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Donnerstag, 6. August 2026

Paide Linnameeskond – Rapid 1:4 (1:1)

UEFA Conference League, 3. Qualifikationsrunde, Hinspiel, 6.8.2026
Lilleküla staadion, 5.569

Nicht überzeugend, aber gewonnen. Ein Elfmeter brachte Rapid schon nach fünf Minuten in Führung. Danach war aber sehr viel Leerlauf. Erst in der Rapidviertelstunde wurde aus dem 1:1 noch ein 4:1-Sieg.
„Ruhe in Frieden, Salzi“ zeigte die SAF in Minute 12 für einen auf der Anreise nach Estland tragisch plötzlich verstorbenen Freund. Die Mannschaft spielte auch mit Trauerflor in seinem Gedenken. Ein kompakter Block West unterstützte Rapid in Estland.
„Paide“-Sprechchöre gab es von Heimfans zu hören.
Paide Linnameeskond aus der Stadt Paide wurde 1990 im wieder unabhängig gewordenen Staat Estland gegründet und spielt seit 2009 in der estnischen Meistriliiga erstklassig. Zuletzt waren sie 2025 (Jahresmeisterschaft) darin Tabellenvierter. Größter Erfolg war der estnische Cupsieg 2021/22 (Saisonmodus). Zum dritten Mal nach 2022/23 und 2024/25 haben sie nunmehr 2026/27 die dritte Europacup-Qualifikationsrunde erreicht. In der ersten Runde hatten sie heuer den litauischen FC Hegelmann und in der zweiten Runde den aserbaidschanischen FK Zirə ausgeschaltet.
Paide Linnameeskond hatte ich vor zwölf Jahren hier im Stadion bereits spielen gesehen, damals als Auswärtsmannschaft in einem estnischen Meisterschaftsspiel zu Gast beim Heimverein FC Flora. Das vor 25 Jahren eröffnete Lilleküla staadion hat sich seither etwas verändert, da die Tribünen 2016 bis 2018 vergrößert und die Hintertorseite überdacht wurde. Es war an diesem Abend auch deutlich besser besucht. 2014 war ich hier einer von 284 Zuschauerinnen und Zuschauern. 5.569 Leute ist für ein Fußballspiel in Estland eine überraschend beachtliche Zahl.
Bereits beim ersten Besuch hatte ich 2014 die Stadt Tallinn besichtigt. Die Anreise zum nunmehrigen Spiel erfolgte mit dem Schiff von Helsinki nach Tallinn.

Montag, 25. August 2014

Flora - Paide Linnameeskond 3:0 (1:0)

Estland, Meistriliiga, 26. ring, 23.8.2014
Lilleküla staadion, 284

Wie am Nachmittag begann auch dieses Match mit einem Tor in der ersten Minute. Diesmal traf allerdings die Heimmannschaft. Dem Spiel tat das frühe Tor für den Favoriten nicht gut.
Zu Spielbeginn war der Heimsektor noch ein kleines Häuflein. Aber nachdem alle etwa zur Mitte der ersten Halbzeit eingetrudelt waren, legte der Viies Sektor einen für die Verhältnisse ordentlichen, wenn auch nicht sehr abwechslungsreichen Support hin. Sie peppten damit die Atmosphäre im leeren Stadion jedenfalls auf.
Der FC Flora wurde 1990 in Tallinn gegründet und ist mit neun Meistertiteln (zuletzt 2011) derzeit noch knapp vor dem zuvor besuchten Levadia estnischer Rekordmeister. Sechsmal wurde auch der Cup gewonnen (zuletzt 2013). In den neunziger Jahren war die Flora-Mannschaft die Basis der estnischen Nationalmannschaft und der Flora-Trainer mehrmals auch gleichzeitig Teamchef. Der Vereinspräsident ist auch derzeit Präsident des estnischen Fußballverbands.
Das Lilleküla staadion wurde 2001 als Heimstadion für Flora und die estnische Nationalmannschaft eröffnet. Seit 2002 heißt das ursprünglich nach dem Stadtteil benannte Stadion offiziell nach einer Biermarke („A. Le Coq Arena“). Es ist ein durchaus gelungenes Neubaustadion mit 9.692 Plätzen. Überdacht ist das Stadion seltsamerweise nur an drei Seiten. Einen etwas ungewöhnlichen Anblick bot auch das anscheinend als Zusatztribüne in den Heim-Hintertorbereich gestellte Stahlrohrgerüst.
Untertags wurden zuvor die Stadt Tallinn und ein weiteres Stadion besichtigt.