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Samstag, 20. Februar 2016

Barcelona B - Atlético Levante 2:0 (1:0)

Spanien, Segunda División B, Jornada 26, 20.2.2016
Mini Estadi, 959

Die zweite Mannschaft des FC Barcelona schlug Atlético Levante UD, die zweite Mannschaft von Levante aus Valencia, nicht glanzvoll, aber klar mit 2:0.
Es gab sogar eine kleine Fankurve, welche die Barça B über 90 Minuten gesanglich unterstützte.
Das Mini Estadi wurde 1982 als Zweitstadion des FC Barcelona neben dem Camp Nou eröffnet. Es bietet 15.276 Sitzplätze und beherbergt neben der B-Mannschaft auch Jugendspiele und Spiele der Frauen des Vereins. 2015 wurden Pläne präsentiert, das Stadion abzureißen und an seiner Stelle eine neue Sporthalle und ein auf 6.000 Plätze verkleinertes neues Fußballstadion zu errichten. Ab 2017 soll Barcelona B am stadtauswärts der Stadt Barcelona gelegenen Trainingsgelände des Vereins, Ciutat Esportiva Joan Gamper, spielen.

Sonntag, 29. November 2015

Levante - Betis 0:1 (0:1)

Spanien, Primera División, Jornada 13, 27.11.2015
Estadi Ciutat de València, 13.957

Gleich nach drei Minuten ging Real Betis Balompié nach einem Corner in Führung. Levante hatte genügend Möglichkeiten zum Ausgleich, schaffte es aber selbst die besten Chancen nicht zu verwerten. Die Höhepunkte waren ein Stangenschuss und ein Lattenschuss innerhalb von Sekunden in einer Aktion. Dann folgten u.a. noch ein zweiter Lattentreffer in der zweiten Halbzeit und ein vergebener Matchball in der 90. Minute.
Das Vereinswappen ziert wie beim Stadtrivalen die Fledermaus, das Wappentier der Stadt Valencia. Der Levante-Anhang wird aber Granotes (valencianisch „Frösche“) genannt, da das alte Stadion am Fluss oft überschwemmt wurde und dann jeweils viele Frösche dort gewesen wären. Eine kleine Fanszene fand sich hinter einer Cornerfahne.
Die Levante Unión Deportiva (spanisch) bzw. valencianisch Llevant Unió Esportiva wurde 1919 als Levante FC gegründet. Es ist der älteste bestehende Fußballverein in Valencia und älter als der größere und erfolgreichere Stadtrivale Valencia CF. Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 wurde das Stadion des Levante FC zerstört. 1939 fusionierte man mit Gimnástico FF zur Levante UD. Seither tragen die Heimdressen die rot-blauen Farben von Gimnástico und die Auswärtsdressen das Schwarz-Weiß des Levante FC. Der größte Vereinserfolg war 1937 der Cupsieg der Copa de España Libre („Pokal des Freien Spanien“), der im Bürgerkrieg auf dem Gebiet der Republik ausgetragen wurde. Nach dem faschistischen Sieg Francos wurde der Cupsieg vom Fußballverband nicht als spanischer Titel anerkannt. Das gilt auch heute noch. 2007 erhielt Levante den Cuptitel aber mit einem Parlamentsbeschluss offiziell verliehen. Von 1963 bis 1965 schaffte man es erstmals in die Primera División. Vier Jahrzehnte später kam man 2004/05 für eine Saison wieder. Seither stieg man dreimal wieder ab, kehrte aber immer wieder zurück und spielt seit 2010 durchgehend erstklassig.
Im Rahmen eines zweitägigen Turniers in Valencia spielte Rapid hier im August 1988 gegen Levante vor 7.000 Zuschauerinnen und Zuschauern 1:1, nachdem man am Vortag im Mestalla 0:3 gegen Valencia verloren hatte.
Das offiziell in valenicianischer Sprache Estadi Ciutat de València bezeichnete Stadion (spanisch Estadio Ciudad de Valencia) wurde 1969 eröffnet. Von 1969 bis 1972 trug es als Estadio Antonio Román den Namen des damaligen Vereinspräsidenten, dann hieß es bis 1999 schlicht Nou Estadi bevor es seinen heutigen Namen als städtisches Stadion erhielt. Es bietet 25.354 Sitzplätze.
Vor dem Spiel wurde die Stadt Valencia besichtigt.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Atlético de Madrid - Levante 3:1 (1:0)

Spanien, Primera División, Jornada 17, 3.1.2015
Estadio Vicente Calderón, 52.163

Atlético dominierte das Spiel, hatte aber trotz dreier Tore nicht übertrieben viele Torchancen. Levante machte zwar das Tor mehr oder weniger aus dem Nichts, sie hielten sich aber eigentlich sehr gut und hätten ihre Möglichkeiten v.a. aus Cornern gehabt. Der Atlético-Sieg war dennoch außer Frage.
Das große Thema des Tages war bei Atlético nicht das Spiel gegen Levante, sondern die leihweise Rückkehr von Fernando Torres.
Im Fansektor gab es keinen Support. Der (im übrigen politisch rechtsextremen) Fangruppe der Frente Atlético war die Präsenz zuletzt vom Verein verboten worden, nachdem sie bei einer Prügelei mit Auswärtsfans einen von diesen in den an das Stadion angrenzenden Fluss geworfen und damit umgebracht hatten. Gesungen wurde im Rest des Stadions dennoch immer wieder, wodurch eine doch gefällige Atmosphäre entstand.
Der Club Atlético de Madrid wurde 1903 gegründet. Ursprünglich war er ein Ableger des Athletic Club aus Bilbao. Offiziell wurde die Trennung 1907. 1939 fusionierte Atlético mit dem Verein der Luftwaffe der Franco-Diktatur, die wenige Monate zuvor im Bürgerkrieg noch Madrid bombardiert hatte, und trat fortan als Athletic Aviación Club an. 1941 wurde daraus Club Atlético de Aviación bevor man 1947 wieder die Militärverbindung löste und zum alten Namen zurückkehrte. Zehnmal gewann Atlético den spanischen Meistertitel (zuletzt 2014) und ebenfalls zehnmal den Cup (zuletzt 2013). Die letzten Jahre waren auch mit den Siegen in der Europa League 2010 und 2012 sehr erfolgreich. Seine beste Zeit hatte der Verein bislang in den 1960er/1970er Jahren mit Meistertiteln 1966, 1970, 1973 und 1977 sowie Cupsiegen 1960, 1961, 1965, 1972 und 1976. Dazu kamen der Europacupsieg im Cup der Cupsieger 1962, die Finalteilnahme im Meistercup 1974 und der Weltpokal-Sieg 1974.
Das Estadio Vicente Calderón wurde 1966 als Estadio del Manzanares eröffnet, benannt nach dem Fluss dieses Namens. Eine Besonderheit ist seine Architektur mit freistehender Haupttribüne und einem offenen Tribünenhalbrund in C-Form. Die Haupttribüne wurde erst 1972 errichtet, unter ihr führt eine Schnellstraße hindurch. Nach dem Umbau erhielt das heute 54.851 Plätze bietende Stadion den Namen des Vereinspräsidenten Vicente Calderón. Die Sesselfarben entsprechen den seit 1911 gepflegten Farben mit rot-weiß-längsgestreiften Dressen (oberer Rang) und blauen Hosen (unterer Rang). Bei der WM 1982 fanden hier drei Spiele statt, darunter zwei Spiele von Österreich.
Im Europacup der Cupsieger traf Rapid 1976 in der ersten Runde auf Atlético Madrid. Nach einem unglücklichen 1:2 im Praterstadion reichte ein 1:1 hier nicht zum Weiterkommen. Gerhard Rodax wechselte nach der WM 1990 von Admira Wacker hierher, blieb aber nicht lang und spielte von 1991 bis 1993 dann zwei Saisonen bei Rapid.
2016 zieht Atlético in das 1994 eröffnete Estadio Olimpico de Madrid, das bei den gescheiterten Olympiabewerbungen Madrids 2012, 2016 und 2020 als Olympiastadion vorgesehen war und nun unabhängig davon auf 73.000 Plätze ausgebaut wird.
Vor dem Spiel wurde das im Stadion untergebrachte Museum besucht. Im Zuge des Aufenthalts wurde auch die spanische Hauptstadt Madrid besichtigt.