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Sonntag, 20. September 2015

Spišská Nová Ves - Lokomotíva Košice 0:0

Slowakei, II. liga Východ, 9. kolo, 19.9.2015
Mestský štadión Spišská Nová Ves, 960

Als stärkere Mannschaft präsentierte sich Lokomotíva Košice, doch zum Torerfolg reichte es trotz einiger guter Möglichkeiten nicht.
Unverdrossen feuerte der freundliche Auswärtsanhang von Loky seine Mannschaft bis zum Schluss an. Ein Bericht über das sportliche Geschehen gibt es auf der Seite iLoky.
Der heutige FK Spišská Nová Ves führt als Gründungsjahr 1908, als hier in der damaligen ungarischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie mit verpflichtend ungarischsprachigem Namen der Verein Iglói Sport Egyesulet gegründet wurde. In den späteren Jahrzehnten nannte man den Verein Tatran, ACN, Lokomotíva, Lokomotíva-Bane, FK VTJ, MFK und heute FK Spišská Nová Ves. 2015 stieg man erstmals seit fünfzehn Jahren wieder in die zweite Liga auf.
Der Ex-Rapidler Boris Prokopič begann hier als Kind mit dem Fußballspielen bevor er bereits mit 16 Jahren nach Österreich kam.
Das städtische Stadion, Mestský štadión, ist auch unter dem früheren Vereinsnamen Lokomotíva bekannt. Die Tribüne fasst 1.000 überdachte Sitzplätze, insgesamt würden im weiten Oval 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz finden. Gut gefüllt war es hier zuletzt 2010 als Spišská Nová Ves vor 4.000 Leuten im Cup gegen Spartak Trnava spielte (0:5). Die Tribüne zeichnet sich durch hölzerne Klappsitze aus.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Spišská Nová Ves besichtigt. Anschließend ging es zum nächsten Match weiter nach Moldava nad Bodvou.

Montag, 13. Oktober 2014

Lokomotíva Košice - Rimavská Sobota 2:0 (1:0)

Slowakei, II. liga Východ, 12. kolo, 12.10.2014
Štadión Družstevná pri Hornáde, 150

Von einer schwierigen Ausgangsposition als Tabellenletzter aus startete Lokomotíva Košice in das Spiel. Gegen den Spielverlauf schafften sie aber die 1:0-Führung. Nach einer roten Karte schien der Vorsprung schwierig zu halten, zumal die Gäste aus Rimavská Sobota immer stärker drückten. Doch Lokomotíva verteidigte gegen die Angriffswellen und kam in Unterzahl durch einen Elfmeter sogar zum 2:0. Damit schaffte man den Sprung weg vom Tabellenende.
Das ganze Spiel über wurde vom Fanklub gesungen, britischer Support. Sympathische, freundliche Leute. Mit dem Fan-Blogger PeterKBlogger wurde dieses Spiel sowie zuvor das restliche Programm des Tages absolviert. Loky do toho!
Der Eisenbahnverein Lokomotíva Košice wurde 1946 als ŠK Železničiari in Košice gegründet. Seit 1952 heißt der Klub Lokomotíva und spielte bis 1993 insgesamt 29 Jahre in der ersten tschechoslowakischen Liga. Beste Meisterschaftsplatzierungen waren zwei dritte Plätze 1951 und 1978. Dazu kamen zwei tschechoslowakische Cupsiege 1977 und 1979. Im Europacup der Cupsieger schied Lokomotíva 1977/78 gegen den späteren Finalisten Austria knapp mit 0:0 und 1:1 im Achtelfinale aus, zwei Jahre später kam man in der 1. Runde desselben Bewerbs gegen Wacker Innsbruck mit zwei Siegen weiter.
Mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit 1986 rutschte „Loky“ immer weiter ab, es reichte aber 1993 zur Qualifikation für die erste Liga der eigenständigen Slowakei. 1998 folgte auf den Abstieg aus der ersten slowakischen Liga die Bruchlandung und der Verein wurde aufgelöst. Eine Neugründung versuchte sich ab 1999 an der Wiederbelebung, ging aber 2003 ebenfalls in Konkurs. Der nunmehr dritte neue Anlauf ist beständiger, schaffte es aus der fünften Liga hinauf in die dritte Liga und wurde heuer durch die Ligenreform sogar in die Zweitklassigkeit gespült.
Das vormals eigene Štadión v Čermeliy gehört heute einem Unternehmen namens TJ Lokomotíva Košice, das aber nichts mit dem Verein oder Fußball zu tun hat sondern rein finanzielle Interessen verfolgt und es an den MFK Košice vermietet. Lokomotíva spielte seither an drei verschiedenen Sportplätzen und tritt nunmehr in der Ortschaft Družstevná pri Hornáde neun Kilometer außerhalb von Košice an. Das Stadion konnte übernommen werden, da der hiesige Dorfverein TJ Štart Družstevná pri Hornáde seinen Betrieb eingestellt hatte. Es wurde renoviert und für die zweite Liga wurde heuer im Sommer eine kleine Hintertortribüne als (diesmal leerbleibender) Auswärtssektor errichtet. Flutlichtmasten wurden zwar aufgestellt, aber noch nicht mit Lampen versehen.







































Montag, 9. Juni 2014

Košice B - Lokomotíva Košice 0:0

Slowakei, III. liga Východ, 29. kolo, 8.6.2014
Futbalový štadión Ličartovce, 100

Es war ein ungleiches Stadtderby, ausgespielt im kleinen Dorf Ličartovce zwanzig Kilometer außerhalb der Stadt Košice. Auf die zweite Mannschaft des Stadtrivalen traf hier Lokomotíva Košice, tschechoslowakischer Cupsieger 1977 und 1979 und bis 1998 Erstligist, in dessen Stadion heute der mittlerweile übermächtige MFK Košice (einst VSS Košice) spielt. Die tief gefallene Lokomotíva muß mittlerweile selbst in einem anderen Dorf außerhalb der Stadt spielen und zieht nur mehr wenige Leute an.
Es wurde kein Eintritt kassiert, aber auch keine Verpflegung angeboten. In der Pause marschierte ein Tross ins einen halben Kilometer entfernte Beisl auf der Hauptstraße und kam von dort mit Bierbechern und Chipssackerln zurück. Das Spiel interessierte dem Anschein nach hauptsächlich Familienangehörige und kaum die Dorfbevölkerung. Es ist dies ja auch nicht mehr wirklich ihr Fußballverein.
Die 1938 gegründete TJ Družstevník Ličartovce war ein klassischer Dorfverein, der 1991/92 in der siebten Liga spielte, als mit Blažej Podolák der heutige Präsident des MFK Košice den Klub übernahm, ihn nach einem Sponsornamen umbenannte und viel Geld hineinsteckte. Es folgte eine Serie an Aufstiegen bis der FC Ličartovce 1996 die zweite Liga erreichte. In den 2000er Jahren spielte man um den Aufstieg in die erste Liga mit und schloß 2002, 2003, 2004 und 2005 jeweils am zweiten Platz ab. 2004 erreichte Ličartovce das slowakische Cupfinale, das man gegen Petržalka verlor. Hierbei sollte man erwähnen, daß in Ličartovce nicht einmal tausend Leute leben. 2005 wurde der Verein mit dem bankrotten 1. FC Košice fusioniert und der MFK Košice gegründet, der die Lizenz übernahm und nach Košice übersiedelte. Der Dorfverein wurde ausradiert, das ausgebaute Stadion in Ličartovce verblieb als Spielstätte der zweiten Mannschaft.
Auf beiden Längsseiten des Platzes stehen Tribünen, wobei die Haupttribüne etwas größer und mit Plastiksitzen versehen ist, während gegenüber Holzbänke dominieren. Die Hälfte der Gegentribüne ist eingezäunt und läßt dort das Spiel nur durch ein Eisengitter betrachten. Das war bzw. ist wohl der einladende Gästesektor.