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Montag, 20. Juni 2022

Obersiebenbrunn – Gänserndorf 4:0 (1:0)

Niederösterreich, 2. Klasse Marchfeld, 26. Runde, 20.6.2022
Sportanlage Obersiebenbrunn, 40

Montagsspiel in der niederösterreichischen 2. Klasse Marchfeld. Zum Saisonabschluss gewann der SC Obersiebenbrunn gegen den SV Gänserndorf. Nach neun Minuten waren die Obersiebenbrunner bereits in Führung gegangen und vergaben im Lauf der zweiten Hälfte einige gute Möglichkeiten bis dann doch noch weitere Tore fielen.
Etwas überraschend gingen zwei Fackeln an, welche dem von Freunden unterstützten Obersiebenbrunner Stephan Martinec galten.
Das ursprünglich am Samstag angesetzte Match wurde auf den Montag verlegt, da die Gänserndorfer an diesem Tag noch die Restspielzeit ihrer am Donnerstag bei Unwetter abgebrochenen Partie gegen Auersthal auszutragen gehabt hatten und dies wegen der Titelentscheidung Priorität genoss. Die Auersthaler gewannen zwar, Meister wurde aber trotzdem Orth.
Der SC Obersiebenbrunn wurde 1931 gegründet. Obersiebenbrunn spielte in der niederösterreichischen Meisterschaft des Arbeiterfußballverbands VAFÖ (Gruppe Nordost). Nach dem Verbot und der Auflösung der sozialdemokratischen Arbeitervereine durch den Austrofaschismus im Februar 1934 hatte der bis 1936 weiterexistierende Verband keine Bedeutung mehr. 1936/37 spielte Obersiebenbrunn dann auch schon in der 2. Klasse Nord im Niederösterreichischen Fußballverband des ÖFB. Nach der kriegsbedingten Einstellung im Zweiten Weltkrieg begann der SC Obersiebenbrunn 1945/46 in der damaligen Gruppe Marchfeld des NÖFV neu. In der 1. Klasse spielte man 1947/48 und 1948/49, 1955/56 bis 1957/58, 1975/76 bis 1978/79, 1982/83 und 1983/84, 1991/92 bis 1998/99 und zuletzt eine Saison 2018/19 nach dem ersten Meistertitel der 2. Klasse Marchfeld nach 27 Jahren 2017/18. Seither ist man wieder in der 2. Klasse. Damit hat man zwar weniger an Hochschaubahnfahrt wie die Nachbarn aus Untersiebenbrunn, dafür existiert der Obersiebenbrunner Fußball aber im Unterschied zu jenem noch.
Der Sportplatz hat eine schöne alte Tribüne mit Sitzbänken. Auf der Anlage gibt es auch einen Trainingsplatz. Nach einer von zwei Nachbarn 2017 erwirkten Gerichtsentscheidung kann dieser aber nur mehr zu zwei Dritteln verwendet werden. Es wird nur mehr auf ein Tor hin trainiert und der Platz kann nicht mehr für Vorbereitungsspiele genutzt werden. Denn wenn Bälle im Anrainergarten landen, kostet das den Sportclub hohe Strafen: 300€ für den ersten Ball, 600€ für den zweiten, 1.200€ für den dritten etc. Selbst beim fast neun Meter hohen Ballfangzaun ist das für den Fußballverein finanziell nicht tragbar.
Vor dem Spiel wurde Obersiebenbrunn besichtigt.

Freitag, 11. Juni 2021

Gänserndorf – Gänserndorf-Süd 5:0 (3:0)

Testspiel, 11.6.2021
Josef-Graf-Stadion, 50

Kantersieg der Gänserndorfer im als Freundschaftsspiel ausgetragenen Derby gegen den FC Gänserndorf-Süd. Die Heimmannschaft startete gleich mit einem Lattentreffer in der ersten Minute und zeigte sich an diesem Freitagabend als die stärkere Mannschaft. Beide Vereine spielen in der niederösterreichischen 2. Klasse Marchfeld. Im Herbst hatte Gänserndorf das einzige Saisonderby hier vor 170 Zuschauerinnen und Zuschauern 3:1 gewonnen. Im Frühjahr hätte es durch den pandemiebedingten Abbruch der Saison kein Derby gegeben, sodass sich beide Vereine stattdessen nun in einem Freundschaftsspiel trafen.
Die SV Gänserndorf wurde 1919 als SC Gänserndorf gegründet. 1934 wurde daraus der Eisenbahnersportverein ESV Gänserndorf. 1959 rettete die in der Region in der Ölförderung omnipräsente ÖMV mit finanziellen Mitteln den Verein und es wurde die Sportvereinigung OMV Gänserndorf daraus. Die größten Erfolge gab es in den 1970er Jahren mit drei Aufstieg in fünf Jahren von der 2. Klasse Nordost aus bis hin zum Aufstieg in die Oberliga Ost 1976 (mit dem Kurzzeit-Rapidler Anton Polster als Trainer), in der man 1976/77 und 1977/78 spielte. Seit 2005 spielt man in der 2. Klasse.
Das Josef-Graf-Stadion wurde 1975 mit der überdachten Tribüne ausgebaut. 2001 wurde sie saniert. Das Stadion ist nach dem Gänserndorfer Langzeit-Bürgermeister (1955 bis 1978) Josef Graf benannt. Bemerkenswert ist der Graffiti-Vereinsschriftzug an der Rückwand der Tribüne.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Gänserndorf besichtigt.