzten nachzutragenden Spiel der Hinrunde den Klassenerhalt fixiert hatte. Oberperfuss erreichte mit dem Kantersieg durch das bessere Torverhältnis noch den dritten Tabellenplatz.
Der SV Fritzens wurde 1963 in der Unterinntaler Ortschaft Fritzens gegründet. 1964/65 begann man im Meisterschaftsbetrieb des Tiroler Fußballverbands teilzunehmen. Die größten Erfolge waren die Saisonen in der jeweils viertklassigen höchsten Spielklasse Tirols, 1977/78 und 1978/79 in der Tiroler Landesliga sowie 1985/86 und 1986/87 in der Tiroler Liga. Seit dem Wiederaufstieg von der 1. Klasse Ost 2015 bis in die fünftklassige Landesliga 2017 mit drei Aufstiegen hintereinander – „die sensationellen Jahre“ werden hier mit einem Plakat gewürdigt – spielt Fritzens nunmehr in der Landesliga Ost (2017/18) oder West (seit 2018/19).
Die Sportanlage wurde zum 40-jährigen Jubiläum 2003 um einen Trainingsplatz erweitert. Das Klubhaus wurde zum 30-jährigen Jubiläum 1993 fertiggestellt. Durch die Lage des Sportplatzes direkt neben der Strecke der Unterinntalbahn kann man hier neben dem Fußballspiel auch zahlreiche vorbeifahrende Züge betrachten. Fritzens ist seit 1899 Standort des Industriebetriebs Tonwerk, in dem Ziegel produziert werden, und als Nachbarort von Wattens auch von der dortigen Papierfabrik und dem Swarovski-Werk geprägt.
Abonnieren
Posts (Atom)

















































































