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Sonntag, 6. September 2026

Arnoldstein/Nötsch-Damen – Guttaring-Damen 0:13 (0:6)

Kärnten, Frauen-Großfeldliga, 5. Runde, 6.9.2026
Waldparkstadion, 115

Von Verletzungen überschattetes Sonntagvormittagsspiel. Mit einer Kopfverletzung nach wenigen Minuten und einer weiteren blutenden Platzwunde am Knie gegen Ende der ersten Spielhälfte verlor das Heimteam zwei Spielerinnen. Gute Besserung! Die als Tabellenführerinnen gekommenen Gäste begannen in der sechsten Minute mit dem Torschießen und hörten damit erst mit Spielende nach 90 Minuten beim Stand von 0:13 auf. Ich hatte den ATUS Guttaring vorige Saison mit den Rapid-Frauen in der 2. Bundesliga besucht, als dort die Frauen des SV Kraig spielten. Dieses erst zwei Jahre zuvor zum SV Kraig gewechselte Team ging dann am Ende aufgrund Ungereimtheiten in der Zusammenarbeit mit diesem Verein unter und stieg ab, an ihrer Stelle tritt Guttaring nun selbst mit einem Frauen-Team in der Kärntner Liga als ATUS Guttaring Damen an.
Der SV Arnoldstein wurde 1968 gegründet, hat aber einen 1932 gegründeten Vorgängerverein SV Arnoldstein, aus dem später der Werkssportverein der BBU Arnoldstein entstand. Die größten Erfolge waren die Saisonen in der Kärntner Liga 1974/75 bis 1980/81 und die Teilnahme am ÖFB-Cup 1977/77, als man in der ersten Runde gleich auf Austria Klagenfurt traf und mit 2:0 ausschied.
Die Frauen spielen in Arnoldstein seit 2025/26 die Frauen in Spielgemeinschaft mit ATUS Nötsch als SG SV Arnoldstein / ATUS Nötsch Damen und schlossen ihre Premierensaison am ersten Tabellenplatz des Unteren Play-offs der Kärntner Frauen-Großfeldliga ab.
Das Waldparkstadion wurde in den 1990er Jahre neu errichtet nachdem der alte Arnoldsteiner Sportplatz aufgrund Bodenbelastung durch Altlasten des 1993 in einem Umweltskandal geschlossenen Werks der Bleiberger Bergwerks Union (BBU) von einem Tag auf den anderen verlassen hatte werden müssen. In Arnoldstein waren von der BBU Blei, Zink, Farbstoffe und Metallsalze erzeugt worden. Schwermetalle wurden schließlich nicht nur in den Böden sondern auch im Blut der hier lebenden Menschen gefunden. 1994 bis 2001 musste die Bevölkerung die Erde in ihren Hausgärten austauschen und das Gelände des geschlossenen Betriebs wurde umfangreich abgebaggert und saniert. Das Waldparkstadion liegt nun nicht nur am Waldesrand sondern bietet auch einen Blick auf die Berge. Arnoldstein ist eine Marktgemeinde mit in 21 Ortschaften lebenden 7.200 Einwohnerinnen und Einwohnern im Gailtal im Süden Kärntens.
Nach dem Spiel habe ich Arnoldstein besichtigt.

Samstag, 6. September 2025

Kraig-Damen – Rapid-Frauen 1:2 (1:1)

2. Frauen-Bundesliga, 3. Runde, 6.9.2025
Sportplatz Guttaring, 650

Rapidviertelstunde in spannendem Match zweier Aufsteigerinnen in die zweite Liga. Nach dem Dämpfer mit dem Cup-Ausscheiden und der ersten Pflichtspielniederlage zu Saisonbeginn absolvierten die aufgestiegenen Rapidlerinnen die neue Meisterschaft mit zwei Siegen in den ersten zwei Spielen zuvor makellos. Sie trafen nun hier auf ebenfalls engagierte Aufsteigerinnen, die ihr erstes Heimspiel gewonnen und auswärts im Kärntner Derby gegen die Austria Klagenfurt verloren hatten. Kraig schloss nach einer Viertelstunde effizient einen Konter zur 1:0-Führung ab. Rapid konnte aber schon wenige Minuten später ausgleichen. Rammel flankte auf Johnston, die ins Tor köpfelte. Es wurde es gefightet und die Rapidlerinnen hatten zwar Chancen, aber auch Kraig hätte gut erneut in Führung gehen können. Zur Minute 75 klatschten Rapidfans die Rapidviertelstunde ein und in ihr setze Rapid den Schlusspunkt zum hart erkämpften Auswärtssieg. König schoss einen Freistoß, den Rammel ins Tor abfälschen konnte.
Gespielt wurde in Guttaring vor großer Kulisse von 650 Leuten, davon verteilt am Gelände gar nicht wenige Rapidfans. Der Zuspruch hier ist sichtlich hoch. Beim ersten Spiel der Frauen des SV Kraig hier in der ersten Runde gegen den Wiener Sport-Club waren auch schon 550 Zuschauerinnen und Zuschauer gewesen. Nach ihrem Aufstieg in die 2. Bundesliga 2025 spielen die Frauen des SV Kraig nicht mehr in der Sportanlage Frauenstein sondern wurden auf den Sportplatz des ATUS Guttaring verlegt. 2013/14 hatte es erstmals ein Frauen-Team des SV Kraig in der Kärntner Frauen-Unterliga gegeben, was aber nach siegloser Saison mit nur einem Punkt in der Meisterschaft nur ein Jahr bestand. Einen Neubeginn gab es, als die Frauen des nahen SC St. Veit – 2023/24 Kärntner Meisterinnen, aber in der Aufstiegsspielen in die 2. Bundesliga 2024 noch nicht erfolgreich – aufgrund Uneinigkeit über die eigenen Finanzen zur Saison 2024/25 zum SV Kraig wechselten, auf Anhieb im neuen Verein gleich erneut die Kärntner Frauen-Liga gewannen und sich in den Aufstiegsspielen mit Oberösterreich und der Steiermark diesmal 2025 den Aufstieg in die 2. Bundesliga sicherten. Die Frauen nannten sich schon in St. Veit seit 2022 selbst die „Flippers“, was auch am Delfin auf den Cornerfahnen zu sehen ist. „Wir sagen dankeschön, 40 Jahre die Flippers“ ertönte als Musik auch aus den Lautsprechern, ist aber nicht etwa eine Vereinshymne sondern ein Lied einer deutschen Schlager-Band.
Der Arbeiter Turn- und Sportverein Guttaring wurde 1964 gegründet. Nach über drei Jahrzehnten in der 2. Klasse spielte man 1998/99 bis 2014/15 in der 1. Klasse C und kehrte dorthin nach drei Saisonen in der 2. Klasse D als deren Meister 2017/18 auch 2018/19 wieder zurück. Nach der Saison 2021/22, die man am vorletzten 14. Platz der 1. Klasse C beendet hatte, zog der Verein aber die Kampfmannschaft aus dem Spielbetrieb zurück. Nachwuchsfußball wurde weitergeführt und 2023 gründete man in einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem SV Kraig ein U11-Mädchenteam. Der Sportplatz besitzt ein Klubhaus aus dem Jahr 2011. Guttaring ist eine aus 24 Ortschaften bestehende Marktgemeinde in Kärnten, in der 1.500 Menschen leben.