Donnerstag, 11. Juni 2026
St. Peter am Kammersberg – DSV Leoben 2:4 (0:2)
Steiermark, Relegation Landesliga, Hinspiel, 11.6.2026
Josef-Leitner-Stadion, 996
Spiel des Jahres im Relegations-Hinspiel in St. Peter am Kammersberg. Der TUS St. Peter am Kammersberg hatte die Saison der Oberliga Nord als Tabellenzweiter abgeschlossen. Der DSV Leoben war Tabellenletzter der Landesliga geworden, konnte aber durch die Einstellung des Spielbetriebs des FC Gamlitz nach Meisterschaftsende vom Fixabstiegsplatz auf den Relegationsplatz springen, während der Ligavorletzte SV Pachern so zum Klassenerhalt ohne Relegation kam. Der ehemalige Donawitzer Bundesligist ging mit der ersten Chance nach wenigen Minuten in Führung, erhöhte nach einer halben Stunde mit einem Kreuzecktreffer der Marke Tor des Monats auf 0:2 und in der zweiten Hälfte auf 0:3. Allerdings war das eine effizientere Ausbeute als dem Spiel entsprach, in dem die Heimmannschaft Raum für ihr Spiel hatte. In der letzten Viertelstunde kamen sie binnen Minuten auf 1:3 und 2:3 heran und der Ausgleich lag bei Standardsituationen in der Luft. Stattdessen zeigte sich erneut die Effizienz der Gäste, die noch ihr viertes Tor machten und damit mit einem Vorsprung von zwei Toren in das Rückspiel gehen. Die Hinspielbegegnung war ursprünglich am Vortag angesetzt gewesen, musste aber aufgrund großer Regenmengen schon vorab abgesagt und verschoben werden.
„Hier regiert der TUS St. Peter!“ erschallten Anfeuerungsrufe von der Bochseitn, der wie der Name sagt Seite des Platzes neben dem vorbeifließenden Bach. Dort hatte man einen großen Pyrovorrat mitgebracht, den man zu Spielbeginn, zum Wiederbeginn und auch während des Spiels sehenswert verfeuerte. Dazu hatte man eigens für die Relegation angefertigte Transparente mit KI-Grafiken angefertigt. Eines nahm auf die von der in Pleite und Gerichtsverfahren endenden vorherigen Vereinsführung des DSV Leoben ausgerufene „Mission 2028“ Bezug und fragte, ob diese anstatt in die Bundesliga in die 1. Klasse (unterste Spielklasse in der Steiermark) führt. Ein weiteres war mit zahlreichen Sprüchen versehen, u.a. „Underdog? Ja! Aber wir beißen!“ Daneben unterstützte den TUS St. Peter am Kammersberg auch die engagierte Kindergruppe der Peterer Ultras, mit Trommel, Fahne und ebenfalls grünen und weißem Rauch in den Vereinsfarben.
„Wir singen Grün-Weiß-DSV!“ hieß es u.a. vom Anhang des DSV Leoben um die Steel City Crew.
Der Turn- und Sportverein St. Peter am Kammersberg wurde 1951 gegründet. Die größten Erfolge sind die Meistertitel der 2. Klasse Nordwest 1974/75, der 1. Klasse Murtal 1980/81, der Gebietsliga Murtal 1988/89 und 1997/98 sowie in der Unterliga Nord B 2006/07 und 2021/22 mit den Saisonen in der Oberliga Nord 1999/2000 bis 2002/03, 2007/08 bis 2009/10 und nun seit 2022/23.
Das Josef-Leitner-Stadion wurde noch in seiner Amtszeit nach dem 2010 verstorbenen ehemaligen Bürgermeister von St. Peter am Kammersberg 1985 bis 1999 benannt, unter dem die Anlage gebaut wurde. 1993 hat man hier samt angeschlossener Greimhalle den neuen Sportstandort eröffnet. Zuvor wurde am nunmehrigen Alten Sportplatz gespielt. 2022 hat man die Flutlichtanlage errichtet, die Abendspiele ermöglicht, und 2023 das neue Klubhaus fertiggestellt. Die Marktgemeinde St. Peter am Kammersberg besteht aus sieben Ortschaften, in denen zusammen 2.000 Menschen leben. Die halbe Bevölkerung war somit an diesem Tag am Sportplatz.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)


























































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen