Sonntag, 15. März 2026

Red Bull – Rapid 0:1 (0:0)

Bundesliga, Oberes Play-off, 1. Runde, 15.3.2026
EM-Stadion Wals-Siezenheim, 9.957

Die Rapid gewann erneut 1:0 gegen die Dosen. Auswärts. Die schlechteste Rapid-Mannschaft bzw. Ansammlung von Spielern seit einem Jahrzehnt ist ausgerechnet jene, die erstmals seit 2015 hier gewann. Damals unter Zoki Barišić. An diesem Märznachmittag begann Rapid gut, die größten Chancen hatten aber die Dosen und der VAR entschied auch mal wieder gegen Rapid. Mitte der zweiten Hälfte der Wendepunkt: Erst glatt Rot für einen Konzern-Marketingmitarbeiter und kurz darauf traf Seidl abgefälscht einen Freistoß direkt ins Goal. Rapid spielte das gut zuende. Auch mit Schreckmoment am Schluss. Ein Erfolg und durchwegs verdient.
Nach dem Protest gegen die blamable sportliche Bilanz zuletzt nahm der Block West den Support wieder auf. Die Erwartungshaltung an die Mannschaft wurde klargemacht: „Und wenn du kämpfst von Herzen, gehst über deine Schmerzen, dann werden wir gewinnen, für immer Sieger sein!“ richteten die Ultras Rapid in Form dieser Zeilen aus einem Lied gleich beim Aufwärmen eine Botschaft an die Akteure. Auch die SAF sprach die Lage an: „Ins obere Play-off wie die Jungfrau zum Kind – zeigt endlich auf dem Feld, wer wir sind!“ Wünsche kamen per Spruchbändern von den Lords sowie zu unterschiedlich zustande gekommenen Spitalsaufenthalten von Tornados und Ultras. Zum vierten Todestag ihres Mitglieds Bernd zeigten die Tornados zum Wiederbeginn nach der Pause wie jedes Jahr das Gedenkbanner für ihn.
Mit einem Stadionbesuch von offiziell insgesamt 9.957 Leuten, einschließlich der Rapidlerinnen und Rapidler im Gästesektor und auf der Längsseite, unterbot der Dosenkonzern nocheinmal den bisherigen Minusrekord von 10.356 bei einem Gastspiel von Rapid. Nicht fußballerischer Erfolg und nicht einmal der Fußball an sich ist Wesenszweck des Dosen-Marketingprojekts sondern Event und Halligalli zur Werbung für die Getränkemarke. Auch wenn der hiesige Kundenklub mit einem verqueren Banner schwere geistige Verwirrung bestätigt und weniger Event vom Event verlangt. Zumindest der Indikator der Stadionbesuchszahlen zeigt, dass mit ausbleibendem Konsumerlebnis Zulauf und Werbewirkung nachlassen. Es kann dann bald weg.
Ein Tag, an dem die Rapid gewinnt und die Lilanen verlieren, ist als Rapidler der bestmögliche Fußballtag.

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