Sonntag, 15. Februar 2026

Lost Ground Štadión Tatran, Prešov

14.2.2026

Das Štadión Tatran war 1899 eröffnet worden, als die Stadt Prešov hier eine Wiese als Fußballplatz zur Verfügung stellte. Es wurden Kabinen und ein Klubhaus gebaut. Stolz der Anlage war eine 1907 errichtete Holztribüne. 1944 wurde sie im Zweiten Weltkrieg zerstört. In der Nachkriegszeit wurde das Spielfeld wiederhergestellt sowie 1946 und 1947 Tribünen gebaut. Das Aussehen der letzten Jahrzehnte mit überdachter Haupttribüne und drei Seiten Stehplatzrängen erhielt das Stadion 1974. 2009 wurden die Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt und die Kapazität auf 5.410 Plätze gesenkt. Zu dieser Zeit hatte auch schon eine Diskussion über einen vollständigen Neubau begonnen.
Nach Vorstellung konkreter Stadionneubaupläne 2016 zog Tatran Prešov zu Jahresbeginn 2017 aus dem alten Stadion aus und spielte von 2017 an eineinhalb Jahre in Poprad. Bauarbeiten in Form des Abrisses der Stehplatztribünen gab es aber erst ein Jahr später 2018. Die Saison 2018/19 spielte Tatran in Stropkov und kehrte nach dem Abstieg aus der zweiten Liga für die Drittligaspiele im Sommer 2019 auf das zu drei Vierteln abgerissene Stadion in Prešov zurück, wo nur mehr die Haupttribüne stand und weitere Bauarbeiten und der beabsichtigte Neubau nicht in Sicht waren. Die letzten Spiel im übriggebliebenen Rest des alten Stadions spielte Tatran im Jahr 2020. Die letzte Drittligasaison spielte man in Veľký Šariš, in der zweiten Liga 2022/23 und 2023/24 in Ličartovce und zuletzt 2024/25 wieder in Stropkov. Zwischenzeitlich hatte es in Prešov im Jahr 2023 tatsächlich einen Baubeginn gegeben. Hintergrund war der Zuschlag für die Austragung der U21-EM in der Slowakei 2025, wofür der Slowakische Fußballverband einen Neubau in Prešov als Austragungsort erkor. Am Gelände des alten Trainingsplatzes und einem Teil Spielfeld des alten Stadions wurde das heutige neue Stadion gebaut. Zuletzt wurde im April 2025 die noch an der Straßenseite stehende Haupttribüne des alten Stadions abgerissen. Sichtbar sind derzeit noch Teile der alten Umfassungsmauer. Ein Hotel-, Büro- und Wohnprojekt soll hier gebaut werden.

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