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Donnerstag, 12. Juni 2025

Rovinka – Nová Dedinka 3:1 (1:0)

Slowakei, Majstrovstvá regiónu Bratislava – IV. liga BFZ, 29. kolo, 12.6.2025
Štadion TJ Rovinka, 100

Am Donnerstag in Rovinka bei Bratislava traf der hiesige Sportverein im Nachtragsspiel auf den ŠK Nová Dedinka. Gegen Ende der ersten Hälfte ging Rovinka in Führung, die Gäste konnten dies aber am Beginn der zweiten Hälfte ausgleichen. Die entscheidenden Tore zum 3:1 fielen in einem Doppelschlag erst eine Viertelstunde vor Schluss.
Die TJ Rovinka wurde 1946 als TJ Sokol Štefánikovce gegründet als der Ort Štefánikovce hieß. Zuvor hatte es hier vor dem Zweiten Weltkrieg schon ab 1934 einen ersten Fußballverein gegeben. Mit der Umbenennung des Dorfes 1960 erhielt auch der Sportverein einen neuen Namen und hieß TJ Družstevník Rovinka. 2014/15 bis 2021/22 spielte die TJ Rovinka zuletzt in der III. Liga Bratislava und ist seit der Ligenreform seither in der Majstrovstvá regiónu Bratislava – IV. liga BFZ, die man 2022/23 gewann ohne aufzusteigen.
Der Sportplatz wurde 1952 errichtet. Die Gemeinde Rovinka hieß traditionell ungarisch Csölle und deutsch Waltersdorf und hatte bis zur Vertreibung der hauptsächlich ungarischen und deutschsprachigen Ortsbevölkerung und slowakischer Neubesiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg den slowakischen Namen Čela. Da sich dieser vom Ungarischen ableitete, erfolgte wie üblich 1948 eine Neubenennung des Orts. Štefánikovce hieß er nach Milan Rastislav Štefánik, dem wesentlichen militärischen General und slowakischen Politiker beim Kampf der Tschechoslowakischen Legionen gegen die Habsburgermonarchie im Ersten Weltkrieg und bei der Gründung der Tschechoslowakei 1918. Mit der Ortschaft selbst hatte dieser nie etwas zu tun gehabt und so erfolgte 1960 auf einen Vorschlag aus der Ortsgemeinde hin die erneute Neubenennung als Rovinka, was so viel wie „kleine Ebene“ heißt. Heute ist man ein wachsender Vorort unmittelbar an der Stadtgrenze der wachsenden Großstadt Bratislava.

Mittwoch, 27. März 2024

Inter Bratislava – Nová Dedinka 4:0 (3:0)

Slowakei, Majstrovstvá regiónu – IV. liga BFZ, 18. kolo, 27.3.2024
Štadión Stupava, 80

Klarer Erfolg von Inter Bratislava gegen ŠK Nová Dedinka zum ungewöhnlichen Spieltermin am Mittwochnachmittag. Erwartungsgemäß kamen nicht viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die Fußballer ließen sich davon aber nicht bedrücken und spielten ein ordentliches Match.
„Inter do toho“ war von einem dutzend Inter-Fans zu hören, die auch den Zaun geschmückt hatten. Von Gästefans war nichts zu bemerken.
Der FK Inter Bratislava steht in der Tradition des 1940 als ŠK Apollo von Arbeitern der gleichnamigen Raffinerie gegründeten Sportvereins, der seit 1965 Inter (für Internacionál) heißt. Bis 2006 spielte Inter mit Ausnahme von zwei Saisonen immer in der ersten tschechoslowakischen und slowakischen Liga. Man beansprucht den tschechoslowakischen Meistertitel 1959 des Polizeivereins Červená hviezda Bratislava für sich. 1999/2000 und 2000/01 war Inter slowakischer Meister und insgesamt sechsmal Cupsieger (zuletzt ebenfalls 1999/2000 und 2000/01).
Rapid traf im Europacup 1977 (1:0-Sieg in Hütteldorf und 3:0-Niederlage in Bratislava) sowie 1999 (1:0-Niederlage in Bratislava und 1:2-Niederlage in Hütteldorf) auf Inter Bratislava.
Nach dem Abstieg in die zweite Liga 2007 erspielte Inter zwar 2009 den Wiederaufstieg, doch anstelle einer Wiederkehr in den Spitzenfußball wurde die Erstligalizenz nach Senica verkauft und die Mannschaft aufgelöst. Der Inter Fan-Club betrieb die Nachwuchsmannschaften weiter und gründete die Fußballsektion des weiter bestehenden Inter-Gesamtvereins neu. 2009/10 begann Inter neu in der V. liga Bratislava. Da aber mittlerweile Stadtrivale Slovan Bratislava das Inter-Stadion Štadión Pasienky übernommen hatte, spielte man im Unterhaus zunächst am ihrisko na Drieňovej ulici in Bratislava. Da dort kein höherklassiger Spielbetrieb möglich und sich eine andere Heimstätte im Stadtgebiet nicht ergab, zogen sie im Frühjahr 2017 in Stupava nördlich von Bratislava ein. Die Sportanlage war mit Verlegung eines Kunstrasenplatzes frisch renoviert. Inter färbte das Container-Kabinengebäude und die bestehenden Tribünen in seinen schwarz-gelben Farben. Höhepunkt der jüngeren Vergangenheit waren die Zweitligasaisonen 2017/18 und 2018/19. Mittlerweile ist man wieder in der Viertklassigkeit angekommen.
Die 1958 eröffnete Sportanlage in Stupava war 2017 frei, da der 1921 gegründete FK Stupava, ab 1928 Slovan Stupava, ab 1940 ŠK Stupava, ab 1948 Sokol Cementáreň Stupava und 1953 bis 2013 Tatran Stupava, in einer Fusion mit dem NMŠK 1922 Bratislava seine Geschichte beendet hatte. Ein 2016 gegründeter Nachfolgeverein FKM Stupava war zunächst nur im Nachwuchs aktiv und begann 2017/18 ganz unten in der VI. liga wieder mit einer Kampfmannschaft. Mittlerweile findet sich hier sowohl das Gelb-Schwarz von Inter als auch das Grün des FKM Stupava. Der abgetrennte Gästesektor auf einer der beiden Tribünen erinnert noch an die beiden Inter-Zweitligajahre hier.
Vor dem Spiel habe ich die Stadt Stupava besichtigt.