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Dienstag, 15. August 2023
Thiersee – Wacker Innsbruck 1:5 (0:1)
Tirol, TFV-Cup, 2. Runde, 15.8.2023
Pendlingstadion, 900
Der Cup mag eigene Gesetze haben, beim SV Thiersee gab es dennoch einen klaren Favoritensieg für den FC Wacker Innsbruck aus der nunmehr fünftklassigen Tiroler Liga. Der SV Thiersee aus der seit dieser Saison sechstklassigen Landesliga Ost hielt sich gut, musste dann die fünf Tore hinnehmen, konnte aber zum Schluss noch ein Ehrentor erzielen. Nachdem es zuvor drückend heiß gewesen war, zog während des Spiels ein Unwetter durch und es regnete stark. Nach Blitz und Donner unterbrach der Schiedsrichter zwischenzeitlich das Spiel, bis das Gewitter vorübergezogen war.
„Gewitter raus!“ kommentierte der Innsbrucker Auswärtsblock die Spielunterbrechung. Zu Spielbeginn gab es von der Tivoli Nord ein Spruchband „Machs guat Nino!! TN“ zum Tod des ehemaligen Vorsängers Nino Santonocito, der in den 1990ern fast zwei Jahre Vorsänger war und zuletzt beim grande finale in St. Johann gewesen ist. Ein Spruchband von Unterland solidarisierte sich mit „Fußball gehört den Fans!“ mit dem entsprechenden Zwickauer Anliegen. In den Regenschauern hatte man nicht die besten Bedingungen, ließ aber einmal Rauch aufsteigen und erreichte im Support in der Schlussphase noch einmal mit Klassikern eine beachtliche Lautstärke.
Der SV Thiersee geht auf die 1969 gebildete Mannschaft Kickers Thiersee zurück, die in der damaligen Gletscherliga außerhalb des Tiroler Fußballverbands spielte. Im Winter 1970/71 fand man sich mit dem seit 1929 bestehenden Wintersportverein Sportverein Thiersee zusammen und gründete eine Fußballsektion des SV Thiersee. Ein TFV-Beitritt war zunächst aufgrund des Sportplatzzustands noch nicht möglich, konnte aber mit saniertem Spielfeld 1972 erfolgen. Größter Erfolg waren der Meistertitel der Landesliga Ost 1995/96 und die darauffolgenden Saisonen in der viertklassigen Tiroler Liga 1996/97 bis 2000/01.
Das Pendlingstadion ist eine Neubauanlage mit Tribüne und teilweiser Überdachung. Die offenen Tribünensitzplätze waren im Regen weniger beliebt als Stehplätze unter Sonnenschirmen. Der im Vereinswappen abgebildete und für den Sportplatz namensgebende Pendling ist ein 1563 Meter hoher Berg in den Brandenberger Alpen.
Vor dem Spiel habe ich Thiersee besichtigt.
Samstag, 15. April 2023
Kramsach/Brandenberg – Thiersee 1:1 (0:1)
Tirol, Landesliga Ost, 17. Runde, 15.4.2023
Lend-Arena, 100
Remis auf der Lend in Kramsach. Früh waren die Gäste in Führung gegangen und hätten sie auch noch erhöhen können. Zwanzig Minuten vor dem Ende konnte die Heimmannschaft aber ausgleichen.
Der FC Kramsach/Brandenberg entstand 1997 aus der Fusion des 1977 gegründeten FC Kramsach, der 1986/87, 1987/88 und 1991/92 bis 1996/97 in der 1. Klasse gespielt hatte, mit dem FC Brandenberg aus der Kramsacher Nachbargemeinde Brandenberg. Gemeinsam schaffte man 2009 und 2021 zweimal den Aufstieg in die fünftklassige Landesliga, wo man erstmals 2000/01 bis 2009/10 spielte und nun wieder seit 2021/22 spielt.
Der in beiden Schreibweisen Ländarena (ÖFB-Onlinesystem) und auch Lend-Arena (Klubhausaufschrift) bezeichnete Sportplatz (früher verwendete man auch den Namen Ländstadion) in Kramsach liegt wie der Name schon nahelegt an der Länd(e) am Fluss Brandenberger Ache. Er verfügt über einen Kunstrasen am Spielfeld. Der Spieltermin war am Regenwochenende also wettersicher gewesen.
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