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Montag, 8. August 2011

Štadión Tehelné Pole, Slovan Bratislava

Bratislava, 7.8.2011

Noch im Jahr 2007 bin ich hier bei einem Spiel gewesen. Heute kann man nur mehr den Verfall des leerstehenden Stadions begutachten und das Gedeihen von Bäumen und Sträucher zwischen den Sitzreihen betrachten. 2009/10 verließ Slovan Bratislava sein Stadion und zog in das nur wenige hundert Meter entfernte Štadión Pasienky, die ehemalige Heimstätte des Stadtrivalen Inter Bratislava. Seit Jahren heißt es, daß das Štadión Tehelné Pole abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Geschehen ist bisher nichts.
Das Štadión Tehelné Pole („Ziegelstein-Feld“) wurde im Jahr 1940 als Prestigeprojekt des von Nazideutschland abhängigen slowakischen Satellitenstaats eröffnet. Die heute im unteren Rang von Sträuchern bevölkerte Haupttribüne zeugt vom damaligen Stil. 1961 wurde das Stadion ausgebaut und die gegenüberliegende große Längsseitentribüne errichtet. Zuletzt hatte das Stadion eine Kapazität von 30.087 Sitzplätzen. Das in der himmelblauen Farbe von Slovan Bratislava gehaltene weite Rund sah als größtes Stadion der Stadt neben den Spielen von Slovan auch viele Spiele der tschechoslowakischen und der slowakischen Nationalmannschaft.
ŠK Slovan Bratislava wurde 1919 als 1. ČsŠK Bratislava gegründet. Den Namen Slovan trägt man seit 1953. Die Liste der Titel umfaßt zehn slowakische Meisterschaften (vier 1939–44 und sechs seit 1993, zuletzt 2010/11) und acht tschechoslowakische Meistertitel. 1969 gewann Slovan den Europacup der Cupsieger.
Der historische Finalsieg über den FC Barcelona im Mai 1969 war der Höhepunkt eines bemerkenswerten Laufs, der im Sommer 1968 mit einer partiellen Neuauslosung des Europacups begonnen hatte, wie Terence Träber in seinem Buch Der Traum vom Europapokal berichtet. Die UEFA schloß damals nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts und der blutigen Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 Ost-West-Begegnungen aus, um diplomatische Verwicklungen und Proteste zu verhindern.
Von einstigen Zeiten berichtet heute nur mehr die Ruine des Stadions.




















Montag, 16. Juli 2007

Slovan Bratislava - Rapid 1:0 (1:0)

UI-Cup, 2. Runde, 14.7.2007
Štadión Tehelné Pole, 6.000

Das hat Nerven gekostet. Kein gutes Spiel von uns. Nicht unspannend war, als sich die Kurve der Heimfans geleert und auf der Längsseite neben unserem Sektor platziert hat. Auch wenn sie nach einiger Zeit wieder zurück sind, eine interessante Interpretation von UEFA- und sonstigen Sicherheitsrichtlinien. "Verbum francum", sozusagen Nukleus (oder Überrest?) einer lingua franca, war ein besonders schönes Wort: in den Verwendungen "Scheiße Rapid Wien, Scheiße, Scheiße, Scheiße Rapid Wien" vs. "Scheiß Bratislava, wir singen Scheiß Bratislava, Scheiß Bratislava!". Aufgestiegen sind wir.