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Donnerstag, 25. August 2022
Rapid – Vaduz 0:1 (0:1)
Europa Conference League, Play-off (4. Qualifikationsrunde), Rückspiel, 25.8.2022
Weststadion, 15.100
Baff.
Peinlich. Auch wenn es nicht unerwartet kam.
Nach der Hinspiel-Katastrophenspiel druckvoll begonnen, aber wie immer keine Torgefahr zustandegebracht. Rückstand nach 22 Minuten aus dem Nichts. Ausschluss von Wimmer nach etwas mehr als einer halben Stunde. Zu zehnt weiter ohne Effizienz. Niederlage. Ausgeschieden.
Der Support war unverdrossen laut und trotzig bis zum Schlusspfiff. Ein Pfeifkonzert gab es von den Rängen dazwischen aber bereits zum Pausenpfiff. Nach Schlusspfiff folgten unmissverständlich Unmutsäußerungen und Gesprächsbedarf mit der Vereinsführung.
Vor Spielbeginn gab es eine Schweigeminute und ein Gedenkspruchband der Ultras Rapid für den verstorbenen ehemaligen Rapidspieler Egon Pajenk, der stolze 322 Pflichtspiele für Rapid gespielt hatte.
Bei Vaduz spielte im Unterschied zu voriger Woche der Ex-Rapidspieler Kristijan Dobras, der einen seiner zwei Rapid-Pflichtspieleinsätze vor zehn Jahren (sogar mit Torerfolg gekrönt) beim ersten Cupspiel im steirischen Allerheiligen absolvierte. Nach dem Sturm-Spiel am Sonntag tritt Rapid dort zum mittlerweile dritten Mal im ÖFB-Cup an und wird in der gegenwärtigen Verfassung wohl ausscheiden. Denn der Europacup-Hinauswurf war kein Ausrutscher, sondern symptomatisch für den Saisonverlauf.
Donnerstag, 18. August 2022
Vaduz – Rapid 1:1 (1:0)
Europa Conference League, Play-off (4. Qualifikationsrunde), Hinspiel, 18.8.2022
Rheinpark-Stadion, 3.497
Rapid hätte beim FC Vaduz verdient hoch verlieren können, schaffte aber ein 1:1. Das Match begann mit einem Vaduzer Abseitstor in Minute 1. Von Beginn weg führte der Liechtensteiner Cupsieger und Vorletzte der zweiten Schweizer Liga Rapid 45 Minuten regelrecht vor. Nach neun Minuten fiel das zu diesem Zeitpunkt bereits dem Spielverlauf entsprechende 0:1. Wir waren sehr gut bedient damit, dass dies auch der Pausenstand war. Ein Lattenpendler in Minute 45 sah torverdächtig aus und wäre wohl auch eines gewesen. In der zweiten Hälfte schien es zunächst etwas besser. Das 1:1 war eine Demir-Vorlage auf Torschütze Druijf. Eine Aktion von zwei von drei in der Pause eingewechselten Spielern. Das war es dann aber auch schon wieder. Erneut wurde ein Vaduzer Tor wegen Abseitsstellung nicht gegeben und am Schluss hatte Demir zur Rapidviertelstunde die zweite Rapid-Torchance des Spiels. Das nackte Ergebnis verdeckt, wie blamabel es war.
„Wir wollen Rapid sehen!“ rief der Auswärtsblock auf der mit tausend mitgereisten Fans gefüllten Hintertortribüne der Mannschaft zur Verabschiedung zu. 90 Minuten war hier laut Rapid supportet worden. Die Verärgerung war aber danach zu spüren. Ein Sonderzug unter dem bewährten Titel „Block-West-Bahn“ hatte einen Großteil von Wien-Hütteldorf nach Liechtenstein gebracht.
Im Vaduzer Anhang der „Sektion Nord“ konnte man sich freuen.
Der 1932 gegründete FC Vaduz (gesprochen „Vadoz“) tritt als Liechtensteiner Cupsieger im Europacup an. Der Liechtensteiner Cup ist der einzige Bewerb des Liechtensteiner Fußballverbands, Meisterschaft spielen die sieben Liechtensteiner Fußballvereine in der Schweiz. Seit meinem Besuch beim FC Vaduz in der Schweizer Super League 2016 ist der FC Vaduz 2017 wieder in die zweite Liga abstiegen, spielte 2020/21 nocheinmal eine Saison im Schweizer Oberhaus und ist seither wieder in der zweitklassigen Schweizer Challenge League. Den Liechtensteiner Cup hat der FC Vaduz 2021/22 zum 48. Mal gewonnen (Rekordsieger). Mit Siegen über den slowenischen Vertreter NK Koper und Konyaspor aus der Türkei steht der FC Vaduz sensationellerweise erstmals an der Schwelle zum Einzug in die Gruppenphase.
Rapid spielte 2005 im spanischen Wintertrainingslager gegen Vaduz (3:3). Ex-Rapidler beim FC Vaduz waren bzw. sind Florian Sturm (2010 bis 2011), Mario Sara (2010 bis 2015), Christopher Drazan (2018 bis 2020), Boris Prokopič (2019 bis 2021) und aktuell Kristijan Dobras (seit 2021).
Das 1998 eröffnete Rheinpark-Stadion (gesprochen „Rhiipark-Stadion“) bietet im UEFA-Bewerb als Sitzplatzstadion 6.127 Plätze (mit Stehplätzen auf den Hintertortribünen sonst 7.838 Plätze). Das ist mehr an Stadionkapazität als die Hauptstadt Vaduz Einwohnerinnen und Einwohner hat (5.700) und entspricht einem Sechstel der gesamten Bevölkerung des Fürstentums Liechtenstein (39.000).
Vor dem Spiel wurde ein weiteres Mal in Vaduz spaziert.
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