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Freitag, 28. Mai 2021
Stal Rzeszów – Hutnik Kraków 2:3 (2:2)
Polen, II liga, 36. kolejka, 28.5.2021
Stadion Miejski „Stal“ w Rzeszowie, 1.349
In einer offenen, torreichen Partie bestimmte Stal Rzeszów das Spiel während die Gäste Hutnik Kraków verteidigten, konterten und ein Tor mehr erzielten. Manchmal gewinnt im Fußball der Glücklichere. Durch die Niederlage verfehlte Stal Rzeszów das Ziel des Erreichen des Aufstiegs-Playoffs der oberen sechs Tabellenplätze, Hutnik feierte mit seinen Fans hingegen ausgelassen seinen Klassenerhalt in der wie hier üblich falsch durchnummerierten drittklassigen II liga.
Zur Fanszene von Stal Rzeszow vermerkt das Lexikon Fanszene Polen, dass sie „seit 2018 wohl in der Form ihres Lebens sind“ und nennt Karpaty Krosno als Freundschaft. Mit Hutnik Kraków gemeinsam hat man die Feindschaft gegen Stals Stadtrivalen Resovia, wie dem Buch zu entnehmen ist. Was der Grund für die Erlaubnis von Gästefans bei diesen Spiel war, ist mir allerdings unbekannt. Jedenfalls stand man anscheinend neutral zueinander, ohne erkennbare Gehässigkeiten. Beiderseits wurde laut supportet, in der zweiten Hälfte immer mehr, und es hatte hier alles den Anschein als würde es die Existenz der Coronapandemie mit all ihren schrecklichen Folgen nicht geben. Es schien wie ein Ausflug in eine vergangene Zeit.
ZKS Stal Rzeszów wurde im November 1944, nur wenige Monate nach der Befreiung im August dieses Jahres, von Arbeitern der Flugzeugwerke als OM TUR PZL Rzeszów gegründet. 1949 wurde daraus der „Werkssportklub Stal Rzeszów“ Zakładowy Klub Sportowy Stal Rzeszów. Das Derby Rzeszowa gegen Stadtrivalen Resovia gehört den den am meisten gespielten polnischen Fußball-Derbys. Die größten Erfolge von Stal Rzeszów waren elf Saisonen in der höchsten polnischen Spielklasse 1962/62 bis 1971/72 plus 1975/76 sowie der polnische Cupsieg als Zweitligist 1974/75. Im Cupfinale siegte Stal Rzeszów vor 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Cracovia-Stadion im Elfmeterschießen gegen die zweite Mannschaft (!) des Erstligavereins ROW Rybnik. Im Europacup erreichte Stal Rzeszów 1975 mit zwei Siegen gegen Skeid Oslo die zweite Runde im Cup der Cupsieger, die bereits das Achtelfinale war. Dort war gegen den walisischen Cupsieger Wrexham AFC mit einer 2:0-Hinspielniederlage auswärts (gepfiffen vom Linzer Schiedsrichter Erich Linemayr) und einem 1:1-Remis hier im Rückspiel Endstation.
Das Stadion Miejski „Stal“ w Rzeszowie wurde 1955 eröffnet. Wie an der Rennbahn gut zu erkennen ist, wird hier nicht nur Fußball gespielt sondern auch Motorrad-Speedway gefahren. 2006 übernahm die Stadt Rzeszów das Stadion in ihren Besitz (und aus dem Stadion Stali Rzeszów wurde das städtische Stadion Stadion Miejski Stal w Rzeszowie. Es wurden daraufhin umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt. Das Stadionoval wurde durch die große zweirangige Haupttribüne 2012 fertiggestellt. Die Kapazität umfasst heute 11.547 Plätze.
Montag, 3. Juni 2013
Hutnik Kraków - Wisła Sandomierz 1:2 (0:0)
Polen, III liga, grupa: małopolsko-świętokrzyska, 29. kolejka, 1.6.2013
Stadion Suche Stawy (Stadion Miejski Hutnik Kraków), 1.000
Mit einem Doppelschlag von zwei Toren binnen zwei Minuten gewann Wisła Sandomierz eine angesichts strömenden Dauerregens verhältnismäßig gute Partie zweier Mittelständler in der III liga, der vierten polnischen Spielklasse. Da konnte auch der späte Anschlußtreffer von Hutnik in der 89. Minute nichts mehr daran ändern.
Tatsächlich bemerkenswert gut war an diesem Abend der Support, sowohl vom Heimsektor als auch insbesondere vom waschelnassen Auswärtsfanblock. Da gab es akustisch einiges zu hören und optisch einiges zu sehen.
Hutnik Nowa Huta bzw. Hutnik Kraków wurde 1950 in der damals neu angelegten Krakauer Satellitenstadt Nowa Huta gegründet. Diese diente als Wohnsiedlung für ein gigantisches Stahlwerk (flächenmäßig gleich groß wie die ganze Stadt Krakau!) und so hieß der Fußballverein auch zunächst Stal bis man 1956 den Namen Hutnik wählte. Der Verein spielte zumeist in der zweiten oder dritten Liga. 1990 stieg Hutnik in die erste Liga auf und belegte dort 1995/96 sogar den dritten Platz, was die Qualifikation für den UEFA-Cup bedeutete. Die Jahre in der Ekstraklasa zwischen 1990 und 1997 bedeuteten den sportlichen Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Anschließend hielt man sich einige Jahre in der zweiten Liga, stürzte dann aber bis in die vierte Liga ab, wo der Verein 2010 in Konkurs ging. Er wurde mit einer Initiative der Fans wiedergegründet, konnte in der fünftklassigen IV liga beginnen und schaffte 2012 einen vielumjubelten Aufstieg in die viertklassige III liga.
Das Stadion Suche Stawy wurde 1950 eröffnet. 2012 wurde es offiziell zum städtischen Stadion (Stadion Miejski). U.a. während des Umbaus ihrer Stadien trugen hier auch schon sowohl Wisłą als auch Cracovia Spiele aus. 1980 (gegen Algerien) und 1994 (gegen Ungarn) fanden sogar Länderspiele der polnischen Nationalmannschaft statt. Während der EM 2012 trainierte hier die englische Nationalmannschaft, wofür einige Renovierungsarbeiten getätigt wurden.
Auch Daniels Blog Groundhopping Polska berichtet vom Match.




















Stadion Suche Stawy (Stadion Miejski Hutnik Kraków), 1.000
Mit einem Doppelschlag von zwei Toren binnen zwei Minuten gewann Wisła Sandomierz eine angesichts strömenden Dauerregens verhältnismäßig gute Partie zweier Mittelständler in der III liga, der vierten polnischen Spielklasse. Da konnte auch der späte Anschlußtreffer von Hutnik in der 89. Minute nichts mehr daran ändern.
Tatsächlich bemerkenswert gut war an diesem Abend der Support, sowohl vom Heimsektor als auch insbesondere vom waschelnassen Auswärtsfanblock. Da gab es akustisch einiges zu hören und optisch einiges zu sehen.
Hutnik Nowa Huta bzw. Hutnik Kraków wurde 1950 in der damals neu angelegten Krakauer Satellitenstadt Nowa Huta gegründet. Diese diente als Wohnsiedlung für ein gigantisches Stahlwerk (flächenmäßig gleich groß wie die ganze Stadt Krakau!) und so hieß der Fußballverein auch zunächst Stal bis man 1956 den Namen Hutnik wählte. Der Verein spielte zumeist in der zweiten oder dritten Liga. 1990 stieg Hutnik in die erste Liga auf und belegte dort 1995/96 sogar den dritten Platz, was die Qualifikation für den UEFA-Cup bedeutete. Die Jahre in der Ekstraklasa zwischen 1990 und 1997 bedeuteten den sportlichen Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Anschließend hielt man sich einige Jahre in der zweiten Liga, stürzte dann aber bis in die vierte Liga ab, wo der Verein 2010 in Konkurs ging. Er wurde mit einer Initiative der Fans wiedergegründet, konnte in der fünftklassigen IV liga beginnen und schaffte 2012 einen vielumjubelten Aufstieg in die viertklassige III liga.
Das Stadion Suche Stawy wurde 1950 eröffnet. 2012 wurde es offiziell zum städtischen Stadion (Stadion Miejski). U.a. während des Umbaus ihrer Stadien trugen hier auch schon sowohl Wisłą als auch Cracovia Spiele aus. 1980 (gegen Algerien) und 1994 (gegen Ungarn) fanden sogar Länderspiele der polnischen Nationalmannschaft statt. Während der EM 2012 trainierte hier die englische Nationalmannschaft, wofür einige Renovierungsarbeiten getätigt wurden.
Auch Daniels Blog Groundhopping Polska berichtet vom Match.




















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