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Donnerstag, 17. November 2022

Uherský Brod – Slovan Rosice 1:1 (0:1)

Tschechien, MSFL, 16. kolo, 17.11.2022
Stadion Lapač, 224

Remis in der letzten Runde der tschechischen MSFL vor der Winterpause zwischen dem ČSK Uherský Brod und dem FC Slovan Rosice. Die Gäste waren Ende der ersten Hälfte in Führung gegangen, die Heimmannschaft schaffte nach der Pause den Ausgleich.
„ČSK go“ oder „Uherský Brod, alé, alé, alé“ war aus dem Fanblock zu hören, der mit Pausen das ganze Match über supporteten. ČSK steht für Český sportovní klub und so hängt bei ihnen passend auch eine tschechische Fahne mit Beschriftung Uherský Brod.
Das Spiel der Wochenendrunde wurde auf den tschechischen Donnerstags-Feiertag Den boje za svobodu a demokracii a Mezinárodní den studentstva („Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie und Internationaler Studententag“) vorgezogen. Dieser erinnert an die Schließung der tschechischen Universitäten durch die deutschen Nazi-Besatzer am 17.11.1939 samt Hinrichtung von neun Studenten und Verfrachtung von 1.200 verhafteten Studierenden in KZ im Rahmen der NS-Verbrechen an der Zivilbevölkerung, sowie an die Ereignisse des 17.11.1989, als in Prag aus einer Gedenkdemonstration zum 50. Jahrestag eine Protestkundgebung gegen die kommunistische Diktatur entstand, weshalb die Polizei 10.000 Menschen einkesselte, mit Schlagstöcken attackierte und hunderte verletzte.
Das Stadion Lapač nördlich des Stadtzentrums von Uherský Brod mit seinem Kunstrasen-Spielfeld war winterwettertauglicher Austragungsort und nicht das eigentliche Heimstadion Orelský stadion. Bei meinem Besuch beim ČSK Uherský Brod dort im Jahr 2013 spielte dieser noch in der viertklassigen Divize. Seit 2017/18 spielt man nunmehr in der drittklassigen Moravskoslezská fotbalová liga (MSFL).

Sonntag, 11. August 2013

Uherský Brod - Líšeň 1:4 (1:2)

Tschechien, Divize D, 1. kolo, 10.8.2013
Orelský stadion, ca. 200

Mit gleich zwei Doppelschlägen entscheiden die Gäste vom SK Líšeň das Match für sich. Die Heimischen machen von Anfang an das Spiel, fangen sich aber bereits in der ersten Halbzeit binnen Minuten zwei Tore, während es für sie nur zum Anschlußtreffer reicht. Auch nach der Pause das gleiche Bild, Uherský Brod dominierte und Líšeň spielt cool auf Konter. Aus einem solchen fällt dann kurz vor Schluß das entscheidende 1:3 und wiederum Minuten darauf als Draufgabe das vierte Tor. Aufsteiger Uherský Brod hat mit viel Aufwand nichts erreicht.
Die Geschichte des Fußballs begann hier im Jahr 1893 mit der Gründung des Sportvereins EV Ungarisch Brod der deutschsprachigen Gemeinde der Stadt. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen der tschechische ČSK Uherský Brod (ČSK steht für Český sportovní klub) und der jüdische Verein Maccabi hinzu, später noch ein FK Meteor. Nach der Ermordung der jüdischen Bevölkerung im Holocaust und der Vertreibung der deutschsprachigen nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der ČSK als Stadtverein übrig, der sich auf die Tradition seit 1893 beruft. 1972 stieg er erstmals in die Divize auf. 1993/94 hatte man zwar in der mährisch-schlesischen dritten Liga nur den zweiten Platz belegt, konnte 1994/95 aber durch eine Aufstockung der zweiten Liga erstmals zweitklassig spielen. Dies dauerte nur eine Saison, aber stellt den größten Erfolg der Vereinsgeschichte dar. 2012/13 gewann man die Kreisliga und stieg nach zwei Jahren wieder in die viertklassige Divize auf.
Das Orelský stadion wurde 1933 als Sportanlage des tschechischen katholisch-nationalen Sportvereins Orel („Adler“) eröffnet. Im kommunistischen Regime wurde er 1952 aufgelöst, das Stadion wurde weiter für den Fußball genützt. Nach 1989 nahm Orel wieder sein Vereinsleben auf. Die Tribüne bietet 200 Sitzplätze auf Holzbänken sowie ein schönes Altstadtpanorama als Ausblick. Den besten Platz hat der Platzsprecher, der das Spiel von einem Turm aus überblickt und die Anzeigetafel bedient.
In Uherský Brod wurden vor dem Spiel ein weiteres Stadion und Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt.



























Stadion Lapač, Uherský Brod

10.8.2013

Das Leichtathletikstadion Stadion Lapač im Norden der Altstadt der mährischen Stadt Uherský Brod bietet eine überdachte Tribüne mit 500 einfachen Sitzplätzen. Die Anlage wurde 2006 renoviert und wird auch von Schulen genutzt. Am Spielfeld liegt ein Kunstrasenbelag.
Der Fußballverein ČSK Uherský Brod nutzt die Infrastruktur und spielte hier auch schon im Winter, regulär gespielt wird aber nicht hier sondern am echten Rasenplatz im Süden im Orelský stadion.













Neben dem Eingang steht eine Gedenksäule für die Toten der Pestepidemien in Uherský Brod 1680, 1757 und 1831. Möglicherweise sind hier Massengräber eines Pestfriedhofs.