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Dienstag, 12. Juli 2022
Scharnstein – Ohlsdorf 0:1 (0:0)
Traunsee-Almtal-Cup, 2. Runde, 12.7.2022
Sportplatz Pürstermühle, 100
0:1 unterlag der SV Scharnstein aus der oberösterreichischen 1. Klasse Süd in der zweiten Runde des Traunsee-Almtal-Cups dem ASKÖ Ohlsdorf aus der Bezirksliga Süd. Ein Elfmeter zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit brachte die Entscheidung. In der ersten Hälfte war ein Treffer der Gäste vom Schiedsrichter wegen Hands nicht gegeben worden.
Nach der Premiere des 2021 aufgrund der pandemiebedingten Pflichtspielpause durchgeführten Traunsee-Almtal-Cups im Vorjahr, wo sich bei mir ein Besuch in Gschwandt ausgegangen war, wird der Cup in der Region Traunsee-Almtal im oberösterreichischen Salzkammergut erfreulicherweise auch 2022 als Vorbereitungsspiel-Turnier ausgetragen.
Der SV Scharnstein wurde 1956 als SV Viechtwang-Scharnstein gegründet. Es gab in Viechtwang aber bereits einen Vorläuferverein, der als ATSV Scharnstein 1947/48 bis 1950/51 und SV Viechtwang-Scharnstein 1951/52 auch bereits Meisterschaft spielte. Wegen Auflassung und Umackerung des Sportplatzes in der Speer musste er den Spielbetrieb einstellen. 1957 wurde der neugegründete SV Viechtwang-Scharnstein in den OÖFV aufgenommen und begann 1958/59 mit dem Meisterschaftsbetrieb. 1976 wurde der Name der aus Dorf, Mühldorf, Scharnstein und Viechtwang bestehenden Gemeinde von Viechtwang auf Scharnstein geändert und auch der Sportverein nannte sich nun SV Scharnstein. Die größten Erfolge waren die Jahre in der Bezirksliga Ost 1976/77 und der Bezirksliga Süd 1977/78 bis 1987/88. Zuletzt stieg man als Meister der 2.Klasse Süd 2018/19 wieder in die 1. Klasse Süd auf, in der man seit 2019/20 spielt.
Der Sportplatz in der Pürstermühle ist seit 1958 die Heimstätte. 1985 wurde die Anlage neueröffnet, nachdem 1978 ein Ausweichplatz errichtet und am heutigen Hauptfeld mit den Neubauarbeiten begonnen wurde. Der damalige Ausweichplatz dient heute als Trainingsplatz. Die Vereinschronik berichtet: „Im sportlichen Teil der Eröffnung spielten die SV-Senioren gegen die o.ö. Schiedsrichterauswahl, der Gemeinderat Scharnstein gegen den Gemeinderat Grünau, eine kombinierte Damenmannschaft Scharnstein / Grünau gab ihr Debüt und die Kampfmannschaft des SV unterlag gegen den prominenten Gegner Union Raika Wels (mit Tormann Klaus Weidinger) mit 1:3.“ Ein Blickfang ist die einen in fußballnostalgische Gedanken abschweifen lassende Tribüne. Zuletzt hat der Verein 2014 und 2015 das Gebäude saniert und renoviert.
Dienstag, 8. Juni 2021
TSV Timelkam – Scharnstein 1:1 (0:1)
Testspiel, 8.6.2021
TSV-Sportplatz, 30
Unentschieden trennten sich der TSV Timelkam aus der oberösterreichischen 2. Klasse Mittewest und der SV Scharnstein aus der 1. Klasse Süd im frühsommerlichen Freundschaftsspiel am Dienstagabend.
Mit dem blau-weißen TSV als ASVÖ-Verein und dem 1959 gegründeten, rot-weißen ASKÖ-Verein ATSV Timelkam besitzt Timelkam noch eine andernorts bereits verlorengegangene Sportvereinsvielfalt. Diskussionen über eine Zusammenlegung gibt es allerdings auch hier seit Jahrzehnten. 1996/97 gab es das Timelkamer Derby in der fünftklassigen 2. Landesliga West (wenngleich beide auf den letzten beiden Tabellenplätzen abschlossen). Derzeit spielen beide Vereine in der achtklassigen 2. Klasse Mittewest. Das bislang letzte Derby gewann der TSV im September 2020 vor 350 Zuschauerinnen und Zuschauern auswärts mit 6:1.
Der TSV Timelkam wurde 1948 gegründet. Es gab allerdings bereits zuvor einen TSV, der 1932 gegründet und nach der Nazi-Machtübernahme 1938 aufgelöst bzw. in die neuen Strukturen überführt worden war. Die größten Erfolge waren die Saisonen in der oberösterreichischen 2. Landesliga West 1986/87 bis 1992/93 und (nach einem Jahr Abstieg in die Bezirksliga) wiederum 1994/95 bis 1997/98. Zuletzt spielte der TSV Timelkam nach dem Abstieg aus der 1. Klasse Süd 2010 in der 2. Klasse Süd und ist nun seit 2018/19 in der 2. Klasse Mittewest.
Der TSV-Sportplatz liegt in der Timelkamer OKA-Siedlung. Die OKA (Oberösterreichische Kraftwerke AG, heute Energie AG) ließ 1925 in Timelkam ein Kohlekraftwerk errichten, in dem bis in die 1990er Jahre Braunkohle aus dem nahen Ampflwang zu Strom verfeuert wurde. Danach wurde Steinkohle dafür verwendet und nunmehr wird Erdgas und Biomasse verheizt. Der TSV-Sportplatz in seiner heutigen Gestalt wurde 1983 nach dreijähriger Umbauphase neueröffnet. Bevor der ATSV Timelkam 1966 seinen eigenen Sportplatz in der Römerstraße bezog, spielte er ebenfalls hier.
Vor dem Spiel wurde die Ortschaft Timelkam besichtigt.
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