Bundesliga, 2. Runde, 9.8.2026
Stadion Ried, 6.695
Rapid gewann zwischen zwei Europacupspielen auswärts in Ried. Das war nicht immer so. Wie vorige Woche ging Rapid früh in Führung. Ein Tor von Horn, der das zweite Tor für Rapid und das zweite Tor seiner Karriere insgesamt schoss. Es ging hin und her und nach einigen gefährlichen Rieder Chancen, die Hedl halten musste, erzielte auch Ex-Rapidler Schwab den Ausgleich kurz vor der Rapidviertelstunde. Wenige Minuten später traf aber Haidara in der Rapidviertelstunde zum 2:1-Auswärtssieg für Rapid.
„Wir bleiben unseren Wurzeln treu“ schrieben die Ultras Rapid in den Rapid-Gründungsfarben Blau-Rot an den Gästesektor. In Blau und Rot war auch der Sektor mit Überziehern gekleidet und in der Mitte zeigte man das historisch erste Rapidwappen. Zu Spielbeginn gab es in blau und rot eine große Menge Konfetti, was ein dichtes, schönes Bild ergab. Die Überzieher wurden dann noch zu lautstarkem Support geschwenkt. Großes Thema war der plötzliche Tod von „Salzi“ am Weg zum Europacup-Auswärtsspiel am Donnerstag. Wie dort gab es in Minute 12 für ihn eine Trauerminute und seine Freunde der SAF zeigten für ihn das Spruchband „Auf dem Weg zu Rapid aus dem Leben gerissen / Salzi, wir werden dich vermissen!“ Mit der danach gesungenen alten rapid-Hymne ein starker Moment. Weitere Gedenkspruchbänder kamen im Rapidblock von Lords („Ruhe in Frieden Salzi!“), Ultras Rapid („Ruhe in Frieden Florian“) und seiner Partie („Salzi – immer mit uns!“). Richtig emotional wurde es nach Spielende, als die Mannschaft den zweiten Teil des SAF-Spruchbands zeigte und vor allem, als die Angehörigen des Verstorbenen noch vor den Sektor kamen und ihnen von Vertretern der Mannschaft und des SK Rapid kondoliert wurde. „Ehre allen verstorbenen Ultras!“ skandierte der Block und alle Rapidlerinnen und Rapidler auch im Nebensektor applaudierten für Salzi.
Als starkes Zeichen gab es auch auf Rieder Seite von den Supras zur Minute 12 ein Spruchband („Ruhe in Frieden Salzi!“) und die Rieder Westtribüne stellte für die Trauerminute(n) ebenfalls ihren Support ein.
Seit Eröffnung des neuen Rieder Stadions 2003 umfasste der Gästesektor rund 550 Stehplätze. Dies ist weit unter der geforderten Kapazität von 10%, da dies aber auch andere Vereine so handhabten und aufgrund der Struktur der Bundesliga mit wenigen Vereinen mit einer größeren Anzahl an Fans, bestand das über zwei Jahrzehnte so. Nachdem die österreichweite Situation zuletzt problematisiert worden war und in Ried auch ein Neubauprojekt des Stadiongebäudes mit neuen VIP-Räumen in Angriff genommen wurde, hat man in der Sommerpause den Gästesektor um einen Zusatzsektor mit weiterem Zaun vergrößert. Hunderte weitere Rapidlerinnen und Rapidler waren wie gewohnt in den Nebensektoren, sodass es insgesamt weit über tausend waren.
















































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