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Samstag, 10. Dezember 2016

Domžale - Maribor 3:2 (2:2)

Slowenien, 1. SNL, 21. krog, 10.12.2016
Športni Park Domžale, 1.700

Das slowenische Spitzenspiel der letzten Runde vor der Winterpause zwischen dem Drittplatzierten Domžale und Tabellenführer Maribor hielt, was es versprach, und wurde eine unterhaltsame Partie. Per Elfmeter begannen zunächst die Gäste zu Beginn den Torreigen der ersten Halbzeit. Doch schon wenige Minuten später konnte Domžale ausgleichen und ging mit einem Kunstschuss zum 2:1 ihrerseits in Führung. Kurz vor Ende der ersten Hälfte kam dann aber noch der erneute Ausgleich in einer kurzweiligen Halbzeit. Erneut jubeln konnte schließlich Domžale, die eine Viertelstunde vor Schluss trafen und mit dem Sieg jetzt mit zwar sieben Punkten Rückstand auf Maribor, aber elf Punkten Vorsprung auf den vierten Platz auf einem sicher scheinenden Europacupplatz liegen.
Für Stimmung im Stadion sorgte der bekannt melodisch supportende, teils mit Weihnachtsmannhauben ausgestattete Auswärtsblock. Nach der Pause wurde das Spiel mit schöner Pyro zusätzlich erhellt. Einstige Ultras Domžale gibt es schon länger nicht mehr. Ein Kind mit einem Megaphon und ein weiteres mit einer Trommel schreckten auf heimischer Seite nicht vor dem Einsatz ihrer Instrumente zurück.
Der NK Domžale wurde 1921 als ŠK Disk gegründet. 1931 spalteten sich aufgrund politischer Meinungsverschiedenheiten Mitglieder ab und gründeten den ŠK Domžale. 1938 wurden die beiden Vereine wieder fusioniert. Im jugoslawischen Fußball spielte der Nogometni Klub Domžale zunächst in den unteren Ligen und in den 1980er Jahren drittklassig. 1991 war man Gründungsmitglied der slowenischen ersten Liga nach der Unabhängigkeit des Landes, stieg aber gleich ab und spielte dann bis 1998 sowie nocheinmal 2002/03 in der zweiten Liga. Seither etablierte man sich dauerhaft als Erstligist, wurde 2007 und 2008 slowenischer Meister und 2011 Cupsieger. Im Europacup schied man nach beiden den Meistertiteln jeweils gegen Dinamo Zagreb in der Champions-League-Qualifikation aus. Zuletzt gewann Domžale 2016 in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League das nicht hier sondern in der Hauptstadt Ljubljana im Stadion Stožice ausgetragene Hinspiel gegen West Ham United 2:1, verlor dann auswärts aber 3:0 und schied aus.
Der Športni Park von Domžale wurde 1948 eröffnet. Die große Tribüne mit 2.200 Sitzplätzen wurde 2003 bis 2004 erbaut und ergänzte die gegenüberliegende ältere niedrige Tribüne. Die Gesamtkapazität auf beiden Längsseitentribünen beträgt 3.100 Plätze.

Montag, 17. März 2014

Krka - Domžale 0:2 (0:1)

Slowenien, Prva slovenska nogometna liga, 22. krog, 16.3.2014
Stadion Portoval, 400

Unglück und Unvermögen mischten sich zu einer letztlich fatalen Mischung. So machte NK Krka kein Tor und keinen Punkt im Heimspiel gegen NK Domžale. Der Aufsteiger bleibt damit weiter am abstiegsgefährdenden Relegationsplatz.
Ein dutzend Fans (Trotters) versuchte sich ein paar Mal mit Krka-Rufen in Anfeuerung ihrer Mannschaft.
Im Jahr 1922 wurde in der slowenischen Stadt Novo mesto ein Fußballverein gegründet. Bis 1992 war der Klub als NK Elan bekannt, seither gab es mehrere Umbenennungen und Sponsornamen. Seit 2005 heißt der Verein NK Krka. Die Namensgebung stammt aber nicht vom hiesigen Fluß Krka sondern von einem Pharmaunternehmen dieses Namens. Die aktuelle Saison ist die zweite slowenische Erstligasaison des Vereins nach 1992/93. 2012 stieg man aus der dritten in die zweite Liga auf und kam 2013 als Drittplatzierter dank den Unbilden des slowenischen Fußballs (Lizenzprobleme, Konkurs von Mura) in die erste Liga.
Das Stadion Portoval wurden 1958 eröffnet. Die Tribüne an einem Abhang bietet 500 Sitzplätze, insgesamt lautet die Stadionkapazität auf 1.500 Plätze. Erweitert wird sie durch vielfältige Möglichkeiten, das Spiel von außen zu beobachten. Seit 2007 wurden Renovierungsmaßnahmen gesetzt, erkennbar neu sind die Fernsehtürme und der Presse- und VIP-Bereich aus Stahl.
Vor dem Spiel wurde ein kleiner Rundgang durch die Altstadt von Novo mesto unternommen. Eine Panoramaansicht bietet bereits der Blick von der Tribüne.