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Samstag, 17. September 2022
Sokol Charvátská Nová Ves – Pálava Mikulov 2:1 (1:1)
Tschechien, Jihomoravský kraj, Okresní přebor Břeclav, 7. kolo, 17.9.2022
Fotbalový areál Charvátská Nová Ves, 80
Ein spannendes Match lieferten sich die TJ Sokol Charvátská Nová Ves und der FC Pálava Mikulov . Die Gäste gingen schon nach drei Minuten in Führung, es dauerte aber nur wenige weitere Minuten bis zum Ausgleich. Das spielentscheidende Tor fiel einige Minuten nach Wiederbeginn nach der Pause.
Die TJ Sokol Charvátská Nová Ves wurde 1921 gegründet. Man spielt in der siebtklassigen Liga Okresní přebor Břeclav, der höchsten Spielklasse im Fußballverband von Břeclav, dem Okresní fotbalový svaz Břeclav. Der Ortsname Charvátská Nová Ves deutet auf die kroatische Geschichte des Dorfs hin. Um 1533 ließen die von Feldsberg/Valtice jahrhundertelang die Region beherrschenden und das Leben der Menschen bestimmenden Liechtenstein auf ihren Besitz kroatische Siedler und ihre Familien aus der kriegsgeplagten Grenzregion zwischen Habsburgerreich und Osmanischem Reich, genauer aus Slavonien und der Vojvodina ansiedeln. Poštorná, Charvátská Nová Ves, Hlohovec, Alloh, Göltsching, Königsbrunn und weitere kroatische Dörfer entstanden hier. Die damalige kroatische Umsiedlung brachte vor fünf Jahrhunderten neben diesen Moravski Hrvati (tschechisch Moravští Chorvati, mährische Kroaten) auch die burgenlandkroatische Minderheit und ihr Pendant in westungarischen Dörfern sowie einigen Orten im Südwesten der heutigen Slowakei nach in die Region. Geblieben sind von von der kroatischen Geschichte in Charvátská Nová Ves aber nur mehr kroatische Familiennamen – und das kroatische Karomuster auf den Dressen des Fußballvereins, allerdings hier in den grün-weißen Vereinsfarben.
Der Fußballplatz am Tyršův sad wurde 1966 eröffnet, nachdem der in den Nachkriegsjahren errichtete erste Fußballplatz auf der Wiese U Jazera oft überschwemmt worden war. Der ursprüngliche Schlackeplatz wurde 2002 mit einem Rasen am Spielfeld versehen. Das Eingangstor und das Graffiti werten die Anlage auf. Leider wurde aber vor Kurzem die noch vor wenigen Wochen auf Bildern zu sehen gewesene schöne alte Tribüne abgerissen. An ihrer Stelle künden Fundamentarbeiten von einem Neubau.
Sonntag, 7. Juni 2020
Pálava Mikulov – Sokol Lanžhot B 3:2 (2:1)
Vyřazovací fotbalový turnaj Podpálaví, 7.6.2020
Městský fotbalový stadion Mikulov, ca. 40
Im Spiel zweier auf Bezirksebene von Břeclav in neuntklassigen tschechischen Ligen agierenden Mannschaften (Heimmannschaft in der III. třída Břeclav sk. B und die Gäste in der III. třída Břeclav sk. A) konnte die zweite Mannschaft von Sokol Lanžhot das schnelle 1:0 zunächst auf 1:1 ausgleichen. Im weiteren Verlauf war Pálava Mikulov stärker, ging wieder in Führung und erhöhte diese nach der Pause noch einmal. Vier Minuten vor Schluss konnten die Gäste noch den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielen. Das änderte aber nichts mehr am verdienten Erfolg des Heimteams.
Es war ein Platzierungsspiel für die 5.-8. Plätze der Viertelfinalverlierer des in der Coronavirus-Zeit in der Region ausgespielten Turniers Vyřazovací fotbalový turnaj Podpálaví.
Der FC Pálava Mikulov wurde 1934 als SK Mikulov gegründet. Neben diesem tschechischen Verein gab es in der damals überwiegend deutschsprachigen Stadt (deutsch Nikolsburg) drei deutschsprachige Vereine, den ASK Nikolsburg, das jüdische Makkabi und als stärksten Verein den DFC Nikolsburg. Nach dem Anschluss an Nazideutschland 1938 musste der tschechische Verein eingestellt werden, konnte aber nach der Befreiung 1945 wiedergegründet werden und war nun nach der Vertreibung und der Ermordung der jüdischen Bevölkerung durch die Nazis und der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung in der Nachkriegszeit der übriggebliebene Verein einer einstigen Vereinsvielfalt. Getragen wurde der Verein vom Weingut, Vinařské závody Mikulov. Im Rahmen der Umorganisierung des tschechoslowakischen Sportsystem in der Sokol-Organisation wurde 1949 aus dem Verein die JTO Sokol Mikulov. 1953 wurde dann daraus DSO Slavoj Mikulov, 1972 TJ Pálava Mikulov und 1991 schließlich der aus dem Allgemeinsportverein ausgegliederte Fußballclub FC Pálava Mikulov. Pálava ist der Name der hiesigen Landschaft in Südmähren. Die größten Vereinserfolge sind insgesamt insgesamt 14 Jahre in der höchsten Spielkasse der südmährischen Region (Jihomoravský krajský přebor) 1978/79, 1983/84 – 1985/86, 1994/95 – 1996/97 und 2002/03 – 2008/09, wobei dies 1978/79 die vierthöchste tschechoslowakische Spielklasse war. Derzeit spielt man in der neuntklassigen Bezirksliga von Břeclav, III. třída Břeclav, sk. B.
Das städtische Stadion Městský fotbalový stadion Mikulov hat eine Kapazität von 2.000 Plätzen, davon 800 Sitzplätze. Diese befinden sich auf den Stufen der Längsseite auf schönen Holzbänken bzw. Einzelsitzen im überdachten Mittelteil der Tribüne. Wie fast überall in der Stadt hat man auch hier eine Aussicht auf das Schloss.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Mikulov besichtigt.


























Městský fotbalový stadion Mikulov, ca. 40
Im Spiel zweier auf Bezirksebene von Břeclav in neuntklassigen tschechischen Ligen agierenden Mannschaften (Heimmannschaft in der III. třída Břeclav sk. B und die Gäste in der III. třída Břeclav sk. A) konnte die zweite Mannschaft von Sokol Lanžhot das schnelle 1:0 zunächst auf 1:1 ausgleichen. Im weiteren Verlauf war Pálava Mikulov stärker, ging wieder in Führung und erhöhte diese nach der Pause noch einmal. Vier Minuten vor Schluss konnten die Gäste noch den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielen. Das änderte aber nichts mehr am verdienten Erfolg des Heimteams.
Es war ein Platzierungsspiel für die 5.-8. Plätze der Viertelfinalverlierer des in der Coronavirus-Zeit in der Region ausgespielten Turniers Vyřazovací fotbalový turnaj Podpálaví.
Der FC Pálava Mikulov wurde 1934 als SK Mikulov gegründet. Neben diesem tschechischen Verein gab es in der damals überwiegend deutschsprachigen Stadt (deutsch Nikolsburg) drei deutschsprachige Vereine, den ASK Nikolsburg, das jüdische Makkabi und als stärksten Verein den DFC Nikolsburg. Nach dem Anschluss an Nazideutschland 1938 musste der tschechische Verein eingestellt werden, konnte aber nach der Befreiung 1945 wiedergegründet werden und war nun nach der Vertreibung und der Ermordung der jüdischen Bevölkerung durch die Nazis und der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung in der Nachkriegszeit der übriggebliebene Verein einer einstigen Vereinsvielfalt. Getragen wurde der Verein vom Weingut, Vinařské závody Mikulov. Im Rahmen der Umorganisierung des tschechoslowakischen Sportsystem in der Sokol-Organisation wurde 1949 aus dem Verein die JTO Sokol Mikulov. 1953 wurde dann daraus DSO Slavoj Mikulov, 1972 TJ Pálava Mikulov und 1991 schließlich der aus dem Allgemeinsportverein ausgegliederte Fußballclub FC Pálava Mikulov. Pálava ist der Name der hiesigen Landschaft in Südmähren. Die größten Vereinserfolge sind insgesamt insgesamt 14 Jahre in der höchsten Spielkasse der südmährischen Region (Jihomoravský krajský přebor) 1978/79, 1983/84 – 1985/86, 1994/95 – 1996/97 und 2002/03 – 2008/09, wobei dies 1978/79 die vierthöchste tschechoslowakische Spielklasse war. Derzeit spielt man in der neuntklassigen Bezirksliga von Břeclav, III. třída Břeclav, sk. B.
Das städtische Stadion Městský fotbalový stadion Mikulov hat eine Kapazität von 2.000 Plätzen, davon 800 Sitzplätze. Diese befinden sich auf den Stufen der Längsseite auf schönen Holzbänken bzw. Einzelsitzen im überdachten Mittelteil der Tribüne. Wie fast überall in der Stadt hat man auch hier eine Aussicht auf das Schloss.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Mikulov besichtigt.


























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