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Samstag, 6. Juni 2026

Wallern – Purbach 0:0

Burgenland, 1. Klasse Nord, 26. Runde, 6.6.2026
Sportanlage Wallern im Burgenland, 900

Dramatisches 0:0 im Spitzenspiel, womit der lachende Dritte Meister wurde. Mehr an Dramatik konnte es in der burgenländischen 1. Klasse Nord in der letzten Runde nicht geben. Im der Begegnung traf der mit 48 Punkten an der Tabellenspitze liegende USC Wallern auf den nur einen Punkt dahinter liegenden Verfolger UFC Purbach am See. Dahinter lauerte aber der Tabellendritte FC Mönchhof mit 46 Punkten und dem gewonnenen direkten Duell gegen Wallern. Wallern wäre mit einem Sieg oder mit einem Remis bei Mönchhofer Punktverlust Meister geworden. Purbach wäre mit einem Sieg Meister geworden. Am Ende wurden dies aber die Mönchhofer, die in Podersdorf nichts anbrennen ließen. Das match zwischen Wallern und Purbach war zunächst umkämpft und nervös geführt, nach der Pause hatte der USC Wallern Top-Chancen. Aber es fiel genausowenig ein Tor wie beim Purbacher Schlussfurioso. Wallern konnte sich dennoch über den mit dem 0:0 erreichten Aufstieg in die II. Liga Nord als Tabellenzweiter freuen und feierte das auch nach Schlusspfiff ordentlich.
Mit zwei Bussen, mit der Eisenbahn und zahlreichen Autos war eine Purbacher Karawane in den Seewinkel aufgebrochen. Die Gruppe Südkurve Purbach postierte sich neben der Trainerbank der Gäste.
Auf Wallerner Seite gab es zu Spielbeginn zweimal roten und weißen Rauch. Von der vor zwei Jahrzehnten gegründeten Red Army war aber bis auf Graffiti auf der Tribüne und einer alten Werbebande keine Aktivität mehr zu sehen.
Mit dabei war bei den Wallerner Feiern ein „Stay Strong Sepi! Wir stehen hinter dir! (D)Ein Team“-Leiberl. Ein Transparent damit hängt auch am Klubhaus. Im März führte der USC Wallern eine Stammzellen-Typisierungsaktion durch. „Es gibt wichtigere Dinge als Tore zu erzielen und Siege zu schreiben ... und das ist Leben retten!“ hatte der Verein dazu geschrieben.
Der USC Wallern wurde 1933 gegründet. Erst 1953 nahm man aber den regulären Meisterschaftsbetrieb auf. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde der Verein 1957 aufgelöst, aber 1961 wiedergegründet. Die größten Erfolge sind die Meistertitel der fünftklassigen II. Liga Nord 2008/09 und 2014/15 mit den darauffolgenden Saisonen in der viertklassigen Burgenlandliga 2009 bis 2012 und 2015/16. Nach dem Abstieg aus der II. Liga Nord in die 1. Klasse 2023 war man nun ganz vorne mit dabei.
Die Sportanlage wurde 1969 eröffnet. Die Tribüne hat man 1977 errichtet und das neue Klubhaus am Eingang in den Jahren 2001 bis 2004. Die rund 1.600 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Gemeinde Wallern liegt im burgenländischen Seewinkel östlich des Neusiedler Sees und ist mit einer Seehöhe von nur 120 Metern einer der am tiefstem gelegenen Orte in Österreich.

Mittwoch, 23. Februar 2022

Gols – Wallern 1:0 (0:0)

Testspiel, 23.2.2022
Alter Platz Gols, ca. 40

Am alten Golser Sportplatz spielten der SV Gols aus der burgenländischen sechstklassigen 1. Klasse Nord und der USC Wallern aus der fünftklassigen II. Liga Nord am Mittwochabend ein Vorbereitungsspiel. Nach torloser erster Hälfte fiel das einzige Tor des Abends in der zweiten Halbzeit.
Der SV Gols entstand 1982 aus der Fusion des politisch schwarzen UFC Gols und des politisch roten ASK Gols in der nordöstlich des Neusiedlersees gelegenen Weinbaugemeinde Gols. 1946 war der bereits in den 1930er Jahren bestehende Sportclub Gols wiedergegründet worden. Daneben gründete sich 1954 der Arbeitersportklub ASK Gols. Der SC Gols trat dem ÖVP-Sportdachverband ÖTSU bei und wurde zum UFC Gols. Die politische Trennung war in der Region nicht unüblich und besteht in Pama bis heute. Nach mehreren Versuchen ging man in Gols aber wieder zusammen. Nachdem 1981 die Nachwuchsmannschaften zusammengelegt worden waren, änderte der in der II. Liga Nord spielende ASK Gols 1982 seinen Namen in Sportverein Gols und der in der 1. Klasse Nord spielende UFC Gols trat dem höherklassigen SV Gols bei. Das letzte Golser Derby hatte es in der Saison 1978/79 gegeben, als beide in der 1. Klasse Nord spielten. Der ASK Gols gewann es im Mai 1979 vor 400 Zuschauerinnen und Zuschauern 3:2. Erster Trainer des SV Gols war 1982/83 und 1983/84 der vorherige Spielertrainer des ASK Gols und spätere burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl. Ende der 1980er Jahre schaffte Gols mit zwei Meistertiteln 1987/88 in der II. Liga Nord und 1988/89 in der Landesliga (heute Burgenlandliga) den Durchmarsch von der Fünftklassigkeit in die drittklassige Regionalliga Ost, in der man 1989/90 bis 1991/92 drei Saisonen spielte.
Unter Flutlicht war der Spielort nicht das Golser Volksfeststadion sondern der Alte Platz. Am als Trainingsplatz genutzten alten Sportplatz gibt ein ein Flutlicht, im Unterschied zum sonst als Heimstätte genutzten Volksfeststadion. Zuletzt wurde es in der Coronapause im Frühjahr 2021 erneuert.

Montag, 27. Juli 2015

Winden am See - Wallern 3:1 (1:0)

Burgenland, BFV-Cup, 2. Runde, 26.7.2015
Bärenstadion Winden, 166

Nachdem der Favorit Wallern zunächst klar das Spiel bestimmt hatte, drehte das eine Klasse tiefer spielende Winden nach Führungstreffer zehn Minuten vor Ende der ersten Halbzeit das Match und gewann als Underdog verdient. Der Burgenlandligist Wallern konnte zwischenzeitlich ausgleichen, doch zu mehr reichte es nicht. Zur Freude heimischer Fans, die in Abwandlung eines bekannten Liedes sangen „Wir san aus Winden am See, wir haum den Überschmäh. Wir san a Wahnsinn, wir san in.“
Der FC Winden am See wurde 1957 gegründet. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte waren die Jahre von 2002 bis 2004 und 2010 bis 2013 in der Burgenlandliga. Seither spielt man wieder in der fünftklassigen II. Liga Nord.
Der Sportplatz wurde 2008 eröffnet und Bärenstadion benannt. Das Wappen des Ortes wie des Vereins ziert ein Bär, da es in Winden am See eine sogenannte Bärenhöhle gibt, in der u.a. die Überreste eiszeitlicher Höhlenbären und Braunbären gefunden wurden. Neben dem Gebäude des Vereins gibt es noch ein weiteres des 1995 gegründeten Fanclubs, jeweils mit eigenem Buffet.
Vor dem Spiel wurde kurz im benachbarten Breitenbrunn zum Neusiedler See geschaut.