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Donnerstag, 22. Februar 2018

Wattenscheid - Borussia Dortmund U23 2:4 (0:2)

Deutschland, Regionalliga West, 20. Spieltag, 22.2.2018
Lohrheidestadion, 385

Für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund begann das Spiel in Wattenscheid mit einer frühen verletzungsbedingten Auswechslung zwar nicht optimal, doch mit dem 0:1 und dem wenige Minuten darauf folgenden 0:2 per Eigentor war das Match nach einer halben Stunde vorentschieden. Die Wattenscheider versuchten zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu tun, was ging, mehr als das 1:3 per Elfmeter und schließlich zehn Minuten vor dem Ende das 2:4 mit einem schönen Schuss war aber nicht drin. Eine rote Karte für die Gäste in der Nachspielzeit (Tätlichkeit) kam zu spät als dass die Überzahl daran etwas ändern hätte können.
Während anderswo Spiele abgesagt wurden, konnte das Nachtragsspiel der im Dezember aufgrund Winterwetters abgesagten Begegnung hier durchgeführt werden. Es war zwar kalt, aber 385 Zuschauerinnen und Zuschauer ist doch recht wenig.
Die Szene WAT hat im Herbst 2017 eine Pause ihrer Aktivitäten verkündet, weswegen es abgesehen von ein paar Mal gerufenen „Wattenscheid!“-Chants oder der einen oder anderen emotionalen Äußerung keinen stimmlichen Support gab. Auswärtsfans waren angesichts des BVB-Europacupspiels nur vereinzelt anwesend.
Die Sportgemeinschaft 09 Wattenscheid wurde 1909 in Wattenscheid im Ruhrgebiet als Ballspiel-Verein 1909 Wattenscheid gegründet. Die damals selbständige Stadt Wattenscheid ist seit 1975 ein Stadtbezirk von Bochum. Von der Gründung der 2. Bundesliga 1974 an spielte Wattenscheid 09 in dieser Liga. Größter Wattenscheider Erfolg waren die Jahre in der Bundesliga von 1990 bis 1994. Ab Mitte der 2000er Jahre stieg man häufig auf und ab und wechselte zwischen drittklassiger Regionalliga und sechstklassiger Westfalenliga II bis man sich seit 2013 wieder als nunmehr viertklassiger Regionalligist etablieren konnte.
Das Lohrheidestadion wurde 1954 an der Wattenscheider Lohrheidestraße eröffnet. 1965 ersetzte es das Stadion Beckmannshof als die Heimstätte der SG Wattenscheid 09. An die große Zeit in der Bundesliga erinnert die 1992 gebaute große Osttribüne. Nach der Renovierung 2002 gibt es hier heute eine Kapazität von 16.233 Plätzen (zuvor 20.700).
Vor dem Spiel wurde Wattenscheid besichtigt.

Lost Ground Stadion Beckmannshof, Wattenscheid

22.2.2018

Das Stadion Beckmannshof wurde 1927 als Teil einer großen Freizeitanlage errichtet, die der damalige Gutsbesitzer Karl Beckmann auf seinem Land in Wattenscheid errichten ließ. Neben dem Sportstadion gab es noch ein Schwimmbad und einen großen sogenannten Gondelteich mit einer kleinen Insel, auf dem man Boot fahren konnte.
Um das Fußballspielfeld gab es eine 400-Meter-Aschenbahn. Erdwälle ringsum boten Platz für 15.000 bis 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Daneben wurden Tennisplätze und weitere Sportanlagen angelegt. Der Gondelteich wurde 1949 wieder trockengelegt und auf den Sportanlagen nebenan eine Sporthalle und ein Kunstrasenplatz errichtet, die es heute ebenso noch gibt (Jugendzentrum der SG Wattenscheid) wie die Tennisplätze. Das Schwimmbad wurde 1965 geschlossen und sein Eingangsgebäude in ein Hotel und Restaurant umgewandelt.
Von 1927 bis 1934 und dann wieder von 1945 bis 1965 spielte die SG Wattenscheid 09 im Stadion Beckmannshof. Mit der Saison 1965/66 zog sie dann in das 1954 erbaute Lohrheidestadion um. Das ehemalige Fußballstadion bestand noch bis 2014 als Sportplatz. Heute ist es eine Ruine und wird wohl als Bauland verbaut werden.