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Dienstag, 10. Mai 2022

Oed/Waldegg – Zillingdorf 3:6 (1:2)

Niederösterreich, 2. Klasse Steinfeld, 16. Runde, 10.5.2022
Sportplatz Oed, 60

Zu einem Schützenfest mit neun Toren entwickelte sich das Spiel des WSV Oed/Waldegg und des SV Zillingdorf. Das war anfangs noch nicht absehbar. Die Heimmannschaft ging früh in Führung und die Gäste drehten das am Ende der ersten Hälfte. 1:3 stand es, als ein Spieler von Oed mit Gelb/Rot ausgeschlossen wurde. In Unterzahl kassierte Oed das 1:4. Das Match war damit aber nicht gelaufen sondern nahm richtig Fahrt auf. Binnen dreier Minuten erzielte Oed erst das 2:4 aus dem Spiel und konnte per Elfmeter auf 3:4 nachziehen. Zur Sensation reichte es aber nicht. U.a. mit einem beachtlichen Freistoßtreffer gewann Zillingdorf noch 3:6.
Die Begegnung war ein Nachtragsspiel, nachdem das Match vor vier Wochen wegen Regen und Sturm witterungsbedingt abgesagt hatte werden müssen.
Der Werkssportverein WSV Oed/Waldegg wurde 1919 als Arbeiter-Turn- und Sportverein (ATSV) gegründet und ist Zeit seiner Geschichte mit dem 1814 als Metallfabrik Oed gegründeten und im Jahr 1900 ASTA benannten Kupferdraht-Fabriksstandort verbunden. Der Verein war der erste Fußballverein im Piestingtal. Man ist ein jahrzehntelanges Mitglied der 2. Klasse Steinfeld. Zuletzt spielte der Verein nach dem Meistertitel in dieser Klasse 1992/93 in den Saisonen 1993/94 und 1994/95 in der 1. Klasse Süd.
Der Sportplatz wurde im Lauf der Jahrzehnte mehrmals von Hochwasser überschwemmt und beschädigt und musste jedesmal wieder instand gesetzt werden. Zum hundertjährigen Vereinsjubiläum 2019 hat man ein modernes neues Klubhaus gebaut und die Sportanlage durch Vergrößerung des Spielfelds verbessert. Aufgrund der Lage zwischen den Wasserläufen des Flusses Piesting und des Asta-Kanals ist das Spielfeld notgedrungen recht schmal. Oed liegt im Piestingtal und ist Teil der aus sieben Ortschaften bestehenden Gemeinde Waldegg.

Sonntag, 14. September 2014

Haidbrunn-Wacker Wiener Neustadt - Oed/Waldegg 0:3 (0:2)

Niederösterreich, 2. Klasse Steinfeld, 5. Runde, 13.9.2014
Sportanlage Haidbrunnplatz, 100

Bereits nach zehn Minuten lag Haidbrunn-Wacker Wiener Neustadt 0:2 hinten. Die Gäste steckten dann etwas zurück, legten aber schließlich kurz vor Schluß doch noch ein drittes Tor drauf.
Dieses Spiel wurde besucht, weil das praktisch zeitgleich angesetzte Bundesligaspiel im Stadion Wiener Neustadt aufgrund Regens abgesagt worden war. „Wegen dem mit Feuchtigkeit übersättigten Platzes kann das heutige Spiel NICHT angepfiffen werden. Es ist leider auch laut Zentralamt für Meterologie mit keiner Wetterbesserung zu rechnen.“ wurde verlautbart. Abseits der Nichtbeherrschung des Genetivs: Drei Kilometer entfernt, innerhalb derselben Stadt, war der Rasen tipptopp. Auch hier hatte es in den Morgenstunden geregnet. Dennoch konnte am Haidbrunnplatz in der 2. Klasse Steinfeld im Gegensatz zur Bundesliga bei besten Bedingungen gespielt werden. Aber solange das Flutlicht fernsehtauglich und der VIP-Club groß genug sind, muss man sich beim SC Wiener Neustadt nicht um die Spielgenehmigung des Stadions sorgen. Zur Not ist sie wohl genauso käuflich wie einst die Bundesligalizenz. Die der Bundesliga vorliegende Wetterprognose wurde jedenfalls falsifiziert.
Der ESV Haidbrunn-Wacker Wiener Neustadt entstand 1972 aus einer Fusion des 1927 als SV Schmoll Schuhpaste gegründeten Arbeitersportvereins ASV Haidbrunn aus dem gleichnamigen Wiener Neustädter Stadtteil mit dem traditionsreichen, 1919 gegründeten Eisenbahnersportverein Wacker Wiener Neustadt, einem ehemaligen Erstligisten: 1937/38 gewann Wacker die niederösterreichische Landesliga. Nach der Nazi-Machtübernahme 1938 wurden der Profisport und die bisherige Wiener Profiliga aufgelöst. Mit drei Bundesländervereinen wurde die Gauliga 17 Ostmark gebildet. Einer davon war neben den Amateuren Steyr und dem Grazer SC der in Reichsbahn Wacker Wiener Neustadt umbenannte ESV Wacker. Das große Leistungsgefälle zwischen den Amateursportlern aus den Bundesländern und den bisherigen Profivereinen aus Wien zeigte sich deutlich, alle drei landeten am Tabellenende. Wacker Wiener Neustadt wurde mit vier Punkten aus zwei Siegen Letzter. Nach 1945 wurde aus der Reichsbahn wieder der ESV Wacker Wiener Neustadt. An einstige Höhenflüge konnte man nicht mehr anschließen, zu Beginn der 70er Jahre war man bereits in der 1. Klasse angelangt.
Den Sportplatz ziert eine kleine Tribüne und ein neues Klubhaus, das erst vor zwei Wochen eröffnet wurde.
Vor dem Spiel wurde das Stadtmuseum Wiener Neustadt besucht.