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Samstag, 1. August 2026

Balatonlelle – Siófok 0:5 (0:1)

Ungarn, Magyar Kupa, 1. forduló, 1.8.2026
Balatonlellei Sporttelep, Edzőpálya, 240
32°C

Plattensee-Derby im ungarischen Cup am heißen Samstagvormittag. Bei vergleichsweise zwar immer noch heißen Temperaturen über 30°C, aber weniger als später im Lauf des Tages, begann das Match um 11 Uhr vormittags. In der ersten Hälfte hielt sich Balatonlelle, die zuletzt nach einer Aufstiegssaison in der Nemzeti Bajnokság III, Dél-Nyugati csoport wieder in die viertklassige Komitatsliga Somogy vármegye, I. osztály abgestiegen sind, gut und suchte Konter. Der Favorit aus dem 35 km entfernten Nachbarschaft BFC Siófok ging aber dann doch in Führung und baute diese nach der Pause zu einem klaren Kantersieg aus.
„Hajrá Lelle“ war das eine oder andere Mal als Anfeuerung aus dem Publikum zu hören. Lelle ist die gebräuchliche Kurform von Balatonlelle. Zwei sichtlich ausgesprochen gut gelaunte Fans unterstützten mit Rufen auch die Gäste.
Balatonlelle Sportegyesület wurde 1924 in Balatonlelle gegründet. In der Nachkriegszeit hatte man zu Zeiten des kommunistisches Regimes diverse Namen wie 1950 bis 1974 Balatonlellei Vörös Meteor, 1974 bis 1975 Balatonlellei Községi Sportkör und 1975 bis 1979 Balatonlellei Spartacus bis der Verein 1979 mit Balatonboglári SE aus Balatonboglár fusioniert wurde, da die beiden Gemeinden zur neuen Gemeinde Boglárlelle zusammengelegt wurden. Der Fusionsverein spielte so auch unter dem Namen Boglárlelle SE bis 1992 die Gemeinden wieder eigenständig wurden und sich der Sportverein hier wieder Balatonlelle SE nannte. Die größten Erfolge sind die Saisonen in den überregionalen, Ligen Területi Bajnokság, Dráva csoport 1983/84 und NB III 1988/89 bis 1992/93, 1994/95 bis 1998/99, der damals drittklassigen NB II Nyugati csoport 1999/2000 bis 2006/07 und der seither drittklassigen NB III 2007/08 bis 2008/09, 2010/11 bis 2012/13, 2019/20 und 2025/26.
Der Sportplatz besitzt am Hauptfeld seit einigen Jahren eine Längsseitentribüne, die ihn im Vergleich zur Vergangenheit doch deutlich aufwertet. Aufgrund Spielfeld-Sanierung und abgegrabenem Rasen fand das Spiel allerdings am Nebenplatz statt. Immerhin gab es aber auch hier kleine Tribünengestelle, wobei eines sogar überdacht war.
Nach dem Spiel habe ich Balatonlelle besichtigt.

Mittwoch, 16. August 2023

Kazincbarcika – Siófok 1:1 (0:0)

Ungarn, NB II, 5. forduló, 16.8.2023
Kolorcity Aréna, 500

Remis im ungarischen Zweitligaspiel am Mittwochabend. Nach langer torloser Partie mit Vorteilen für die Heimmannschaft nahm das Match mit einem Elfmeter zum 1:0 Fahrt auf. Kazincbarcika erzielte auch ein zweites Tor, allerdings war es ein unglückliches Eigentor des Goalie und zählte so als Ausgleichstreffer für den BFC Siófok.
„Hajrá KBSC!“ und „Kazincbarcelona!“ rief ein dutzend Anhänger auf der Tribüne. Der Begriff Kazincbarcelona für die Stadt Kazincbarcika versucht deren Verwandlungsversuch von einer grauen Industriestadt in eine bunte Metropole. Seit 2020 tritt man als Kolorcity Kazincbarcika SC an, wobei Kolorcity kein normaler Sponsor ist. Mehr davon ist im unten verlinkten Bericht von der Stadtbesichtigung zu erfahren.
Der Kazincbarcikai SC (KBSC) wurde 1957 als Kazincbarcikai Munkás Testedző Kör (KMTK) aus der Fusion der beiden Vereine Vasas und Szikra in Kazincbarcika gegründet. 1968 änderte man die Farben von rot-weiß in blau-gelb und 1968 den Namen in Kazincbarcikai Vegyész Sport Egyesület (KVSE). Mit dem Ende der Finanzierung durch die große Chemiefabrik in der Stadt BorsodChem wurden aus KVSE 1993 zwei Vereine, Kazincbarcikai Városi SE mit verschiedenen Breitensportarten und KBSC mit den Mannschaftssportarten Fußball und Volleyball, wobei die Volleyball-Sektion 1994 selbständig wurde und KBSC heute ein reiner Fußballverein ist. KMTK begann 1957/58 in der NB III und spielte von der Jahresmeisterschaft 1967 an in der damals drittklassigen NB II, was KVSE in Nachfolge dann weiter tat und 1977/78 bis 1985/86 sowie ab 1987/88 in der nunmehr zweitklassigen NB II spielte. Ab 1993 spielte dort der heutige KBSC bis 1996/97 weiter und nach zwischenzeitlichen Abstiegen 2005/06 bis 2012/13, 2017/18 bis 2020/21 und ist heute seit 2022/23 wieder in der NB II.
Die Kolorcity Aréna wurde 2020 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit seit 2017 eröffnet. Der 200 Meter Luftlinie vom alten, 1969 gebauten Pete András Stadion entfernt errichteten Neubau besteht aus einer überdachten Haupttribüne mit 920 Plätzen und einer offenen Hintertor-Tribüne für Gäste und 200 Plätzen.
Vor dem Spiel habe ich die Stadt Kazincbarcika besichtigt.

Sonntag, 19. Februar 2017

Siófok - Zalaegerszeg 1:1 (1:0)

Ungarn, NB II, 21. forduló, 19.2.2017
Siófoki Városi Stadion, 300

Kaum war der Anpiff des Schiedsrichters verhallt, schon führte Siófok mit 1:0. Nach dem Führungstreffer in der ersten Minute hatten sie meist mehr vom Spiel, doch da ein Spiel 90 Minuten dauert kamen die Gäste vom Zalaegerszegi TE FC kurz vor Schluss tatsächlich noch zum Ausgleich. Siófok muss noch Punkte sammeln, um sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten. Zalaegerszeg, ungarischer Meister von 2002, hat weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun.
Ein dutzend Heimfans hinter dem Tor feuerte Siófok ein wenig an, wobei ein Beschimpfungsgesang gegen Zalaegerszeg am leidenschaftlichsten vorgebracht wurde. Im Auswärtssektor verfolgten 13 Personen das Spiel.
Der heutige BFC Siófok wurde 1921 als Siófok SE gegründet. 1956 wurde daraus der Bergarbeiterverein Siófoki Bányász SE. Unter diesem Namen spielte am vier Jahrzehnte, bis der Verein 1998 in Siófok FC umbenannt wurde, kurzzeitig 2004/05 wieder Siófoki Bányász SE, 2005 wieder Siófok FC, 2006 nach Fusion mit Bodajk FC dann BFC Siófok und 2012 bis 2015 FGSz Siófok. Bis 2000 waren die Vereinsfarben rot und schwarz, dann gelb-blau-grün und jetzt sind sie gelb-blau.
Größter Erfolg des Vereins war der ungarische Cupsieg 1984 als Zweitligist und das darauffolgende Antreten im Europacup der Cupsieger. Dort schied man in der ersten Runde gegen AE Larisa aus. 1985 bis 1994, 1996 bis 2000, 2002 bis 2004, 2007 bis 2009 und 2010 bis 2013 spielte Siófok in der NB I.
Das städtische Stadion Városi Stadion wurde 1961 eröffnet. Es liegt an einer nach dem in Siófok geborenen Psychologen Géza Révész benannten Straße und wird daher auch Révész Géza utcai stadion genannt. Es hat eine Kapazität von 10.550 Plätzen wobei die Haupttribüne und die Stufen der gegenüberliegenden Längsseite fest gebaut sind, während die Hintertorseiten und der Vorbau der Haupttribüne Zusatztribünen aus vergangener Erstligazeit sind. Stadionrekord waren 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauer gegen Ferencváros 1997.
Vor dem Spiel wurde Siófok besichtigt.