Dienstag, 21. März 2017

Ballesterer 120



Rezension


Ballesterer
Nr. 120, April 2017
84 S.







Red Bull im Fußball ist seit zwölf Jahren ein leidiges Thema, an dem man leider nicht vorbeikommt. Es wird ja auch immer schlimmer in ihrer Zugrunderichtung des Fußballs. Im vor acht Jahren erschienenen Ballesterer-Schwerpunkt über Red Bull wurde eine produktive begriffliche Unterscheidung zwischen Kommerzialisierung, wie es sie auch anderswo gibt, und einer „Konzernalisierung“ von Red Bull getroffen, wobei letztere wiederum nicht ohne erstere möglich wäre. In dieser Ausgabe geht es um den Leipziger Standort. Nicole Selmer klopft neun populäre Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt ab. Mit einem Interview stellt sich auch den Watch-Blog zwangsbeglückt vor.

Die Forderung „Kennzeichnungspflicht für Polizisten!“ war Anfang November in ganz Österreich in Fansektoren zu lesen. 16 Fanszenen des Landes hatten sich zu einer Initiative dazu zusammengeschlossen. Jakob Rosenberg berichtet darüber und über die Forderung, die im Großteil der EU-Länder problemlose Realität ist, aber in Österreich als unmöglich gilt. Weil Polizisten keine Fehler begängen und es keine Konsequenzen für sie haben solle, wenn sie dies täten. Weil sonst alle Autorität zusammenbräche.

Weitere Themen im Heft sind die Pleite der Vienna oder der Versuch, Millwall (legendäre Ballesterer-Ausgabe 10 über den Verein) mit einem Immobilienprojekt aus seinem Stadion zu vertreiben. Ein Reisebericht lässt einen mit einem Salzburger Fan zum befreundeten Barletta reisen und über die dortige aktuelle Situation erfahren. Gegen mehr Artikel dieser Art hätte ich nichts einzuwenden.

Das Waldviertler Echsenbach ist diesmal die Destination meiner Reihe Nebenschauplätze.

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