Mittwoch, 22. April 2026

Rapid – Hartberg 0:2 (0:1)

Bundesliga, Oberes Play-off, 6. Runde, 22.4.2026
Weststadion, 18.420

Heimniederlage. Das übliche Resultat gegen den TSV Hartberg. Drei Siege und drei Unentschieden stehen hier nun sechs Niederlagen in der Bundesliga gegenüber. Insgesamt, inklusive der ÖFB-Cupspiele gegen den teilweise Zweitligisten, ist die Heimbilanz gegen sie mit fünf Siegen, drei Remis und sieben Niederlagen ebenfalls negativ. Mit neun Niederlagen und sechs Remis in 24 Bundesligaspielen auswärts und daheim, also Punkteverlust in zwei Drittel der Spiele, ist Rapid seit Jahr und Tag ein wesentlicher Punktelieferant für den Turn- und Sportverein Hartberg.
Viermal vors Tor gekommen. Vier Tore geschossen. Vier Punkte gegen Rapid geholt. Vier Punkte, die Rapid hätte holen können. Effizienter als die Hartberger gegen Rapid in diesen zwei Spielen in der 2:2 in der Hinrunde des Play-offs am Sonntag und hier am Mittwoch kann man nicht spielen. Bolla vergab einen Elfmeter und eigentlich hätte Rapid dem Spiel entsprechend 2:0 zur Pause führen müssen. Stattdessen 0:1 und eine ideenlose zweite Halbzeit, die mit dem 0:2 bestraft wurde. Tabellenplatz 4 ist in der Gesamtbetrachtung der Saison immer noch weit über dem Niveau der Leistungen der teuersten Spieler der Rapidgeschichte. Ob wir ihn halten können, werden die nächsten vier Runden zeigen.
Nach drei Spielen Verbot war es erstmals wieder ein Heimspiel mit vollem Block West. „Rapidler“ schrieben die Ultras Rapid zu Spielbeginn mit großen Doppelhaltern in ein grün-weißes Fahnenmeer auf der Tribüne. Mit Auf und Nieder gestaltete man „Magischer SCR“. Die Botschaft „Per un calcio giusto e popolare“ (für einen Fußball, der fair und für das Volk da ist) ist derzeit überall in ganz Italien zu sehen. Viele Gruppen und Szenen sammeln dort in formellem Verfahren Unterschriften für das mit dieser Forderung an den Senat der Italienischen Republik gerichteten Begehren zur parlamentarischen Behandlung. Die Punkte reichen vom Verbot für B-Mannschaften im Meisterschaftsbetrieb über Eintrittspreisbegrenzungen, sinnvolle Stadionregeln, Möglichkeit des Besuchs von Auswärtsspielen, Ende der massenhaften willkürlichen Stadionverbote ohne richterlicher Kontrolle bis zur Forderung nach Transparenzregeln für Klubeigentümer und dem Verbot für sie, mehrere Fußballvereine zu besitzen und damit Interessenkonflikte heraufzubeschwören. Weitere Spruchbänder gratulierten zum zwanzigjährigen Bestehen des beliebten Hütteldorfer Würstelstands Würsteleck und einem Neuankömmling auf der Welt.

Dienstag, 21. April 2026

Blau-Weiß Linz – WAC 3:0 (1:0)

Bundesliga, Unteres Play-off, 6. Runde, 21.4.2026
Donauparkstadion, 5.595

Blau-Weiß Linz schafft den Sprung weg vom Tabellenende. Seit Ende November war Blau-Weiß Linz fünf Monate bzw. 13 Runden lang am letzten Tabellenplatz gelegen. Mit weiter nur zwei Punkten Abstand waren beide nach dem 0:0 im Hinspiel am Wochenende in die Partie gegangen, wobei die Vorzeichen gegen den regierenden ÖFB-Cup-Sieger WAC sprachen, der mit einer elf Meisterschaftsspiele dauernden, trainerübergreifenden Serie an Spielen ohne Sieg nach Linz kam. Ein ehemaliger WAC-Spieler brachte Blau-Weiß in Führung. Nach der Pause fielen in der zweiten Hälfte das 2:0 aus einem Freistoß und das 3:0 in der Nachspielzeit zu einem verdienten Sieg von Blau-Weiß Linz.
„Blau-Weiß Linz, du bist mein Verein, und nua dass das waaßt, füa ka Göd da Wöd, gangat i zum LASK“ donnerte es in den letzten Minuten aus dem Fanblock und auf den Längsseiten erhoben sich die Leute zu stehenden Ovationen, bis dann die Stimmung zum Torjubel zum 3:0 in der Nachspielzeit nochmals explodierte. Mit „Ja, wenn die Blauen einmarschieren“ und „Auf geht's Voestler, schießt ein Tor!“ hatte die dem Sechspunktespiel entsprechend hörbar motivierte Tribüne begonnen. „Jetzt samma endlich Bundesliga, traman von Europa, und da zweit'n Meistaschoft. Doch am Ende zöht die Liebe, egal in wöcha Liga, weil Unbeugsame geben nie auf.“ sangen sie u.a. zur Melodie von Du entschuldige, i kenn di. Der FC Blau-Weiß Linz ist seit 2023/24 erstmals zurück in der Bundesliga und hat nun wieder mit einem Punkt Vorsprung auf den Abstiegsplatz Oberwasser. Der seit 2012/13 in der Bundesliga spielende WAC ist jetzt Abstiegsfavorit. Aber vier Runden stehen noch aus.