
Rezension
ballesterer
Nr. 205
April 2026
84 S.
In die Rapid-Europacupsaison 1995/96 taucht das Heft ein. „Für alle, die in den 1990er Jahren Fußball verfolgt und nur ein bisschen zu Rapid gehalten haben, ist diese Ausgabe ein perfektes Rezept für statt gegen Nostalgie.“ heißt es schon im Editorial. Emotionen und Erinnerungen kommen sonder Zahl allein beim Gedanken an jene Zeit hoch, beim Lesen sprudeln sie in jeder Zeile über. Die 1990er waren wild, auch wenn ich persönlich damals nicht so dabei war wie jetzt. Zur großen Titelgeschichte gibt es wie gewohnt Randglossen zur Ergänzung. Herausragend ist dabei Stefan Krafts Erinnerung an seine Busfahrt nach zum Finale nach Brüssel. „Es war einer der offiziellen Busse. Wer verstehen will, was das heißt, soll Jean-Paul Sartre lesen. Die Hölle, das sind die offiziellen Rapid-Busse.“ Wenn man schon einmal (nicht 17 Stunden nach Brüssel) mit der dort recht eigenwilligen Mischung an Leuten gefahren ist, weiß man, was er meint. Um es ein wenig zurechtzurücken: Da ich unlängst mit einem Vertreter eines anderen größeren Vereins zufällig über die dortigen Reisegesellschaften geplaudert habe, kann ich sagen: Anderswo ist es nicht besser. Vielreisende sind auch die Herren Harald und Robert vom grundsympathischen Fanklub Die Klempner Rapid Wien. Über ihre Reiseabenteuer 1995/96 und darüber hinaus erzählen sie hier in einem wundervollen Interview. Es war eine begeisternde Saison und es ist ein begeisterndes Heft.
Hoppenheim und FAK sind unabhängig von den konkreten Texten uninteressante Themenstellungen. Vielmehr interessant sind hier weiters hingegen die Artikel aus Tunis oder über Fußballfanjustiz in Österreich. Optisch ansprechend ist eine Fotostrecke über
A4 / 9,00 € / erhältlich im Zeitschriftenhandel
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