Sonntag, 3. Mai 2026
St. Gallen – Sion 0:3 (0:1)
Schweiz, Super League, Championship Group, 2. Runde, 3.5.2026
Sitterstadion, 18.536
Der FC. St. Gallen verlor erstmals wieder, womit der FC Thun Schweizer Meister wurde. 16 Spiele hatte der FCSG wettbewerbsübergreifend nicht verloren und hätte die ausstehenden Spiele gewinnen müssen. Der überlegene Tabellenführer aus Thun, als Aufsteiger und Sensationsmannschaft der Saison, hatte trotz großem Vorsprung auf den FC St. Gallen mit offensichtlichem Nervenflattern und Niederlagen den Meistertitel noch nicht selbst fixieren können. Mit der St. Galler Niederlage sind sie im Championship Group benannten oberen Play-off der Tabelle aber uneinholbar. Mit seinem wichtigen Auswärtssieg ist der FC Sion weiter im Aufwärtstrend und kann sich Hoffnungen auf die Europacupqualifikation machen.
Der FC St. Gallen konzentriert sich auf das Halten des zweiten Tabellenplatzs und natürlich vor allem auf das Cupfinale in drei Wochen – bzw. „den Final“ wie man in der Schweiz sagt. Im Wankdorf-Stadion treffen sie auf den kleinen Zweitligisten FC Stade Lausanne-Ouchy. Die Chance, dass auf dem Wimpel auf der Graffitiwand an den Stufen zum Stadion mit den bisherigen zwei Meistertitelgewinnen und dem Cupsieg 1969 eine weitere Jahreszahl hinzuzufügen sein wird, ist groß. Viele Leute hatten bereits die grünen Cupfinal-Leiberl mit dem Pokalsieg 1968/69 am Rücken an. Ein Spruchband am Espenblock zur Pause rief auf: „Am 17.05. alli im grüe-wiise Trikot“. Der Espenblock sang trotzig auch beim Stand von 0:3 schalschwenkend „Espenmoos“ zur Melodie von Country Roads. Das alte Stadion Espenmoos zeigt hier auch ein Graffiti am erwähnten Stiegenaufgang zum Stadion.
Ganz in rot supporteten die Ultras der Gradin Nord aus Sion in der Mitte des Auswärtssektors und konnten die Tore und ihren Auswärtssieg bejubeln. Unten hing „Partout pour le FC Sion“ („Überall für den FC Sion“).
„Willkomme im Sitterstadion“ grüßt hier nunmehr ein Graffiti. Das 2008 eröffnete Sitterstadion hatte bei meinem Besuch hier vor drei Jahren noch keinen richtigen Namen. Ab dem Frühjahr 2025 lief die Kampagne Für en werbefreie Stadionname. Eine Abstimmung im November 2025 entschied mit über 60% gegen andere Vorschläge für diese Bezeichnung Sitterstadion, die sich auf den für die Ostschweiz prägenden Fluss Sitter bezieht und somit auch die Eigenschaft des FC St. Gallen als großem Fußballverein der ganzen Ostschweiz hervorstreicht. Hinter dem Espenblock hängt oben Sitterstadion und nach dem anstehenden Auslaufen des aktuellen Sponsorvertrags wird das Stadion mit neuem Namenssponsor auch offiziell so heißen.
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