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Freitag, 4. Juni 2021
Ursus Warszawa – Huragan Morąg 3:0 (1:0)
Polen, III liga, grupa I, 33. kolejka, 4.6.2021
Stadion OSiR Ursus, ca. 170
In der irreführend nummerierten viertklassigen polnischen III liga gewann Ursus ohne gröbere Probleme das Spiel am frühen Freitagabend gegen den Tabellenvorletzten MKS Huragan Morąg.
Bemerkenswert sind die Ursus-Vereinsfarben orange-weiß-blau. Hier war auch einmal eine bedeutende Fanszene (Fanclub von Legia Warschau) aktiv. Sie hat aber mittlerweile ihre Aktivität bei Ursus eingestellt, wie Fanszene Polen informiert. Eine ungewöhnliche Freundschaft gab es seinerzeit mit den ebenfalls nicht mehr aktiven Ultras Stadlau des FC Stadlau.
Der KS Ursus Warszawa wurde 1935 als Arbeitersportklub RKS Ursus gegründet. Bereits 1929 war von Arbeitern der Traktorenfabrik Ursus in Czechowice ebenfalls ein Verein gegründet worden und diese beiden fusionierten 1939. In der kommunistischen Nachkriegszeit hieß der Verein in den 1950er Jahren zeitweise ZKS Stal Ursus. Die größten Erfolge waren Saisonen in der zweitklassigen II liga (północ) 1973/74 bis 1976/77 sowie noch einmal in der II liga (wschód) 1985/86.
Anderswo stehen Lokomotiven oder Panzer vor dem Stadion, beim „Traktorki“ genannten KS Ursus steht vor dem Eingang ein Traktor. Natürlich ein Traktor der Marke Ursus.
Das Stadion wurde 1965 als Teil eines Sportkomplexes mit verschiedenen Sportstätten der Traktorenfabrik Ursus eröffnet. Im Stadtteil Ursus am westlichen Rand der polnischen Hauptstadt Warschau ist das heute Ośrodek Sportu i Rekreacji Warszawa Ursus (OSiR Ursus). 1995 wurden im Fußballstadion die Sitzbänke der damaligen Haupttribünenseite (West) entfernt und die heutige moderne Sitzplatztribüne auf der Ostseite gebaut. Den Rekordbesuch gab es hier im Jahr 1978 gegen Górnik Zabrze vor 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.
An das Leben von Krzysztof Nowak erinnern hier Tafeln. Er hatte im Nachwuchs von Ursus gespielt und später u.a. für Legia Warschau, Athletico Paranaense in Brasilien und den VfL Wolfsburg sowie daneben auch in zehn Länderspielen für die polnische Nationalmannschaft. Mit 25 Jahren musste er seine Karriere aufgrund der auffällig oft bei Fußballern der 1990er Jahre auftretenden Nervenkrankheit ALS beenden. Mit 30 Jahren starb er daran.
Sonntag, 7. Juni 2015
ŁKS Łódź - Ursus Warszawa 2:2 (2:1)
Polen, III liga, grupa: łódzko-mazowiecka, 33. kolejka, 6.6.2015
Stadion przy al. Unii (Stadion ŁKS), 2.400
Lokalkolorit erfährt man gleich, wenn man am Bahnhof neben dem Stadion aus dem Zug steigt und vom Bahnsteig aus unten auf der Straße schon die Polizei in Vollmontur zum Einsatz rennen sieht, laute Rufe und einen Böller nach dem anderen hört. In Łódź stand das letzte Spiel im Rest des alten Stadions von ŁKS an.
Bei hochsommerlichen Verhältnissen gab es ein Sommerfußballspiel auf Viertliganiveau zu sehen. Nachdem die Gäste aus Warschau zunächst in Führung gegangen waren, drehte ŁKS das Spiel, beherrschte es über weite Strecken und schien es zu gewinnen bis dann am Schluss doch noch der Ausgleich der Tabellenzweiten fiel.
Bot das Fußballspiel nette Unterhaltung, so gab es hingegen auf den Rängen der Galera ganz großes Kino. Nicht nur gesanglich schufen sie eine gute Atmosphäre, sondern zeigten jeweils gegen Ende beider Spielhälften auch große Choreos mit Überrollfahnen und Pyro. Die zweite Choreo mit dem Spruchband „Jakby świat kończył się!“ („Wie wenn die Welt zu Ende geht!“) zum Abschied vom Stadion und der jahrzehntelangen Fantribüne ging in ein pyrotechnisches Festival über, zu dem auch apokalyptische schwarze Rauchwolken gehörten. Das Spiel wurde kurz unterbrochen, aber dann fortgesetzt. In den Minuten nach Wiederbeginn nach der Unterbrechung fiel der Ausgleich in der noch geschwärzten Luft. Beim Abgang waren rund um das Stadion Leute mit rußgeschwärzten Gesichtern zu sehen, die wohl nicht frisch von der Arbeit als Rauchfangkehrer zum Spiel gekommen waren.
Draußen wartete bereits die Polizei mit Wasserwerfer. Nach Schlusspfiff marschierte sie ins Stadion und formierte eine Kette vor dem Fansektor, der noch mit der Mannschaft feierte.
Der Łódzki Klub Sportowy (ŁKS) wurde 1908 als Łodzianka in der Stadt Łódź gegründet. Zweimal wurde man polnischer Meister, 1958 und 1998. Dazu gewann ŁKS 1957 den polnischen Cup und erreichte 1994 das Cupfinale. 2006 kam man nach sechs Jahren wieder in die Ekstraklasa, bekam aber 2009 keine Lizenz mehr und musste wieder absteigen. 2011/12 schaffte man den Wiederaufstieg, stieg aber gleich wieder ab. Im Frühjahr 2013 wurde die Lizenz vom Fußballverband aufgrund nicht bezahlter Gehälter von ehemaligen Spielern eingezogen und der Verein vom laufenden Spielbetrieb der zweiten Liga ausgeschlossen. In der Saison 2013/14 begann ŁKS in der fünften Liga neu und spielte heuer in der viertklassigen III liga, der man auch nächstes Jahr erhalten bleiben wird.
Am 3. April 1927 spielte ŁKS das erste Spiel der landesweiten polnischen ersten Liga gegen den Klub Turystów Łódź. Daran erinnert heute ein Gedenkstein am Ort des Geschehens , der bereits im Herbst besichtigt wurde.
Das ursprünglich 1924 bis 1925 erbaute Stadion ŁKS wurde ebenfalls voriges Jahr bereits einmal besichtigt. Den Rekordbesuch erlebte das alte Stadion mit 45.000 Zuschauerinnen und Zuschauern 1971 beim Eröffnungsspiel der neuen Flutlichtanlage. Seit der Übernahme durch die Stadt 2007 heißt das Stadion an der Aleja Unii offiziell Stadion MOSiR Al. Unii. Seit 2012 wird leicht versetzt vom alten Stadion das neue Stadion gebaut. Von den großen Tribünen aus den 1960er Jahren steht nur mehr eine Seite, der Rest wurde 2012/13 abgerissen. Eine kleine Stahlrohrtribüne, die zuletzt vor einer Kurve aufgestellt gewesen war, stand nun an der gegenüberliegenden Längsseite als überdachte Sitzplatztribüne. Das neue Stadion mit 16.500 Plätzen entsteht daneben. Die Haupttribüne des ein U bildenden neuen Stadions ist bereits fertig. Nun wird im Sommer dorthin übersiedelt und anschließend sollen bei laufendem Betrieb das Gelände des heutigen Fußballfelds überbaut und Kurve sowie die weitere Längsseite errichtet werden.

















































Stadion przy al. Unii (Stadion ŁKS), 2.400
Lokalkolorit erfährt man gleich, wenn man am Bahnhof neben dem Stadion aus dem Zug steigt und vom Bahnsteig aus unten auf der Straße schon die Polizei in Vollmontur zum Einsatz rennen sieht, laute Rufe und einen Böller nach dem anderen hört. In Łódź stand das letzte Spiel im Rest des alten Stadions von ŁKS an.
Bei hochsommerlichen Verhältnissen gab es ein Sommerfußballspiel auf Viertliganiveau zu sehen. Nachdem die Gäste aus Warschau zunächst in Führung gegangen waren, drehte ŁKS das Spiel, beherrschte es über weite Strecken und schien es zu gewinnen bis dann am Schluss doch noch der Ausgleich der Tabellenzweiten fiel.
Bot das Fußballspiel nette Unterhaltung, so gab es hingegen auf den Rängen der Galera ganz großes Kino. Nicht nur gesanglich schufen sie eine gute Atmosphäre, sondern zeigten jeweils gegen Ende beider Spielhälften auch große Choreos mit Überrollfahnen und Pyro. Die zweite Choreo mit dem Spruchband „Jakby świat kończył się!“ („Wie wenn die Welt zu Ende geht!“) zum Abschied vom Stadion und der jahrzehntelangen Fantribüne ging in ein pyrotechnisches Festival über, zu dem auch apokalyptische schwarze Rauchwolken gehörten. Das Spiel wurde kurz unterbrochen, aber dann fortgesetzt. In den Minuten nach Wiederbeginn nach der Unterbrechung fiel der Ausgleich in der noch geschwärzten Luft. Beim Abgang waren rund um das Stadion Leute mit rußgeschwärzten Gesichtern zu sehen, die wohl nicht frisch von der Arbeit als Rauchfangkehrer zum Spiel gekommen waren.
Draußen wartete bereits die Polizei mit Wasserwerfer. Nach Schlusspfiff marschierte sie ins Stadion und formierte eine Kette vor dem Fansektor, der noch mit der Mannschaft feierte.
Der Łódzki Klub Sportowy (ŁKS) wurde 1908 als Łodzianka in der Stadt Łódź gegründet. Zweimal wurde man polnischer Meister, 1958 und 1998. Dazu gewann ŁKS 1957 den polnischen Cup und erreichte 1994 das Cupfinale. 2006 kam man nach sechs Jahren wieder in die Ekstraklasa, bekam aber 2009 keine Lizenz mehr und musste wieder absteigen. 2011/12 schaffte man den Wiederaufstieg, stieg aber gleich wieder ab. Im Frühjahr 2013 wurde die Lizenz vom Fußballverband aufgrund nicht bezahlter Gehälter von ehemaligen Spielern eingezogen und der Verein vom laufenden Spielbetrieb der zweiten Liga ausgeschlossen. In der Saison 2013/14 begann ŁKS in der fünften Liga neu und spielte heuer in der viertklassigen III liga, der man auch nächstes Jahr erhalten bleiben wird.
Am 3. April 1927 spielte ŁKS das erste Spiel der landesweiten polnischen ersten Liga gegen den Klub Turystów Łódź. Daran erinnert heute ein Gedenkstein am Ort des Geschehens , der bereits im Herbst besichtigt wurde.
Das ursprünglich 1924 bis 1925 erbaute Stadion ŁKS wurde ebenfalls voriges Jahr bereits einmal besichtigt. Den Rekordbesuch erlebte das alte Stadion mit 45.000 Zuschauerinnen und Zuschauern 1971 beim Eröffnungsspiel der neuen Flutlichtanlage. Seit der Übernahme durch die Stadt 2007 heißt das Stadion an der Aleja Unii offiziell Stadion MOSiR Al. Unii. Seit 2012 wird leicht versetzt vom alten Stadion das neue Stadion gebaut. Von den großen Tribünen aus den 1960er Jahren steht nur mehr eine Seite, der Rest wurde 2012/13 abgerissen. Eine kleine Stahlrohrtribüne, die zuletzt vor einer Kurve aufgestellt gewesen war, stand nun an der gegenüberliegenden Längsseite als überdachte Sitzplatztribüne. Das neue Stadion mit 16.500 Plätzen entsteht daneben. Die Haupttribüne des ein U bildenden neuen Stadions ist bereits fertig. Nun wird im Sommer dorthin übersiedelt und anschließend sollen bei laufendem Betrieb das Gelände des heutigen Fußballfelds überbaut und Kurve sowie die weitere Längsseite errichtet werden.

















































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