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Freitag, 19. Juni 2026

Nondorf – Kirchberg/Altenwörth 0:5 (0:2)

Niederösterreich, Play-off 1. Klasse, Rückspiel, 19.6.2026
Sportplatz Nondorf, 339
30°C

Im Play-off-Rückspiel das Hinspielergebnis gedreht hat der USC Kirchberg/Altenwörth in Nondorf. Das Hinspiel hatten die Nondorfer auswärts vor 600 Zuschauerinnen und Zuschauern 2:0 in Kirchberg gewonnen. Doch hier gingen die Kirchberger nach nicht einmal zehn Minuten in Führung und glichen effizient noch vor der Pause mit 0:2 aus. Sie bekamen sichtlich eine zweite Luft. Denn während die erste Hälfte noch halbwegs ausgeglichen war, bestimmten in der zweiten Halbzeit die Gäste das Match und gewannen deutlich das Play-off um einen Aufstiegsplatz in die Gebietsliga. Der SCU Nondorf hatte die Saison der 1. Klasse Waldviertel am zweiten Platz hinter Meister Amaliendorf abgeschlossen. Die 2018 aus dem 1937 gegründeten USC Kirchberg und dem 1952 gegründeten USC Altenwörth gebildete Spielgemeinschaft Kirchberg/Altenwörth hatte den zweiten Tabellenplatz der 1. Klasse Nordwest-Mitte hinter Atzenbrugg/Heiligeneich belegt. Die Aufstiegs-Playoff-Begegnung hatte Geschichte, da sich Nondorf und der USC Kirchberg/Wagram schon 1993 jeweils als Tabellenzweiter ihrer 1. Klasse in Aufstiegsspielen begegnet waren. Auch damals waren die Kirchberger aufgestiegen.
Der SCU Nondorf wurde 1949 gegründet. Mit der Saison 1949/50 begann man in der 2. Klasse Waldviertel im Spielbetrieb des Niederösterreichischen Fußballverbands. Die größten Erfolge waren der Meistertitel der 1. Klasse Waldviertel 1979/80 mit den darauffolgenden Saisonen 1980/81 und 1981/82 in der damaligen Unterliga Nordwest/Waldviertel, der nach 1. Landesliga, 2. Landesliga und Oberliga damals vierthöchsten niederösterreichischen Spielklasse (von seinerzeit sechs im NÖFV).
Der Sportplatz wurde 2009 mit neuerrichtetem Gebäude mit Tribünenvorbau und Kantine ausgebaut. Nondorf ist eine Ortschaft im niederösterreichischen Waldviertel, die seit 1971 Teil der Gemeinde Hoheneich ist. 360 Menschen leben hier und etwa ebensoviele waren an diesem heißen Juniabend am Sportplatz.

Dienstag, 4. Oktober 2022

Mautern – Kirchberg/Altenwörth 3:0 (2:0)

Niederösterreich, 1. Klasse Nordwest-Mitte, 6. Runde, 4.10.2022
Stadion Mautern, 120

Zum fast-schon-Europacup-Termin am Dienstag um 20:30 Uhr gab es einen klaren Sieg für den SC Mautern gegen die Spielgemeinschaft von USC Kirchberg/Wagram und USC Altenwörth. Es gab noch vergebene Mauterner Chancen, mit denen das Ergebnis höher hätte ausfallen können. Die Begegnung war ein Nachtragsspiel, da die Partie am 11. September aufgrund schlechter Platzverhältnisse nach Regenfällen abgesagt hatte werden müssen.
Der SC Mautern wurde 1921 gegründet. 1923/24 bis 1925/26 spielte man erstmals im Meisterschaftsbetrieb, verlegte sich dann aber wieder auf nur Freundschaftsspiele. 1935/36 stieg man wieder in die Meisterschaft ein, musste den Spielbetrieb im Lauf des Zweiten Weltkriegs aber einstellen. Nach der Befreiung 1945 begann der SC Mautern 1947 wieder mit einem geregelten Betrieb. 1957/58 pausierte er erneut, begann dann aber 1958/59 wieder. Die erfolgreichste Zeit erlebte der Verein in den 1970er Jahren. Nach dem Meistertitel der 1. Klasse Nordwest-Mitte 1969/70 spielte man 1970/71 bis 1973/74 erstmals in der Unterliga Nord-Nordwest, der zweithöchsten Spielklasse in Niederösterreich in jener Zeit. Nach dem Abstieg kehrte man als Meister der 1. Klasse Nordwest-Mitte 1975/76 in der Saison 1976/77 in die Unterliga zurück, die mittlerweile die dritthöchste niederösterreichische Spielklasse war. Die Unterliga Nordwest-Waldviertel gewann der Aufsteiger Mautern auf Anhieb und spielte daraufhin 1977/78 und 1978/79 in der Oberliga West (zweithöchste niederösterreichische Spielklasse). Zuletzt stieg man als Meister der 2. Klasse Wachau 2017/18 wieder in die 1. Klasse Nordwest-Mitte auf, in der man nun seit 2018/19 spielt.
Der Sportplatz war in den 1920er Jahren noch eine bewachsene Aulandschaft, als das Gelände dem jungen Verein von der Gemeinde Mautern zur Verfügung gestellt wurde. Funktionäre und Spieler rodeten den Platz in harter Arbeit. Das Spielfeld war allerdings zu klein, da hier eine geschützte Birke stand. „In einer nächtlichen Aktion gruben einige Spieler die Birke aus und setzten sie 20m weiter wieder ein, damit stand einer Erweiterung nichts mehr im Wege. Die Birke hat den Überlieferungen nach, nur mehr wenige Monate überlebt.“ berichtete der SC Mautern in einer Chronik-Reihe zum hundertjährigen Jubiläum 2021. Die Längsseite ziert eine überdachte Tribüne. Die Kantine ist als Violetta – Der S.C.M Treff in jüngerer Zeit hergerichtet worden. Auffällig ist neben Wortspielen mit der Vereinsfarbe auch die eigene VIP-Tribüne hinter dem klubhausseitigen Corner.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Mautern an der Donau besichtigt.