Posts mit dem Label Rimavská Sobota werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rimavská Sobota werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. Oktober 2014

Lokomotíva Košice - Rimavská Sobota 2:0 (1:0)

Slowakei, II. liga Východ, 12. kolo, 12.10.2014
Štadión Družstevná pri Hornáde, 150

Von einer schwierigen Ausgangsposition als Tabellenletzter aus startete Lokomotíva Košice in das Spiel. Gegen den Spielverlauf schafften sie aber die 1:0-Führung. Nach einer roten Karte schien der Vorsprung schwierig zu halten, zumal die Gäste aus Rimavská Sobota immer stärker drückten. Doch Lokomotíva verteidigte gegen die Angriffswellen und kam in Unterzahl durch einen Elfmeter sogar zum 2:0. Damit schaffte man den Sprung weg vom Tabellenende.
Das ganze Spiel über wurde vom Fanklub gesungen, britischer Support. Sympathische, freundliche Leute. Mit dem Fan-Blogger PeterKBlogger wurde dieses Spiel sowie zuvor das restliche Programm des Tages absolviert. Loky do toho!
Der Eisenbahnverein Lokomotíva Košice wurde 1946 als ŠK Železničiari in Košice gegründet. Seit 1952 heißt der Klub Lokomotíva und spielte bis 1993 insgesamt 29 Jahre in der ersten tschechoslowakischen Liga. Beste Meisterschaftsplatzierungen waren zwei dritte Plätze 1951 und 1978. Dazu kamen zwei tschechoslowakische Cupsiege 1977 und 1979. Im Europacup der Cupsieger schied Lokomotíva 1977/78 gegen den späteren Finalisten Austria knapp mit 0:0 und 1:1 im Achtelfinale aus, zwei Jahre später kam man in der 1. Runde desselben Bewerbs gegen Wacker Innsbruck mit zwei Siegen weiter.
Mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit 1986 rutschte „Loky“ immer weiter ab, es reichte aber 1993 zur Qualifikation für die erste Liga der eigenständigen Slowakei. 1998 folgte auf den Abstieg aus der ersten slowakischen Liga die Bruchlandung und der Verein wurde aufgelöst. Eine Neugründung versuchte sich ab 1999 an der Wiederbelebung, ging aber 2003 ebenfalls in Konkurs. Der nunmehr dritte neue Anlauf ist beständiger, schaffte es aus der fünften Liga hinauf in die dritte Liga und wurde heuer durch die Ligenreform sogar in die Zweitklassigkeit gespült.
Das vormals eigene Štadión v Čermeliy gehört heute einem Unternehmen namens TJ Lokomotíva Košice, das aber nichts mit dem Verein oder Fußball zu tun hat sondern rein finanzielle Interessen verfolgt und es an den MFK Košice vermietet. Lokomotíva spielte seither an drei verschiedenen Sportplätzen und tritt nunmehr in der Ortschaft Družstevná pri Hornáde neun Kilometer außerhalb von Košice an. Das Stadion konnte übernommen werden, da der hiesige Dorfverein TJ Štart Družstevná pri Hornáde seinen Betrieb eingestellt hatte. Es wurde renoviert und für die zweite Liga wurde heuer im Sommer eine kleine Hintertortribüne als (diesmal leerbleibender) Auswärtssektor errichtet. Flutlichtmasten wurden zwar aufgestellt, aber noch nicht mit Lampen versehen.







































Sonntag, 1. Juni 2014

Rimavská Sobota - Senec 1:2 (0:1)

Slowakei, II. liga, 33. kolo, 31.5.2014
Štadión Na Záhradkách, 243

Rimavská Sobota hatte die letzten Spiele verloren. Man sah auch diesmal, daß das Glück nicht an ihnen klebt. Gleich nach zwei Minuten trafen sie nur die Latte. Die Gäste aus Senec waren spielerisch besser, aber Rimavská Sobota kämpfte sich sehr ansehnlich ins Spiel. Sie glichen einen Rückstand aus, aber wurden trotzdem nicht belohnt: Senec machte trocken ein zweites Tor und gewann die Partie.
Die Ultras (Gemer Rascals) habe ich in amüsanter Erinnerung, seit ich einmal gesehen habe, wie sie bei einem hoffnungslosen Auswärtsspiel ein Transparent zusammenrollten und sich auf der Tribüne damit mit Schnurspringen selbst unterhielten. An diesem Nachmittag waren sie zwar anwesend, supporteten aber nicht.
Der MŠK Rimavská Sobota führt als Gründungsjahr das Jahr 1913, als hier in der ungarischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie der der Rimaszombat Athletikai-Club (RAC) in der ungarischsprachigen Stadt gegründet wurde. In den fünfziger Jahren erreichte der dann schon in slowakischer Sprache benannte ŠK Slovan Rimavská Sobota für zwei Saisonen die dritte tschechoslowakische Spielklasse. Erst in den frühen 1980er Jahren konnte der Verein diese Stufe wieder erreichen. Die erfolgreichste Zeit erlebte der Fußball hier in den 1990er Jahren mit den finanziellen Mitteln eines hiesigen Lebensmittelkonzerns. 1996 stieg der FC Rimavská Sobota erstmals in die erste slowakische Liga auf, in der man von 1996 bis 1999 und 2004/05 spielte. Seither ist man Zweitligist. Nach dem abrupten Ausstieg des Finanziers 2003 wurde der Verein von der Stadt übernommen und erst MFK und heute MŠK, Mestský športový klub Rimavská Sobota, benannt.
Das Štadión Na Záhradkách hat eine Kapazität von 5.000 Plätzen und besitzt zwei Tribünen. An die alte Haupttribüne mit schönem Dach schließt sich ein Oval aus aufgeschütteter Böschung an, das Platz zum Zuschauen bietet. In den 90er Jahren wurde sie auf der Längsseite mit einer überdachten Stahltribüne überbaut.
Vor dem Spiel wurde die Stadt besichtigt.











































Sonntag, 18. August 2013

Dubnica - Rimavská Sobota 1:1 (1:1)

Slowakei, II. liga, 5. kolo, 17.8.2013
Mestský futbalový štadión Dubnica nad Váhom, 260

Nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen gewann Dubnica den ersten Punkt. Ihr Führungstreffer war ihr zweites Saisontor; ob der Ball wirklich hinter der Linie war, war allerdings umstritten. Auch wenn die Gäste in der Nachspielzeit noch einen Matchball hatten, präsentierte sich die Heimmannschaft jedenfalls engagiert und nicht als bisher punkteloser Abstiegskandidat.
Mangels heimischen Support gehörte die stimmliche Hoheit dem Auswärtsanhang. Das dutzend Fans aus Rimavská Sobota meldete sich zwei bis dreimal pro Halbzeit kurz zu Wort.
Der heutige MFK Dubnica wurde 1926 als SK Dubnica gegründet. In der kommunistischen Zeit trug der Verein ab 1948 den Namen Sokol und ab 1953 Spartak Ab 1978 hieß man unter Aufnahme des Namens des hiesigen Industrieunternehmens ZTS TJ Spartak ZTS ŠK Dubnica bis dann 1993 Spartak wegfiel und man FK ZTS Kerametal Dubnica bzw. ab 1999 FK ZTS Dubnica hieß. Seit 2008 tritt man als städtischer Verein Mestský futbalový klub (MFK) an.
1975 stieg Dubnica in die erste slowakische Liga auf, welche die zweite tschechoslowakische Liga war. Darin blieb man mit einer Unterbrechung die nächsten zwei Jahrzehnte bis zur Teilung der Tschechoslowakei. Da ging es zunächst wiederum in die Zweitklassigkeit, 1996/97 schaffte man es dann erstmals in die höchste Liga der unabhängigen Slowakei. Man nach einer Saison gleich wieder ab, 1998/99 ging es wieder rauf, dann wieder runter. Schließlich hielt man sich dann von 2001/02 bis 2010/11 in der ersten Liga. Nunmehr spielt man das dritte Jahr in der zweiten Liga.
Das Mestský futbalový štadión war ein regionaltypischer Stadionbau der Nachkriegszeit mit großer überdachter Haupttribüne und Betonstufen, die ein weites Oval um die Laufbahn bilden. 1998 wurde dann die zweite Längsseitentribüne gebaut, die den Stadioncharakter veränderte. Nur im vergitterten und heute geschlossenen Auswärtssektor hinter dem linken Tor gibt es noch Stehplätze, sonst sind auch in den Kurven Plastiksitze angebracht. Das Stadion hat heute die für hiesige Verhältnisse große Kapazität von 5.450 Plätzen.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Dubnica nad Váhom besichtigt.