Montag, 4. März 2013

WAC - Rapid 2:1 (2:1)

Bundesliga, 24. Runde, 3.3.2013
Lavanttal-Arena, 5.150

Das war ein Spiel, das selbst einen phlegmatischen Rapid-Optimisten erschüttert.
Kein Tor und keinen Punkt hatte es in den beiden Spielen gegen den Wolfsberger AC im Herbst gegeben, zwei dumme Niederlagen hier und zuhause. Nun folgte der dritte Streich. Nach frühem Führungstor lagen wir bald wieder hinten und rissen weder etwas gegen neun noch gegen acht gegnerische Feldspieler. Nicht einmal eine Torchance mit zwei Mann mehr am Feld. Das war keine einfache Niederlage, sondern eine peinliche Blamage.
Seit dem Besuch im Sommer wurde eine zweite überdachte Längsseitentribüne errichtet. Dafür fielen die provisorisch errichteten Stahlrohrgerüste wieder weg. Die neue Tribüne sieht aus wie ein Hochwasserschutzbau. Diese Architektur hat den Sinn, damit die alten Stehplatzstufen der Längsseite zu überdachen. Die Kapazität des Wolfsberger Stadions beträgt nun 7.300 Plätze, davon 3.000 Sitzplätze.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Wolfsberg besichtigt.





































Sonntag, 3. März 2013

Sportplatz ASV Neufeld

Neufeld an der Leitha, 2.3.2013

Eigentlich sollte hier laut Stand der Besetzungsliste vom Nachmittag des 1. März sowie Ankündigung auf der Vereinshomepage ein Spiel im BFV-Cup stattfinden. Doch vor Ort stellte sich heraus, daß dies geändert wurde. Also kein Fußball am Samstagnachmittag.
Der ASV Neufeld wurde 1923 als Arbeitersportverein in der von Industrie und Bergbau geprägten nordburgenländischen Gemeinde Neufeld an der Leitha gegründet. Neufeld gehörte mit Eisenstadt, Mattersburg und Parndorf zu den Gründungsmitgliedern des Burgenländischen Fußballverbands. Größter Erfolg des Vereins war 1952 der Aufstieg in die Staatsliga B, der damals zweithöchsten Spielklasse Österreichs (für Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Burgenland). Es blieb ein kurzer Höhenflug. Als abgeschlagener Tabellenletzter ging es am Saisonende 1953 wieder hinunter.
Ein Jahrzehnt später traf Neufeld im ÖFB-Cup 1963/64 auf Wacker Innsbruck. Man verzichtete auf das Heimrecht und spielte am Tivoli. Dort siegte der Landesligist Neufeld gegen den damaligen Zweitligisten nach 3:3 (1:1) nach 90 Minuten in der Verlängerung sensationell mit 4:3. Im Achtelfinale wartete mit Sturm Graz das nächste große Kaliber. Sturm war damals ebenfalls Zweitligist. In Graz schoß Neufeld drei Tore, glich zweimal eine Sturm-Führung aus, aber verlor schließlich dennoch 4:3 (2:2). Sowohl Wacker als auch Sturm gewannen am Saisonende ihre Regionalligen (damals die zweithöchsten Spielklassen) und stiegen in die erste Liga (Staatsliga) auf.
Die siebziger Jahre brachten einen Niedergang des Neufelder Fußballs, der Verein sank immer tiefer die Ligen hinunter. Nur von 1991 bis 1993 gab es zwischendurch einen Höhenflug in die Landesliga. Zuletzt stieg man 2011 aus der 2. Klasse Nord in die 1. Klasse Nord sowie 2012 gleich weiter in die fünftklassige 2. Liga Nord auf.
Das erste Spiel am Sportplatz wurde 1924 ausgetragen. Von 1975 bis 1978 wurde der Kabinentrakt neu gebaut, natürlich mit Unterstützung des berühmtesten Neufelders − des damaligen Unterrichtsministers und spätereren Bundeskanzlers Fred Sinowatz. 2004 erfolgte ein weiterer Um- und Ausbau, bei dem hier auch ein Jugendzentrum untergebracht wurde. Das Dach des Klubhauses ragt über eine Terrasse, von der aus sich das Spiel verfolgen läßt − wenn denn eines stattfindet.
Vor dem Spiel wurde ein Rundgang durch Neufeld an der Leitha unternommen. Neufeld ist nicht Neusiedl, aber einen See gibt es auch.